top agrar plus Spezialreise Regenerative Energien

Methanol und Solarstrom: Neue Ideen für mehr Unabhängigkeit im Betrieb

Am zweiten Tag der Farm Tours-Spezialreise zu Energie-Projekten in Schleswig-Holstein gab es Einblicke in neue Forschungsprojekte sowie aktuelle Infos zu Solarspeichern und Agri-Photovoltaik.

Der schleswig-holsteinische Landkreis Dithmarschen im Westen des Landes ist vor allem für Gemüse bekannt: Hier liegt Europas größtes Kohlanbaugebiet. Aber nicht nur das: „Wir haben hier im Kreis auch die höchste Dichte an Windenergieanlagen in ganz Deutschland“, erklärte Regine Albert, Projektmanagerin bei der Entwicklungsagentur Region Heide, den Teilnehmern der Spezialreise „Regenerative Energien“ von Farm Tours, deren erste Station Donnerstag die FH Westküste in Heide war. Albert, Koordinatorin der Kommunikations­strategie im Forschungsprojekt „Westküste100“, erläutert die Zielsetzung des Reallabors.

In dem Projekt wollen zehn Partner im Rahmen einer branchenübergreifenden Kooperation eine Wasserstoffwirtschaft im industriellen Maßstab aufbauen. Das Reallabor ist Teil der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung und wird vom Bundeswirtschaftsministerium fünf Jahre lang gefördert. Ein Grund für das Projekt war, dass schon heute viele Windräder aufgrund von Netzengpässen abgeschaltet werden müssen und erneuerbare Energie ungenutzt verloren geht. Zwar wird gerade die Westküstentrasse erweitert, die mehr Strom Richtung Süden transportieren soll. „Aber in wenigen Jahren werden wir hier zusätzlich viel Strom von Offshore-Windparks haben, was uns vor neue Herausforderungen stellen wird“, sagt sie. Darum sind Lösungen gefragt, wie sich der Strom sinnvoll nutzen lässt, ohne Windräder abschalten zu müssen. Denn an der Westküste böten starke Windenergie, sehr gute geologische Speicherbedingungen und eine Machermentalität der Menschen gute Voraussetzungen für innovative Wasserstofftechnologien und neue Geschäftsmodelle.

Wasserstoff als Bindeglied der Sektorenkopplung

Im Forschungsprojekt verfolgen die beteiligten Firmen und Institute folgenden Weg: Grünstrom und Wasser werden per Elektrolyse in grünen Wasserstoff umgewandelt. Der entstehende Sauerstoff soll in der Zementindustrie genutzt werden. Gleichzeitig wird das in der Zementherstellung freiwerdende, hochreine CO₂ mit dem grünen Wasserstoff zu Methanol synthetisiert. In Folgeprojekten soll das Methanol dann in der Raffinerie Heide...

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