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Solarparks in der Landwirtschaft

Neuer Leitfaden zur Agri-Photovoltaik

Das 56-seitige Papier gibt Tipps zu Genehmigung, Installation und Betrieb von Solarparks über landwirtschaftlichen Kulturen, zeigt aber auch politische Handlungsempfehlungen auf.

Lesezeit: 3 Minuten

Mit der Agriphotovoltaik (APV) können Landwirte Ackerflächen doppelt nutzen: Am Boden wachsen die Kulturpflanzen, darüber erzeugen Solarmodule erneuerbaren Strom. Der Ansatz erhöht die Flächeneffizienz und könnte künftig Konflikte um den Gebrauch von landwirtschaftlichen Böden entschärfen. Aktuelle Informationen über Module und Unterkonstruktion, Wirtschaftlichkeit und Geschäftsmodelle, Forschungsergebnisse und Erfahrungen von Praktikern, Wassermanagement, Genehmigung, Installation und Betrieb sowie politische Handlungsempfehlungen beleuchtet jetzt ein neuer Leitfaden. Ziel ist, Landwirten, Kommunen und Unternehmen praktische Hinweise zur Nutzung der Agri-PV an die Hand zu geben. Herausgeber ist das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Das Forschungsinstitut hat die Technologie in Deutschland erstmals umfassend erprobt. Die Publikation umfasst 56 Seiten, ist kostenfrei und steht nun online auf Deutsch und Englisch zum Download bereit.

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Schutz vor Hagel und Dürre

„Die Agri-PV kann auch Schutz vor Hagel-, Frost- und Dürreschäden bieten und macht Schutzfolien und andere Materialien überflüssig. Auch kann eine Reduktion der Windlasten und der Sonneneinstrahlung zu einem geringeren Wasserverbrauch in der Landwirtschaft beitragen“, erklärt Max Trommsdorff, Gruppenleiter Agriphotovoltaik am Fraunhofer ISE.

Bei manchen Ackerfrüchten können die aufgeständerten Solarmodule sogar zu einem Anstieg der landwirtschaftlichen Erträge führen, haben Forschungsprojekte wie APV-RESOLA gezeigt.

Noch einige Hürden in Deutschland

Der Leitfaden beschreibt die internationale Entwicklung der noch jungen Technologie etwa in den USA, Frankreich oder Chile und zeigt erfolgreiche Anwendungsbeispiele. Dabei weist er auch auf Hürden für die Nutzung von Agri-PV in Deutschland hin. So erhalten Agri-PV-Anlagen aktuell in den meisten Fällen keine kostendeckende Einspeisevergütung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die landwirtschaftliche Nutzung fällt aus der EU-Agrarförderung. Auch wird die flächenneutrale Agriphotovoltaik im Baugesetzbuch nicht privilegiert. All dies hemmt die Nutzung der Technologie. Um die Hemmnisse zu beseitigen, schlagen die Autoren des Leitfadens Änderungen vor, die die Agri-PV besser in den ordnungspolitischen Rahmen einbetten sollen.

Die Autoren des Leitfadens kommen von den Forschungsinstituten Fraunhofer ISE und Karlsruher Institut für Technologie KIT, der Universität Hohenheim, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie dem Unternehmen BayWa r.e. und der Kanzlei Becker Büttner Held Rechtsanwälte (BBH). Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner schrieben das Vorwort und würdigen darin die Agri-PV als ein wichtiges Instrument, um die energie- und klimapolitischen Ziele – denen auch die Landwirtschaft verpflichtet ist – zu erreichen.

Sie können den Leitfaden hier abrufen.

Termine zu Webinaren, Tagungen und Messen zu erneuerbaren Energien finden Sie übrigens unter www.topagrar.com/messen-und-termine/

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