Erneuerbare Energien

Pilotprojekt: Gewächshaus mit Photovoltaikanlage

Eine Demonstrationsanlage der Deutsche Energie-Agentur sowie der beiden deutschen Unternehmen Bioltec Systems GmbH und Sunfarming GmbH soll zeigen, wie Lebensmittelanbau, Energieerzeugung und Mobilität effizient und nachhaltig zusammenwirken können.

Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) hat in ihrem Renewable-Energy-Solutions-Programm (Dena-RES-Programm) ein außergewöhnliches Pilotprojekt eröffnet: In Zusammenarbeit mit den beiden deutschen Unternehmen Bioltec Systems GmbH und Sunfarming GmbH entstand ein Ausbildungs- und Demonstrationszentrum für erneuerbare Energien, energetische Nutzung von Reststoffen und nachhaltige Mobilität in der Karibik verbunden mit einer intelligenten Steuerung des Gesamtsystems.

Als Hybrid-Zentrum vereint die richtungsweisende Anlage mehrere Technologien: Eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage versorgt eine Schule, auf deren Gelände das Projekt verwirklicht wurde, mit Strom und Wärme. Die Besonderheit dieser Anlage ist, dass sie mit Biodiesel betrieben wird. Dieser Kraftstoff lässt sich zum Beispiel aus Alt-Speiseöl herstellen, das es auf der Insel gibt. Zusätzlich werden mit diesem Biodiesel eigens umgerüstete Fahrzeuge betrieben, die bei der Abfallwirtschaft der Bahamas im Einsatz sind.

Strom für Bewässerung und Fahrzeuge

Außerdem wurde ein Gewächshaus mit einer Photovoltaik-Anlage errichtet. Einerseits wachsen darin Nahrungsmittel, andererseits produziert das Gewächshaus nicht nur den für die eigene Tröpfchenbewässerung benötigten Strom, sondern kann zudem in das Hausnetz bzw. in das Batteriesystem für eine Notstromversorgung einspeisen. Das Batteriesystem dient gleichzeitig als Ladestation für E-Bikes und E-Motorräder. Eine intelligente Steuerung sorgt dafür, dass ein solches System auch in netzfernen Regionen funktionieren kann.

Die Referenzanlage wird insgesamt jährlich etwa 50.000 Kilowattstunden Strom und 80.000 Kilowattstunden Wärme aus erneuerbaren Energien produzieren und somit 40 t Kohlendioxidausstoß vermeiden. Sie zeigt, wie Lebensmittelanbau, Energieerzeugung und Mobilität effizient und nachhaltig zusammenwirken können und dient bereits jetzt als Anschauungsobjekt für den Unterricht im Fach Umweltmanagement.

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