Energiewende

Weniger Leitungen und Windräder – passt das zusammen? Premium

Der Bund will den Ausbau der Windenergie im Norden deckeln und gleichzeitig weniger Stromleitungen bauen. Die Branche ist bestürzt über das Chaos.

Gerade noch hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ein Krisengespräch aufgrund der desaströsen Zubauzahlen bei der Windenergie angekündigt, da fällt er der Branche schon wieder in den Rücken: Mit der Novelle der Verordnung zu den Netzausbaugebieten will das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) künftig ganz Niedersachsen einbeziehen und in dieser Region den Zubau neuer Windräder auf 786 MW begrenzen. Bislang dürften 902 MW jährlich neu errichtet werden. Zwar wäre die Branche angesichts von bundesweit knapp 200 MW Zubau im ersten Halbjahr froh, wenn überhaupt 786 MW installiert würden.

Falsche Signale

Dennoch sendet der Plan das falsche Signal, kritisiert Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD): „Es ist das Gegenteil dessen, was wir brauchen. Die Pläne sind eine handfeste Anleitung, die Klimaziele von 2030 zu reißen“ , zitiert ihn die Nordwestzeitung. Lies warf Altmaier in dem Artikel schweres Versagen vor. „Wir rennen sehenden Auges vor die Wand. Altmaier handelt unverantwortlich“, schreibt das Blatt. Zuvor habe bereits Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) die Pläne als „falsches Signal zur falschen Zeit“...

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