Netzausbau

Netzausbaubeschleunigungsgesetz: Nur wenig Verbesserungen für erneuerbare Energien Premium

Neben Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzausbaus sieht das am 5. April verabschiedete Gesetz auch Korrekturen am Energiesammelgesetz von 2018 vor. Die Regelungen zu Power-to-Gas kritisieren Branchenvertreter als unzureichend.

Das Gesetz zur Beschleunigung des Energieleitungsausbaus (NABEG) sieht aus Sicht des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) zahlreiche Prozessverbesserungen und -beschleunigungen im Bereich des Netzausbaus für die Energiewende vor. „Es wird die Planung und Realisierung von Netzausbauvorhaben tatsächlich beschleunigen“, kommentiert Präsidentin Dr. Simone Peter, das NABEG, das am Freitag (05. April 2019) vom Bundestag verabschiedet wurde.

Was der BEE positiv sieht:

  • Einzelne Verfahrensschritte im Planungs- und Planfeststellungsprozess können nach dem NABEG zeitlich überlappend durchgeführt werden, wobei die Beteiligung von Anwohnern weiterhin gesichert bleibe.
  • Mit vereinfachten und beschleunigten Verfahren können sowohl notwendige Netzausbauvorhaben als auch die verbesserte Nutzung von Bestandstrassen zügiger auf den Weg gebracht werden. Das erhöhe die Transportkapazität im Netz.
  • Netzbetreibern können nun besser als bisher vorausschauend planen.
  • Sehr zu begrüßen sei auch die Möglichkeit, bei Netzausbauvorhaben zusätzliche Leerrohre für die Zukunft vorzusehen, ergänzt Peter. Dadurch könne das Netz zukünftig schnell und kosteneffizient an einen wachsenden Transportbedarf angepasst werden.
  • Auch die Offshore-Anbindungsleitungen für die Erschließung von Testfeldern für Windenergie auf See, die in den Netzentwicklungsplan aufgenommen werden sollen, sei sinnvoll.

Korrektur am Energiesammelgesetz

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Artikel geschrieben von

Hinrich Neumann

Redakteur Energie

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