Haltungsform-Kennzeichnung: Stufe 2 für deutsches Hähnchen- und Putenfleisch

Hähnchen- und Putenfleisch ist im Frischesegment ausschließlich mit den Haltungskennzeichnungsstufen 2, 3 und 4 erhältlich, bei Frostware gilt dies für unbehandeltes Geflügelfleisch.

Am Freitag haben die in der Initiative Tierwohl (ITW) engagierten Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) eine einheitliche Haltungsform-Kennzeichnung für Fleisch vorgestellt.

Für das im deutschen Lebensmitteleinzelhandel erhältliche Hähnchen- und Putenfleisch bedeutet diese neue Kennzeichnung, dass im Frischesegment ausschließlich Geflügelfleisch der Stufen 2, 3 und 4 angeboten wird, bei Frostware gilt dies für unbehandeltes Geflügelfleisch, informiert der Geflügelhalterverband ZDG.

Bereits im vergangenen Jahr hätten die deutschen Erzeuger von Hähnchen- und Putenfleisch das entsprechende LEH-Sortiment komplett auf die Kriterien der Initiative Tierwohl umgestellt, was der neuen Haltungsform-Kennzeichnung 2 entspricht. „Damit erkennt künftig jeder LEH-Kunde auf einen Blick: Deutsches Hähnchen- und Putenfleisch wird nach Tierwohl-Kriterien erzeugt, die über den gesetzlichen Standards liegen“, hebt ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke hervor. „Damit erreichen wir eine echte Breitenwirkung für mehr Tierwohl – und zugleich bleibt das nach höheren Tierwohl-Anforderungen erzeugte Geflügelfleisch für alle Verbraucher erschwinglich.“

Mehr Transparenz auch in der Gastronomie

Während der LEH mit der neuen Haltungsform-Kennzeichnung einen weiteren wichtigen Schritt hin zu mehr Transparenz geht, lässt das Großverbrauchersegment eine entsprechend verbraucherfreundliche Regelung weiterhin vermissen. „Hier gibt es erheblichen Nachholbedarf!“, betont ZDG-Präsident Ripke mit Blick auf den Marktanteil von weit über 50 Prozent, den Restaurants, Kantinen und weitere Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung bei Geflügelfleisch haben. Ripke erneuert die verbraucherrelevante Forderung der Geflügelwirtschaft: „Ein erster Schritt hin zu mehr Transparenz in der Gastronomie muss die lange überfällige Herkunftskennzeichnung sein.“

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Politik

Was spricht eigentlich jetzt noch gegen eine gesetzliche Regelung, dass jeder Verkäufer sein Fleisch nach dem angegebenen Standard auszeichnen muss? Die Abstimmung der Käufer mit den Füssen ist viel mehr wert, als jede Umfrage.

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