Vorgestellt

Im Porträt: Moderatorin Lola Weippert

Vom Bauernhof ins Fernsehen: Lola Weippert kommt vom Land. Erst saß sie als Radiomoderatorin vorm Mikro, jetzt steht sie für RTL vor der Kamera.

Neulich bei Instagram: Links ein Schwarz-Weiß-Foto am Strand. Die Haare offen, dazu nur die Bikinihose. Daneben stehen ihre Infos: „426 000 Abonnenten“, „Moderatorin“, „Person des öffentlichen Lebens“ – und „ein Kind vom Bauernhof“.

„Eine echte Überraschung, oder? Wenn man meine Posts sieht, erwartet man das vielleicht nicht. Aber: Ich bin unheimlich stolz auf meine Herkunft!“, sagt Lola Weippert in die Kamera ihres Laptops und strahlt. Ein Bein hat sie angezogen, den Arm drumherum geschlungen. Hinter ihrem Stuhl ragt eine petrolfarbene Wand auf, daran Regale und Fotos. Gemütlich, ihr Wohnzimmer in Berlin, ihre Anlaufstelle zwischen all den Terminen fürs Showbusiness.

Aufgewachsen ist Lola Weippert nahe Rottweil, Baden-Württemberg, mit ihrer Schwester sowie Ziegen, Schafen, Hühnern, Hunden und Katzen. „Eine schönere Kindheit kann man nicht haben“, findet die 25-Jährige. Den Hof hat ihre Familie nicht bewirtschaftet, sondern nur als Wohnort genutzt; frische Milch kam vom Betrieb nebenan. Auch heute findet man im Kühlschrank der Städterin vor allem regionale Lebensmittel.

Vom Leben auf dem Bauernhof in die schillernde Medienwelt – wie ist das abgelaufen? „So genau kann ich das auch nicht sagen. Ich denke, es war eine Mischung aus Glück und den richtigen Personen, die im Hintergrund an mich geglaubt haben“, meint Lola Weippert. Nach dem Abi mit 17 absolvierte sie zunächst ein Praktikum, später ein Volontariat beim Radio. Vier Jahre lang führte sie durch ihre eigene Morning­show bei bigFM. „Weil ich schon immer vor der Kamera stehen wollte, habe ich irgendwann gekündigt. Ich hatte zwar kein konkretes Angebot, aber hey, den Mutigen gehört die Welt“, sagt sie selbstsicher. Jetzt moderiert die junge Frau bei RTL „Das Supertalent“ und andere, online abrufbare Sendungen – und ist vor jedem ihrer Auftritte „brutal aufgeregt“. Immer unter den Fernsehzuschauern: ihre Familie und Freunde, ihre größten Kritiker.

Neuestes Projekt: LolaLand

„In der Natur, bei den Kühen, bekomme ich den Kopf am besten frei“, sagt Lola Weippert. Ein Grund, weshalb sie sich vor Kurzem einen 4 000 m² großen Vierseithof im Spreewald gekauft hat. Hier will die Influencerin einen Rückzugsort schaffen. Einen, der auch an­deren guttut. Im „Lolaland“ sollen Fe­rienwohnungen entstehen, außerdem Yoga-Kurse, Holzhau-Work­shops und Freiluft-Konzerte stattfinden.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. „Der Hof ist so baufällig, dass ich wohl erst in einem Jahr dort übernachten kann“, vermutet die Moderatorin. Hilfe bekommt sie von ihrem Vater. Er übernimmt auch die Bauaufsicht.

Was Lola Weippert sich darüber hi­naus für die nächsten Jahre vorgenommen hat, verrät sie nicht: „Ich möchte die Dinge auf mich zukommen lassen, offen und positiv durchs Leben gehen.“

Mit Witz und Herz: Eleonore Lola Naomi Weippert (25) ist Moderatorin. Sie unterstützt die Trinkwasser-Organisation „Viva con agua“, ebenso „Weisser Ring“ für Opfer von Verbrechen. Vom Hofleben hat sie „Bodenhaftung, die Liebe zur Natur und Dankbarkeit“ mitgenommen.


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