Prallteller ade? Plus

Der Prallteller ist günstig und auf fast jedem Hof vorhanden. Deswegen möchten ihn viele Grünlandbetriebe noch bis 2025 weiter nutzen. Doch die Umstellung auf neue Technik könnte schon jetzt lohnen.

Milcherzeuger Lechbichler steht vor seinem Güllefass und überlegt. Wie viele seiner Kollegen würde er die bewährte Technik gerne so lange wie möglich behalten.

Doch das Landwirtschaftsamt hat bei einer Veranstaltung zur neuen Düngeverordnung Druck auf die Bauern gemacht. Sie sollen schon jetzt in neue Verteilertechnik investieren. Nur so lasse sich der Stickstoff (N) ohne zu große Verluste in den Boden bringen, so eine der Aussagen.

Lechbichler (Name geändert) fürchtet um seine Flexibilität. Er bewirtschaftet 20 ha Grünland und hält 30 melkende Kühe. Die neue Technik kann er sich nur gemeinsam mit anderen Landwirten leisten – oder er setzt gleich auf Maschinenring oder Lohnunternehmer. Dabei ist sein Prallverteiler bis 2025 erlaubt. Er war davon ausgegangen, ihn bis dahin nutzen zu können.

So wie Lechbichler geht es vielen Tierhaltern im Grünlandgürtel nördlich der Alpen. Sie müssen sich entscheiden, ob sie bis 2025 beim Prallteller bleiben oder schon jetzt in neue Technik investieren. Für viele ist das nur im Rahmen einer Maschinengemeinschaft zu stemmen. Dass sich der Schritt dennoch lohnen könnte, zeigt ein Blick auf Lechbichlers Nährstoffbilanz.

Denn bei der Berechnung wird Lechbichler klar: Eine effiziente Technik entlastet auf dem Papier seine Nährstoffbilanz – und spart in der Praxis viel Mineraldünger.

Nährstoffbilanz schafft Klarheit.

Die Nährstoffbilanz ist eine von zwei Rechnungen, die Lechbichler künftig dem Amt vorlegen muss: Vor der Düngung muss er zunächst den Düngebedarf errechnen. Dieser basiert auf dem Ertrag und Proteingehalt seines Grünlandes sowie der N-Nachlieferung aus dem Boden. Diese Düngebedarfsermittlung entscheidet, wie viel Lechbichler düngen darf. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft wird...

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