Strom: Hochspannung beim Erdkabelbau

Der Nordlink ist im Bau, die gleiche Technik ist für den Südlink im Gespräch. Was passiert auf einer Baustelle für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ)? Was bewegt die Landwirte?

An diesem Tag verläuft für den Netzbetreiber tennet alles ganz nach Plan: Bei strahlendem Sonnenschein gleiten 1200 m armdickes Gleichstromkabel von der 60t-Kabeltrommel scheinbar mühelos in den vorbereiteten Kabelgraben. Wieder ist der Nordlink, der hier im Westen Schleswig-Holsteins gerade gebaut wird, ein gutes Stück vorangekommen.

Was bei tennet Feierlaune auslöst, ist für die betroffenen Landwirte jedoch schwer erträglich. Denn ob sich der teilweise sehr schwere Boden langfristig regeneriert, kann niemand vorhersagen.

Immerhin leuchtet die Idee des Nordlinks ein: Das Kabel verbindet Norwegens Wasserkraftwerke mit Schleswig-Holsteins Windkraftanlagen und wirkt so wie eine Art Stromspeicher. Bei Wind in Deutschland regelt Norwegen die Wasserkraft runter, bei Flaute wieder hoch. Der 623 km lange Nordlink hat eine Kapazität von 1400 MW. Er verläuft überwiegend durch die Nordsee, die letzten 54 km vom Deich in Büsum bis Wilster kurz vor Hamburg baut tennet als HGÜ-Erdkabel.

20 meter breite Baustelle

Verlegt werden zwei 525 kV-Kabel in einem Kabelgraben. Der Arbeitsstreifen für die offene Wanderbaustelle ist 20 m breit. Der Kabelgraben misst an der oberen Öffnung etwa 2,6 bis 4 m, auf der Sohle rund 70 cm...


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