Getreide und Milch

AfD beklagt mangelhafte Lebensmittelversorgung im Krisenfall

Die AfD beklagt, dass die Bundesreserve Getreide und die zivilen Notfallreserve in den vergangenen Jahrzehnten teils deutlich reduziert wurden, während die Bevölkerungszahl gestiegen ist.

Nach Einschätzung der AfD-Bundestagsfraktion kann im Krisenfall die Vollversorgung der rund 82 Mio. Menschen in Deutschland nicht über einen längeren Zeitraum sichergestellt werden. Dies machten bereits die derzeit vorgehaltenen Mengen in der Bundesreserve Getreide sowie der zivilen Notfallreserve deutlich, kritisiert die Partei in einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung.

Wie aus diesem Schreiben weiter hervorgeht, wurden die hierzulande gehaltenen EG- beziehungsweise EU-Interventionsbestände sowie die Bestände der Bundesreserve Getreide und der zivilen Notfallreserve in den vergangenen Jahrzehnten teils deutlich reduziert, während die Bevölkerungszahl deutlich gestiegen sei.

Diese Getreidemengen stehen zur Verfügung

Die Bundesreserve Getreide habe zum 31. Dezember 2021 bei 705.000 t gelegen, davon 582.000 t Weichweizen, 67.000 t Roggen und 56.000 t Hafer. Gegenüber 1978 entspreche dies einem Abbau um 1,14 Mio t Getreide oder 62 %. Früher noch gehaltene Güter wie Hartweizen, Hafer und Mais fehlten heute sogar gänzlich.

Indes habe beispielsweise der Selbstversorgungsgrad bei Hartweizen zuletzt nur noch 15 % betragen. Derweil habe die zivile Notfallreserve zum 31. Dezember 2021 aus insgesamt 126.000 t Reis und Hülsenfrüchten bestanden, darunter 52.000 t Langkornreis, 31.000 t Mittelkornreis, 24.000 t Erbsen und 18.000 t Linsen. In den Lagern der Molkereien hätten zudem 5.000 t Kondensmilch gelegen. Damit stünden jedem der 82,3 Mio. Bundesbürger nur etwa 60 g Kondensmilch zur Verfügung, rechnet die AfD vor.

Nach Angaben der Bundesregierung reichten die unterschiedlichen Bestände aber je nach Produkt und Zahl der Personen aus, um diese für einige Tage bis hin zu mehrere Wochen zu versorgen.

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