Bauernprotest

Agrargipfel: Verbände wollen Gestaltungsspielraum beim Insektenschutz nutzen Premium

Der Agrargipfel am Montag im Kanzleramt hat gezeigt, dass beim Insektenschutz noch Gestaltungsmöglichkeiten für Landwirte vorhanden sind. Kaum Spielraum gibt es mehr bei der Düngeverordnung.

Der Agrargipfel am Montag im Kanzleramt wird von den nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsverbänden positiv bewertet. Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Johannes Röring, nannte das Gespräch einen „erfolgreichen Start für einen neuen Dialog über strittige Gesetzesvorhaben zur Landwirtschaft.“ Zwar musste auch Röring einräumen, dass spätestens nach dem Treffen klar sei, dass bei der Düngeverordnung nicht mehr viel Gestaltungsspielraum bleibe. „Hier gilt es vor allem, auf der Basis eindeutiger Daten eine stärkere Binnendifferenzierung bei den nitratbelasteten Grundwasserkörpern zu erreichen“, sagte Röring. Anders sieht es laut Röring jedoch beim Insektenschutz aus. „Jetzt kommt es darauf an, vor allem das vom...

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Diskussionen zum Artikel

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von Wolfgang Rühmkorf

Bei all der Enttäuschung sollte man nicht vergessen, dass große Teile der durch NGO Hirnwäsche fehlgeleiteten Mitbürger das anders sehen als wir. Politik muß auch das berücksichtigen. Wir haben es geschafft Aufmerksamkeit zu bekommen. Nun zählen wieder gute Argumente und Information unserer Mitbürger. Nur dann wird die Politik konziliant sein können. Ich denke alle haben gemerkt, dass die Landwirtschaft sich nicht mehr “verladen” lassen wird.

von Wilhelm Grimm

Gestaltungsspielraum ist alles dummes Zeug.

Wenn, dann hätte man gleich sagen können, wann und wie. Die Fakten liegen lange genug auf dem Tisch. Hier wird mit Bauern gespielt. Und die freuen sich über "Gestaltungsspielräume", das kotzt mich an.

von Albert Maier

Was im Nachgang deutlich wird...

... ist das Versagen der großen "Altverbände" DBV, DLG und DRV. Um alles hinzunehmen sind die Bauern nicht auf die Strasse gegangen!! Um alles hinzunehmen braucht man auch keinen DBV. Was jetzt kommen muss ist eine Klage gegen die Instanz, welche vorsätzlich falsche Nitrarwerte nach Brüssel geliefert hat!!! Die Düngeverordnung ist noch nicht gegessen!!

von Harald Finzel

Natürlich gäbe es noch viel Gestaltungsspielraum bei der Düngeverordnung!

Weder hat die EU festgelegt, dass es bei diesem absurden Messstellen-Netz bleiben muss, noch hat die EU festgelegt, dass die Ausweisung Roter Gebiete so erfolgen muss wie dies geschehen ist. Die zögerlichen Aktivitäten, die so langsam in einzelnen Bundesländern anlaufen, zeigen ja, dass es noch reichlich Gestaltungsspielraum gibt. Aufgabe der Bauernverbände wäre es, diese Aktivitäten kritisch zu begleiten und zu beschleunigen, indem sie mit geeigneten Maßnahmen Druck ausübt. Einzig, mir fehlt der Glaube, dass die Verbände dazu fähig sind...

von Wilhelm Grimm

Das verstehe wer will und kann.

Nein, sagt die Kanzlerin ! Und die Herren der Beliebigkeit Conzen, Röhring und Paetow sehen in einer Fata Morgana einen Lichtblick.

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