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Agravis Finanzvorstand: "Im Verbund in die Zukunft"

Am Jahresende geht mit dem Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff ein Agravis-Urgestein in den Ruhestand. Er hat bewegende Zeiten erlebt, sieht das Unternehmen für die Zukunft aber gut aufgestellt.

Schon jetzt verkauft Agravis weniger Mischfutter, Dünger sowie Pflanzenschutzmittel und dieser Rückgang wird sich fortsetzen, sagt Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff im Interview mit dem Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben. Perspektivisch müsse man vermutlich auch Überkapazitäten abbauen.

Wochenblatt: Herr Schulte-Althoff, seit der Fusion der Raiffeisen Central-Genossenschaft Nordwest und der Raiffeisen Hauptgenossenschaft Nord zu Agravis im Jahr 2004 hat sich der Umsatz auf heute 6,5 Mrd. € verdoppelt. Was waren die wesentlichen Umsatztreiber?

Johannes Schulte-Althoff: Es waren mehrere: Zum einen haben wir das Geschäft mit den Genossenschaften in den Sektoren Pflanze sowie Tiere stetig ausgeweitet. Und wir haben sie auch an unseren Mischfutterwerken beteiligt, was letztlich die Produktions- und Absatzmengen gesteigert hat und dauerhaft sichert. Zum anderen haben wir als neues Produkt die Dienstleitung bzw. Beratung für Landwirte eingeführt.

In der Landtechnik konzentrieren wir uns auf die drei Kernmarken Fendt, Claas sowie New Holland, das hat uns zu einer starken Marktstellung verholfen. Eine richtige strategische Entscheidung war zudem, dass wir die Raiffeisen-Märkte in den Fokus genommen haben und heute mit rund 400 Märkten im Terres-Kooperationsmodell gut in der Fläche aufgestellt sind.

Und nicht zuletzt sind wir durch Akquisitionen gewachsen. Daneben waren mir aber auch immer die Mitarbeiter und eine funktionierende Unternehmenskultur wichtig, die wir unter dem neuen Agravis-Dach entwickeln durften.

Regionale und spartenspezifische Unterschiede im Wachstum

Gibt es regionale Unterschiede beim Wachstum?

Johannes Schulte-Althoff: In Ostdeutschland sind wir stärker gewachsen, vor allem durch Übernahmen. Dort erzielen wir mehr als 1 Mrd. € Umsatz. Ansonsten verteilt sich das Wachstum relativ gleich auf die genossenschaftlichen Regionen Hannover, Emsland/Oldenburg sowie Westfalen. Ein Beleg, dass die Fusionen richtig waren. Und ein Zeichen, dass wir als Vorstand gut zusammenarbeiten und als Team agieren – in der Vergangenheit und jetzt.

Welche Sparten haben enttäuscht?

Johannes Schulte-Althoff: Keine, weil alle zugelegt haben. Bei Energie haben wir keine Sprünge gemacht, sind aber grundsolide aufgestellt. Hier konkurrieren wir allerdings auch mit großen Konzernen wir Aral oder BP. Wir schaffen es aber, Alternativen wie Holzpellets auf den Markt zu bringen und gleichen damit Rückgänge beispielsweise bei Heizöl aus.

Zur Person
Johannes Schulte-Althoff ist am 11. Juni 1957 geboren, verheiratet und hat vier Kinder. Er ist auf einem Hof aufgewachsen, den heute sein...

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