Bayerische Zuckerrübenbauern in Sorge vor Preisverfall

Die Zuckerrübenbauern in Bayern erwarten dieses Jahr ein gutes Ernteergebnis, sind aber besorgt über einen möglichen Preisverfall. Seit dem Fall der Zuckerrübenquote zum 1. Oktober dieses Jahres konkurrieren Landwirte und Zuckerfabriken mit dem Weltmarkt.

Die Zuckerrübenbauern in Bayern erwarten dieses Jahr ein gutes Ernteergebnis, sind aber besorgt über einen möglichen Preisverfall. Seit dem Fall der Zuckerrübenquote zum 1. Oktober dieses Jahres konkurrieren Landwirte und Zuckerfabriken mit dem Weltmarkt.

Noch bis Mitte November werden die Rüben aus den Äckern geholt, berichtet B5 Bayern. Gut 90 Tonnen pro Hektar könnten es in diesem Jahr durchschnittlich sein, prognostiziert Rudolf Apfelbeck vom Verband bayerischer Zuckerrübenanbauer. Dass der in der EU bisher streng reglementierte Zuckermarkt geöffnet wurde, sieht Apfelbeck kritisch. Auch der Bayerische Bauernverband fürchtet sinkende Preise. Lag der Preis für eine Tonne Zucker zuletzt bei 500 Euro, könnte er laut Bauernverband für die aktuelle Ernte auf 300 Euro sinken.

Auch weiten viele Landwirte ihre Anbauflächen aus. Die Firma Südzucker hat in ihren drei bayerischen Werken im unterfränkischen Ochsenfurt, in Plattling bei Deggendorf sowie im schwäbischen Rain am Lech ihre Verarbeitungszeit von bisher 100 Tagen im Jahr auf mehr als 120 Tage erhöht, so ein Unternehmenssprecher. Laut Südzucker steigt weltweit die Nachfrage an Zucker. Dies liege unter anderem am Bevölkerungswachstum.

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