CDU

Breher: Der Union laufen die Bauern davon

Die CDU sieht sich offenbar einer Welle von Parteiaustritten gegenüber. Silvia Breher spricht dies offen an und bedauert, dass vor allem junge Landwirte die Partei verlassen.

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher hat die Union aufgerufen, den Landwirten wieder eine Zukunftsperspektive zu bieten. Denn der Union würden die Bauern davon laufen. Das sagte die Politikerin der dpa.

Es gebe Kündigungen von Landwirten und großes Unverständnis. Besonders junge Landwirte würden aus der Partei austreten, sagte Breher. Ihrer Erfahrung nach seien die Junglandwirte deutlich und ganz klar unterwegs: Es gehe ihnen um ihre Zukunft. Und die würden sie zurzeit nicht sehen, warnte Breher.

Als Ursache sieht sie die Zwänge der Koalition in Berlin. Die Union regiere schlichtweg nicht alleine. Und auch innerhalb der Union gibt es laut Breher unterschiedliche Schwerpunkte. Es gebe einfach auch bei CDU und CSU nicht mehr hunderte Abgeordnete auf allen politischen Ebenen, die ausschließlich einen landwirtschaftlichen Hintergrund haben.

Die Abgeordnete mit dem Wahlkreis Cloppenburg-Vechta verdeutlichte gegenüber der dpa, dass sich die Landwirtschaft jeden Tag verändert und positiv weiterentwickelt. „Nur, das kriegen sie nicht mehr verkauft." Sie habe den Eindruck, dass die Menschen gar keine Chance mehr hätten, das mitzubekommen, weil Landwirtschaft in der Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen werde - "und wenn, dann ist das oft tendenziell"".

Man könne aber dem Verbraucher keinen Vorwurf machen, wenn er auf Lockangebote wie "Unser Fleisch ist super günstig, und außerdem kümmern wir uns ums Tierwohl" reagiert und günstig einkaufe. "Nur, der Landwirt kann weder damit noch davon leben", sagte Breher, die Mitglied im Landwirtschaftsausschuss im Bundestag ist.

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Wie man in den Wald hineinruft -

so schallt es heraus. Die Union hat zur Genüge den Bauern gezeigt - und zeigt es noch immer - das sie die Bauern nicht mehr braucht, brauchen will. Jetzt kommt halt die Quittung. Dumm nur, daß nicht nur die Bauern der Union den Rücken kehren sondern viele andere auch. Wie war das mit einer der letzten Meldungen? Die Spenden gehen zurück!!! Da ist dann anscheinend doch wieder ein jeder Mitgliedsbeitrag gefragt und gern gesehen. Dumm nur, daß die Bauern ihr Geld für wichtigere Sachen brauchen, als für so unnötige Mitgliedsbeiträge an eine Partei die deren Interessen nicht mehr vertritt, wenn nicht sogar mit Füßen darauf rumtrampelt.

von Erhard Kunz

Na hoffentlich

sonst merkt bei denen keiner, was sie gerade bei den Landwirten anrichten.

von Klaus Jensen

Lügen haben kurze Beine....

MfG Jens Martin Jensen

von Karlheinz Gruber

Die Frage ist wohl eher

wer ist wem davon gelaufen. Ich sage, die Politik den Bauern. Denn die Politik ist nicht (mehr) verläßlich und hat uns mehrfach verraten. Wer hat denn das Mercusoabkommen durchgezogen, auf wessen Rücken? Wer hat bisher keinen Riegel gegen die Tierschutzterroristen gemacht usw.? Wie viel Rückgrat habt ihr schwarzen eigentlich noch, wenn ihr mit uns diskutiert? Wenn ich jetzt Klöckner höre, so kommen wieder nur Vorwürfe, keine Ergebnisse. Wer hat uns denn die letzten 30 Jahre so beraten lassen von den Beamten. Wer wurde gefördert, wer sanktioniert? Die Politik ist den Weg der Heuchlerei gegangen. Den Weg des leichten Widerstandes, des Mainstreams, der schnellen Stimme. Nur für eure eigenen Hosentaschen. Eine reine Freundalwirtschaft mit den Konzernen und Parteien. Und dann fragt ihr euch, warum euer letztes treues Kapital geht. Nur die dummen Schafe bleiben bei Ihrem Henker. Deswegen bin ich für ca. 16 Jahren schon ausgetreten. Weil ich eure Verlogenheit nicht mehr mit meinem Beitrag finanzieren wollte, und eure Politischen Phrasen und Eigenlubhudelleien auf den Veranstaltungen mir den Mageninhalt nach oben katapultiert haben. Und bei einer Demo am Aschermittwoch in Passau, als ich dort Protestiert habe vor ca. 17 Jahren, mit dem Slogan: Stoiber und Co. Grüne Wölfe im Schwarzen Pelz, habt ich mich als (Noch)Mitglied aus dem Saal geworfen. Soviel zur Meinungsfreiheit und Interesse an der Landwirtschaft. Noch Fragen liebe Schwarzen? Nehmt eure schwarzen Koffer und geht dahin wo der Pfeffer wächst, Von daher kommt nämlich auch in Zukunft das Essen. Uns schafft ihr ja ab. Zumindest die kleinen Familienbetriebe. Die Konzerne fördert ihr ja immens. Seht euch doch eure Förderprogramme an. Oder seid ihr Blind...

von Robert Sigmund-Wild

Die Schwarzen?

zu spät meine Damen und Herren, ich brauche euch schon lange nicht mehr!

von Bernhard ter Veen

Die CDU/CSU

sollte man lieber den Staatsdienern Beamten Richtern vor allem den Abgeordenten die Bezüge kürzen und die Pensionen... dann haben diese Leute etwas worüber sie sich aufregen können und müssen nicht andauernd über uns Bauern hersitzen... dann kann auch mal wieder Politik auf anderen Feldern gemacht werden... Rentensystem- Harz 4 - Mindestlohn - Gesetzliches Versicherungssystem - Finaztransaktionssteuer - ... und alles was es noch gibt. Die haben einfach nicht genug zu tun in Berlin. darum kriegen wir Bauern dauernd unser Fett weg.

von Markus Steverding

Liebe CDU

ich bin auch gerade raus gegangen! Als Landwirte sind wir in den letzten paar Jahren mehrmals von der CDU mit geopfert worden! Sorry aber ich sage dazu nur selber Schuld!!

von Hans Spießl

das auch zu Recht

außer Auflagen mehr Bürokratie auf der anderen Seite Märkte kaputtmachen sieh doch nur Sanktionen gegen Russland. Nur nebenbei die Russen geben keinen cm der Krim her..... oder jetzt jüngst die Kanzlerin nach Jahren wieder in Moskau wo sie nur noch verlacht wurde.... unter anderem auch von Putin selber nur meine Meinung. Aber daheim kann sie noch stark sein auch wenn die absolut unnötige EU dahinter stehen muß

von Ahrend Höper

"...der Union würden "die Bauern" davon laufen"

sagt Frau Breher, die neue CDU-Vizevorsitzende. Das hat Sie sehr richtig erkannt. Denn wie lange wollen sich "die Bauern" von einer Kanzlerin, für die Diplomatie ein Fremdwort ist und welche absolut die unfähigste Kandidatin in der Geschichte der BRD für diesen Job ist, noch schikanieren lassen? Sie fährt doch mit Hilfe ihrer NGO und Grünen Freunde die heimische Landwirtschaft mit Vorsatz "gegen die Wand"! Sie hat auch nicht eingegriffen als ihre spezielle Freundin ex BUM Hendricks "die Bauern" mit ihren komischen Plakaten lächerlich machte. Somit hat auch Sie es zu verantworten, dass z.B. die Kinder von Bauern in der Schule von der Bevölkerung übelst gemobt werden. Man kann nur jedem Bauern raten sein "CDU Parteibuch" direkt und sofort nach Berlin ins Kanzleramt zu senden!

von Alfons Hümmer

Schön, dass Frau Breher aufgewacht ist und feststellt, dass die treuesten Stammwähler der CDU und CSU beiden Parteien davon laufen. Allerdings verkennt sie die Ursache dieser Entwicklung. Meines Erachtens sind es die Landwirte leid, für die derzeitigen Umweltprobleme als alleinigen Schuldigen angeklagt und in Haftung genommen zu werden. Die an die EU gemeldeten Nitratbelastungen spiegeln auf keinen Fall die tatsächliche N-Belastung des deutschen Trinkwasser wider, denn sonst hätte man die Untersuchungsergebnisse aller Wasserversorger in Deutschland gemeldet. Gemeldet wurden aber nur irgendwelche Messergebnisse von obskuren Messstellen, deren Lage man auch nicht veröffentlichen möchte. Das Image-Problem der CDU und der CSU bei den Landwirten ist nicht in den Koalitionszwängen begründet, sondern in der verlogenen Art und Weise, wie beide Parteien mit ihren bisherigen Stammwählern umgehen.

von Rudolf Rößle

Schwarz- Rot

wird bei der nächsten Wahl Geschichte sein, sollte sich weltpolitisch nicht eine Feuersbrunst öffnen. Was kommt danach ? Darüber sollten sich die jetzigen Parteien schon Gedanken machen, da es mehr als zwei Parteien sein werden. Oder doch Schwarz -Grün?

von Gernot Engelmann

Die Geschichte wiederholt sich

Immer und immer wieder! (...) 1933 trugen die anderen politischen Parteien eine Mitschuld. Ganz klar, auch jetzt sorgen die Parteien wie SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen mit ihrer überzogenen Umweltpolitik und ihrem EU Bürokratismus dafür, dass die AFD gestärkt wird – der Wähler wird es am Ende bezahlen müssen.

von Norbert Scheppach

Es fehlt eine Perspektive

allenthalben, egal wohin man schaut, ist kein vernünftiges Konzept für die Ernährung der Zukunft in Sicht bzw. wirklich für die Landwirtschaft nachvollziehbar umsetzbar. Leider hilft auch ein "Weiter so" nicht weiter. Die Herausforderungen liegen klar auf dem Tisch. Wenn die Landwirtschaft mit den Antworten allein gelassen wird, werden nur noch große Unternehmen mit viel Geld die Anforderungen erfüllen können. Die heutige Landwirtschaft bleibt auf der Strecke - die jeweils im Jahr genannten Zielgrößen erhöhen sich jährlich um eine Hundertereinheit und wir haben wieder allenthalben Massentierhaltung. Und selbst dieses "Wachsen oder weichen" scheint nicht mehr zu klappen. Antworten auf Umweltschutz (Klimaschutz, Düngeverordnung, Bienenschutz, Insektensterben, usw.), Tierwohl, Betriebswirtschaftliche Auflagen, Arbeitsschutz und Arbeitsrecht, Automatisierung/Robotik, Ländliche Räume, soziale Einbindung, Innenstadt-Anbau,...) - nichts zu finden. Und sorry, liebe Grüne, alles Bio und die Förderung bäuerlicher Landwirtschaft mit Eidiedei ist auch keine zukunftsfähige Antwort, sondern eher Nostalgie.

von Lars Henken

Kernwähler verraten....

Die CDU scheint der SPD zu folgen. Die beiden "großen" Volksparteien sind von ihren jeweiligen Seiten soweit in die Mitte gerutscht, dass sie an den Flügeln Raum für die Linke und die AfD geschaffen haben. Franz Josef Strauß hat mal gesagt: "Rechts von der Union darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben." Davon sind wir heute meilenweit entfernt. Die Kernklientel hat die CDU dabei aber nicht mitgenommen und stellt sich inzwischen gegen ihre treusten Wähler. Genauso fühlt sich die Arbeiterschaft von der SPD vergessen. Wenn die CDU so weiter macht, dann wird sie von den Wahlergebnissen der SPD folgen. Und wenn sich die CDU dann hinstellt und Krokodilstränen weint, weil die "bösen Bauern" plötzlich anfangen AfD zu wählen (die aus meiner Sicht unwählbar ist), dann sollte sich die CDU mal selbst fragen, warum das so ist und nicht die Schuld wo anders suchen.

von Willy Toft

Die Ländliche Bevölkerung, das Rückgrat der CDU, sehen sich Ihrer Politischen Heimat beraubt!

Wer so den Mainstream folgt, wie unsere Politiker, ohne über die Realität nachzudenken, muss sich nicht wundern, wenn die Bauern auf die Straße gehen! Lange genug haben wir uns das mit angesehen, mit DüV, A- Paket und Klima- Steuern bringen uns die Regierungsparteien gerade das wirtschaftliche Aus! Wir haben sie mehr als einmal darauf aufmerksam gemacht, und werden auch nicht müde, es ständig zu wiederholen! Die CDU wäre gut beraten mal wieder auf die Basis zu hören! Man hat das Gefühl, dass in Berlin nur noch eine Parallelwelt besteht, die das Volk nur noch ihren ideologischen Willen aufzwingen wollen!

von Gerd Schuette

Der CDU laufen nicht nur die Landwirte weg, die Wähler ebenso.

von Gerd Oncken

Der Weg

den die CDU gegangen ist, rächt sich nun. Da man auf die Parole von 'wachse oder weiche' gehört hat, erkennt jeder Junglandwirt die Zukunft. Die gibt es aber wohl erst ab 500ha Ackerland oder 500 Kühen. Auch 500 Zuchtsachen als Ziel wurde ja genannt. Wer will das denn schon und vor allem: wer kann das denn? Auch ein Landwirt hat ein Anrecht auf Freizeit und Bezahlung für seine Arbeit anstatt 80 Stunden Woche und Burnout.

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