Borchert-Kommission

Kommt der Umbau der Tierhaltung auf den letzten Drücker?

Im Wahljahr 2021 wird die Zeit für die Umsetzung der Borchert Vorschläge zum Umbau der Tierhaltung knapp. Die Grünen fordern mehr Engagement des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL).

Bei der politischen Umsetzung der Borchert-Vorschläge für den Umbau der Tierhaltung ist es still geworden. Zuletzt hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) die Fraktionen im Bundestag Ende September über die Vorbereitungsmaßnahmen der Bundesregierung informiert.

Entscheidend voran wird es frühestens Anfang Februar 2021 wieder gehen. Dann soll die Machbarkeitsstudie über die verschiedenen Finanzierungsansätze für den Umbauplan vorliegen, bestätigt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), Hans-Joachim Fuchtel in einer Antwort auf eine Frage von Grünen Agrarsprecher Friedrich Ostendorff von Mitte Dezember, die top agrar vorliegt.

Machbarkeitsstudie soll im Februar den Durchbruch bringen

Am 12. Februar 2021 trifft sich auch die Borchert-Kommission, wieder. Diese soll dann genau ein Jahr nach der Vorlage ihrer Vorschläge am 11. Februar 2020, auch über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Finanzierung beraten. Zur Debatte stehen darin als Alternativen der Rückgriff auf allgemeine Steuermittel, die Umwandlung von EU-Agrarzahlungen, die Sonderabgabe Tierwohl und die Verbrauchssteuer auf tierische Produkte.

Auch an den möglichen Förderrichtlinien für eine „Tierwohlprämie“ wird noch gearbeitet. Eine dafür eingerichtete Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll laut der Antwort des Staatssekretärs ihren Bericht darüber zur...


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Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner geht für den Umbau der Tierhaltung auf die Fraktionen im Bundestag zu. Dort will sie ein „breites Bündnis“ schmieden.


Diskussionen zum Artikel

von Christian Bothe

Umbau der Tierhaltung?

Braucht eigentlich kein Landwirt, da er dies seit Jahren tut. Investitionen in die Tierproduktion in Größenordnungen, ITW, Umbau der Legehennenhaltung (Käfighaltung ad acta, kein Schnabelkürzen mehr, veränderte Fütterungsregime mit niedrigeren N-und P- Gehalten im KF von MS ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Foodwatch

hat einen Bericht geschrieben, dass die Bundesregierung es zulässt, dass deutsche Produkte mit tierquälerischen Haltungsstufen von 1 und 2 weiter hergestellt werden dürfen. So viel zu den zukünftig zu erwartenden Medienberichten.

von Wilfried Brade

Danke, Herr Albo

für Ihren wertvollen und richtigen Kommentar

von Hubertus Berges

3,6 Mrd bis 2040?

Um die Situation sachgerecht zu beschreiben bedarf es einer genaueren Kostenkalkulation. Im Sinne aller Tierhalter hoffe ich, dass die oben beschriebenen 3,6 Mrd EUR -IM JAHR!!!- fällig sind, und nicht bis 2040, wie im Text beschrieben ( sonst wären wir bei lächerlichen 180 Mio EUR ... mehr anzeigen

von Andreas Puckert

.

Hoffentlich wird das ein Umbau und kein Abbau....

von Heinrich Albo

Das wird ein starker Abbau

von dem wir uns auch Langfristig nicht erholen werden ! Einfach deshalb weil der Verbraucher es nicht bezahlen will und bei unseren Schuldenstand bzw.der zukünftig wirschaftlichen Entwicklung ,auch nicht kann. Er wird dann wieder weniger Fleisch essen und auf Schwermetall und Pestizid ... mehr anzeigen

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