Niedersächsische Landwirtschaft

Niedersachsen: Weniger Schweine und Rinder, mehr Legehennen

In Niedersachsen werden immer weniger Tiere gehalten. Für Agrarministerin Otte-Kinast zeigen die neuen Zahlen, dass sich die Landwirtschaft in einem tiefgreifenden Transformationsprozess befindet.

In Niedersachsen wirtschaften 35.348 Betriebe mit einer durchschnittlichen Flächenausstattung von 89,6 Hektar - davon 16.108 im Haupterwerb. Das geht aus der neuen Broschüre „Die niedersächsische Landwirtschaft in Zahlen" hervor.

Die stärksten Veränderungen weist die Tierhaltung auf. Wurden 2018 noch 8,5 Mio. Schweine gehalten, so waren es im Jahr 2020 nur noch 8,194 Mio. Tiere. Auch die Zahl der Rinder verringerte sich von 2,572 Mio. (2018) auf 2,358 Mio. Tiere im Jahre 2020. Eine ähnliche Abnahme ist beim Geflügel zu beobachten. Nur die Zahl der Legehennen steigerte sich von 18,58 Mio. auf 20,237 Mio. Tiere, die in 4.914 Betrieben gehalten werden.

Die Bundesregierung muss Aussagen zur Finanzierung des Umbaus der Nutztierhaltung machen."

„Die Zahlen zeigen: Unsere Landwirtschaft befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Transformationsprozess“, so Agrarministerin Barbara Otte-Kinast. Dies gelte in besonderer Weise für die Nutztierhaltung, die unter enormem Anpassungsdruck steht und sich in einer sehr schwierigen wirtschaftlichen Situation befindet. „Ankündigungen der neuen Bundesregierung, die Zahl der Tiere reduzieren zu wollen, ohne gleichzeitig Aussagen zu einer verlässlichen Finanzierung des Umbaus der Nutztierhaltung zu machen, empfinde ich in dieser Situation als wenig hilfreich."

„Die niedersächsische Landwirtschaft in Zahlen 2021" finden Sie hier.


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Trotz der dramatischen Rückgänge bei den Vollerwerbsbetrieben steht Niedersachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern noch gut da. Dennoch geht der Trend weiter klar Richtung Nebenerwerb.