Aufruf

Rukwied: "Wir sind solidarisch, wenn Aktionen gewaltfrei bleiben"

Der DBV habe volles Verständnis für die Demonstrationen am Dienstag. Man sei solidarisch, solange alles gewaltfrei bleibt, sagte Rukwied. Er hoffe, dass die Demonstrationen friedlich verlaufen.

Nach gewaltsamen Protesten niederländischer Landwirte hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, vor Eskalationen bei Demos in Deutschland gewarnt. Er könne diese "nicht ausschließen", sagte Rukwied im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

"Der Unmut und die Enttäuschung über die Politik sind sehr groß", erklärte der Agrarfunktionär. Die Politik mute den Bauernfamilien "einfach zu viel" zu. "Nur ein paar Beispiele sind der Aktionsplan Insektenschutz, die Düngeverordnung, das Mercosur-Abkommen und zunehmende Auflagen bei der Tierhaltung", sagte er.

Für den kommenden Dienstag (22. Oktober) rufen Landwirte im Internet bundesweit zu Demonstrationen auf. Rukwied begrüßte gegenüber der "NOZ" die Aktionen: "Wir haben volles Verständnis für die Demonstranten. Wir sind solidarisch, solange die Aktionen gewaltfrei bleiben", sagte Rukwied. "Ich hoffe, dass die Demonstrationen friedlich verlaufen. Das ist auch mein Appell an die Berufskollegen." Am vergangenen Montag hatten Landwirte in Groningen das Verwaltungsgebäude der niederländischen Provinz gestürmt.

"Reset" beim Aktionsplan Insektenschutz

Für den Aktionsplan Insektenschutz fordert Rukwied einen "Reset und sonst gar nichts". Mit dem Programm werde kooperativer Naturschutz "ad absurdum geführt". Nach Rukwieds Angaben habe der geplante Aktionsplan bei vielen Landwirten "das Fass zum Überlaufen gebracht" und die für kommenden Dienstag angekündigten bundesweiten Bauernproteste ausgelöst.

Der Bauernverband befürchtet Nutzungseinschränkungen auf einer Fläche von 2,3 Mio. ha. Er warf Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) eine "geringe Wertschätzung gegenüber der Landwirtschaft" vor. Auf ein Dialogangebot des Bauernverbandes sei die Umweltministerin, anders als Julia Klöckner (CDU) aus dem Agrarressort, nicht eingegangen. "Irgendeine Mitarbeiterin hat ,in Vertretung' abgesagt", erklärte Rukwied. Schulze habe "scheinbar kein Interesse, mit uns zu reden", sagte er der "NOZ".

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Rolf Seyffert

Nur gemeinsam werden wir das Ziel erreichen

Es ist gut so, dass die vielen Demonstrationen heute von der Basis und nicht vom Bauernverband organisiert wurden. Dem Bauernverband wurde von der Politik vorgeworfen die Lage zu dramatisieren und die Basis würde es viel anders sehen. Heute ist es uns nun gelungen gemeinsam große und kleine Betriebe, konventionelle und ökologische Betriebe, Nichtmitglieder von Verbänden und Verbandsmitglieder deutschlandweit zu demonstrieren und der Bevölkerung zu zeigen, so geht es nicht weiter. Ich bin sicher wir werden diesen Tag wiederholen müssen mit noch mehr Teilnehmern und dafür sollten wir uns keinesfalls wieder zerstreiten bzw. gezielt spalten lassen. Es geht um das Hauptziel, so wie in den letzten Jahren kann es nicht weitergehen wenn wir eine Zukunft und die Bevölkerung weiterhin gesunde Nahrungsmittel, die nicht aus dem Ausland kommen und ohne europäische Standards produziert wurden, haben wollen. Wer sich diesem Ziel verbunden fühlt sollte in unserer Gemeinschaft willkommen sein und wird auch gebraucht. Bei uns in Chemnitz gab es an den Straßen viel Zuspruch bzw. Gesten der Bürger für unser Handeln. Wir sind auf dem richtigen Weg. Lasst uns nicht wieder spalten und diesen Kampf gemeinsam fortsetzen. Der Druck von unten wird den Bauernverband und hoffentlich auch die Politik verändern.

von Christian Bothe

DBV

Weshalb so eine Diskussion?Anstatt das alle Verbände gemeinsam auftreten und die Interessen der Bauern vertreten ,hakt man auf dem DBV herum. Da freuen sich die NGOs getreu dem Motto“Teile und herrsche“.Absolut kontraproduktiv und die Demonstration sollte in jeglicher Form unterstützt werden und zwar friedlich!

von Alfons Hümmer

@ Herr Hemker

Der DBV und damit alle angeschlossene Bauernverbände behauptet von sich, der legitime Vertreter aller Bauern in Deutschland zu sein. Das konnte er schon von 50 Jahren nicht und erst jetzt nicht heute. Er weiß immer noch nicht, ob er die großen oder die kleinen Betriebe, die konventionell oder die ökologisch wirtschaftenden Betriebe, die Rinder oder die Schweine haltenden Betrieb oder sonstige Betriebe vertritt. Er stellt sich vor keinen Betrieb, iwe er in obiger Meldung auch bestätigt.

von Roland Opitz

Was für ein....

unglaublich dummes Geschwätz von einem "Bauernpräsidenten". Er erklärt sich solidarisch. Der DBV ist seinen Landwirten verpflichtet und hätte die Demonstrationen selbst organisieren müssen. Aber das müssen die Landwirte in diesem Land alles selber leisten. Diese Berufsvertretung sollte sich mit seinen ganzen Funktionären in Grund und Boden schämen. Denn falls es die noch nicht gemerkt haben, die Politiker wollen doch gar nicht mehr mit der Landwirtschaft sprechen. Jüngstes Beispiel - siehe Ministerin Schulze. Desgleichen die Aussage von Julia Klöckner. Die Landwirte müssen auf Gesellschaftliche Veränderungen reagieren. Was für eine dumme Aussage. Hier sollen also in Zukunft fachlich nicht ausgebildete Menschen über die Ausrichtung der deutschen Wirtschaft und auch Landwirtschaft bestimmen. Herzlichen Glückwunsch zum Standort Deutschland. Dann lasst uns doch gleich die Wissenschaft und auch die Universitäten abschaffen. Politiker brauchen wir dann auch nicht mehr. Regieren kann dann Dummheit und Irrsinn !

von Andreas Hemker

Verstehe einige Kommentare nicht

Das man sich im Berufsstand nicht immer einig ist, dass ist schon der Verschiedenheit der Betriebe geschuldet. Aber warum jetzt ständig verbal auf dem DBV geprügelt wird, anstatt sich mal auf die Ziele von Morgen zu konzentrieren verstehe ich nicht! Wenn wir so ein zerstrittenes Bild nach außen abgeben, lacht sich die Politik doch kaputt. Lasst und zusammen für unsere Betriebe und die Zukunft der deutschen Landwirtschaft kämpfen, nicht mehr und nicht weniger!!!

von Erwin Schneiderbauer

Wäre Herr Rukwied ein Indianerhäuptling,

wäre er morgen am Marterpfahl...………. Mehr sag ich nicht

von Gerd Uken

Ich mach’s kurz

Wenn der BV etwas ändern wollte dann hätte es bei der Sektorstrategie schon eine Veränderung gegeben - paritätische Besetzung sieht anders aus. Ich hab mir die Mühe gemacht u.d.ganzen Kommentare gelesen. Nun lasst uns erst mal abwarten wie es Dienstag läuft es wird nicht dabei bleiben. In NL macht sich jetzt der Bau und die Grubdbewegungsfirmen... Bereit nach Den Haag mit den Bauern zusammen In den Medien können sie es nicht mehr tot schweigen wie am 1 Oktober Gemeinsam starkt

von Karlheinz Gruber

Herr Rühmkorf

das was Sie hier pauschal vorwerfen lasse ich nicht auf mir sitzen. Sie können mich gerne Anrufen, dann können wir das mal klären wie es in der Politik abläuft. Sie werden sehen, daß ich hier Ihnen mit Sicherheit ebenbürtig bin.....

von Hans Merk

Dissens vergessen?

War auch mal jüngster Ortsobmann in Bayern und es wurde nach wenigen Jahren von einem autoritär geführten Kreisvorstand unter dem bayerischen "Milchpräsidenten" Ströbel versucht mich in mafiamanier Mundtot zu machen. Schließlich kehrte ich dem BBV den Rücken und habe vom Kindergarten bis zu ausländischen Staatsvertretern alles auf meiner Klitsche zu Besuch gehabt - ohne Unterstützung und ganz gewaltfrei. Aber vergessen wird nichts und darf nichts werden. Wieso? Weil es verdammt danach aussieht daß die Sache wieder so endet - dank Rukwied und seiner Saubande - wie die letzten Male. Wenn der Verband es diesmal ernstmeint müssen Köpfe rollen! Rukwied zuerst. Dann zeigt daß ihr euch von oben herab ändert und schickt die alten Männer zum Teufel. Und wenn ihr diesmal die Bauern wieder verkauft gehen die nächsten Demos gegen den Verband. Und dann bin ich wieder dabei. Versprochen!

von Henrik Plaas-Beisemann

Wenig hilfreich

Sich hier die Verfehlungen der vergangenen Jahrzehnte vorzuwerfen, ist wenig hilfreich. Die Bauern die sich selbst organisiert haben um am Dienstag zu demonstrieren, haben unsere volle Unterstützung verdient. Unser Kreisverband öffnet nachts die Geschäftsstelle, von hier startet der Treckerkorso nach Bonn. Es geht um die Sache nicht gegen den DBV, der allerdings tatsächlich was an seiner Verbindung zur Basis tun kann. Mit der Verkleinerung der Mitgliederversammlung schwinden auch dort, die letzten kritischen Stimmen, das kann nicht gut enden. Wir brauchen mehr innerverbandlichen Diskurs, ansonsten droht dieser außerhalb des Verbandes stattzufinden, wie sich die Diskussion rund um den Dienstag offenbart. Nur wenn wir einig sind, sind wir stark.

von Dr. Willi Billau

Um Gottes Willen, vergesst bitte mal Euren Dissens!

Bei allem Verständnis für Verfehlungen und Verletzungen verschiedener Akteure. Das was jetzt auf uns zukommt gleicht einer Zeitenwende. Wenn wir jetzt nicht zusammenhalten, wann dann?

von Karlheinz Gruber

Herr Rühmkorf

das was Sie hier pauschal vorwerfen lasse ich nicht auf mir sitzen. Sie können mich gerne Anrufen, dann können wir das mal klären wie es in der Politik abläuft. Sie werden sehen, daß ich hier Ihnen mit Sicherheit ebenbürtig bin.....

von Karlheinz Gruber

Herr Billau

danke das Sie und andere sich noch für uns einsetzen. ABER wenn ich sehe, was dann die oberen machen dann geht mir der Hut hoch. Volksbegehren in Bayern usw. Ich will nicht mehr alles aufführen was bei uns immer als Kompromis über den Tisch gekommen ist. Es ist einfach zu viel. vieles kostet uns nur noch Geld, und von draußen werden Produkte reingefahren die nicht mal ansatzweise unseren Standard haben. Klar hat der DBV seine Probleme in der Presse, ABER die sind z.T. selber gemacht. Ich habe vor Jahren Ausstellungen organisiert um die Bevölkerung aufzuklären. Aus meiner Privatschatulle!!!! Als Ortsobmann!!! Da sage ich Danke. Das der Rückhalt bei den eigenen Leuten auch nicht immer leicht ist ist mir klar. Aber der obere Verband hat mir auch nicht geholfen als ich für die Bauern gegen die Wasseranschlüsse bei uns gekämpft und gewonnen habe. Hilfe immer nur von der Kreisstelle, der obere Rest hat abgelehnt... Unser Verband hat so viele Unterorganisationen und Verbindungen zur Wirtschaft, daß das direkte Ziel aus den Augen ist. Für was brauche ich den Verband mit Vorkaufsrechte auf landwirtschaftliche Grundstücke, die dann den Bauern teurer weiter verkauft werden? Tourismusagenturen? Warum hat der DBV die Nachbauregelung unterstützt, die im Ausland nicht greift? Nur bei uns... Warum sitzt die Verbindungen zur Industrie so eng und brüderlich, obwohl die uns schröpfen ohne Ende. Warum haben wir Preise wie vor 35 Jahren und unsere Kosten steigen aber? Dass sich einige Leute und "untere Strukturebenen" die Hacken ablaufen ohne Ende, dafür sage ich auch mal laut DANKE. Aber der Fisch stinkt vom Kopf her und der Kopf läuft derzeit nicht. Sorry. Bei meiner Kritik am Verband nehme ich somit alle, die wo sich immer noch zeitlich voll engagieren aus und sage Danke. Aber der Verband verkennt die Stimmung unter den Bauern. Warum hat es damals die Spaltung mit dem BDM gegeben? Wenn sich die Leute nicht mehr vertreten ´fühlen, dann läuft was falsch. Ich habe mich aus dem Verband zurückgezogen, weil von oben keine Vertretung mehr für mich erkennbar ist. Und die Stimmung auf den Verband ist absolut unter dem Nullpunkt. Der Verband hat die Stimmung verkannt und sich nicht auf unsere Seite gestellt. Und wenn dann nur zögerlich unter Abwarten der Stimmung. Er ist nicht gegen die Wirtschaft gegangen, denn da sind verbändelungen. Wer bezahlt das kommende Tierwohl, wenn sich jetzt der LEH daraus zurückzieht (wo ist der Vertragspassus, daß er immer mitzahlen muß), die Auflagen des bayr. Volksbegehrens (in Bayern hat der Verband fest geschlafen/ wollte es nicht zu stark medial aufwerten und hat es einfach übersehen was kommen wird.) Das sind halt mal Fakten, die ich als Betriebsleiter zu sehen habe, weil sie einfach weh tun. 'Früher haben wir mit dem Verband oft demonstriert, sogar Europaweit. Man hat nur aufpassen müssen, nicht ´mit Holländern oder Franzosen zusammen zu kommen. da waren sonst Gartenzäune und Pflastersteine mit dabei..... Damals hat uns noch ein Verband vertreten an dem auch die Politik nicht vorbei kam. Wie bei den Gewerkschaften heute....

von Hans Nagl

Herr Krautter Herr Bilau

Genau das ist das Problem der Bauernverband gibt ein Meinung aus und alle sollen folgen. Warum spalten sich immer mehr Bauern ab in Abl, BDM Bauernbund, usw. weil ihre berechtigten Interessen nicht vertreten werden. Aber wenn der DBV ruft sollen alle ihn unterstützen. Wo war der DBV als es um die Interessen der Milchbauern ging ? Wo war der DBV als es gegen die Saatgut Treuhand ging ? Wo war und ist der DBV wenn es um die Förderung von Grünland geht? Wo ist der DBV wenn es um die Frage der Prämien Kappung geht? Obwohl die Mehrheit der Bauern davon profitieren würden.

von Hans Merk

>Maul halten< wäre angebracht

und zwar von Rukwied und Freunden. Natürlich gibt es im Bauernverband engagierte Leute. Aber es gibt auch überforderte wie Rukwied, Betonköpfe wie hier in Ansbach Kettemann und gierige Pfründesammler, Bauernverräter, Parteisoldaten wie Sonnleitner und Heremann. Alle habt ihr eines zu Verantworten: Die ausweglose Scheiße in der wir jetzt stecken. Ihr habt nichts und niemanden neben euch geduldet und jetzt wo die Jugend in weiten Teilen die Schnauze voll von fetten alte verlogenen Funktionären hat und selbst aktiv wird, kommt ihr wieder mit den alten Tricks. Habt ihr kein Ehrgefühl? Kein Schuldbewußtsein? Habt ihr noch nicht genug angerichtet? Seid endlich still! Die Bauern brauchen euere Ratschläge nicht! Was ist das für ein Bild wenn der oberste Möchtegernbauerführer öffentlich die Gewaltfreiheit seiner Bauern anzweifelt. Selbst hier fallt ihr den Leuten schon in vorab in den Rücken und leifert den Anderen Munition. Nein ihr habt nichts Begriffen! Wir sollten alle solidarisch sein. Ihr werdet nie solidarisch sein wenn ihr nicht die Führung habt und uns nach gutdünken wie im Schachspiel umherschieben und verheizen könnt. Wie könnt ihr es wagen -nach alledem was ihr verspielt habt - überhaupt aus eueren Löchern zu kriechen und einen Kommentar zu dieser Sache abzugeben. Maulhalten. Auch nach dem 22.

von Jörg Meyer

nicht Nachvollziehbar!

Viele Kreisverbände oder auch Landesbauernverbände unterstützen die Demos am Dienstag! Das ist Fakt! Der Bauernverband ist also heute schon solidarisch und das ist gut so! Hierzu sollte sich auch die BDV Spitze bekennen! Das man zur Gewaltfreiheit aufruft ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit, daran aber die Solidarität zu binden ist verwunderlich, wenn es denn so formuliert und gemeint war? Solidarität ist gut, gleichwohl wird man darüber diskutieren müssen warum dem DBV solch eine Dynamik bei den Bauern nicht mehr gelingt und dass man Strukturen neu denken muss, was auch immer das bedeuten wird! Ein weiter so wie in den letzten Jahren ist in vielen Bereichen absolut inakzeptabel, nach meiner Auffassung!

von Wolfgang Rühmkorf

Nur gemeinsam stark

Die hier gegen den DBV hetzen und einen Keil zwischen uns treiben wollen haben sich wahrscheinlich noch nie an politischer Arbeit beteiligt. Zumindest wird ein Defizit an Wissen um politisch strategischem Handeln erkennbar. Immerhin leben wir in einer Demokratie und man muss sich um gleichgesinnte Mehrheit bemühen!

von Gerd Uken

@ Hendrik richtig

Die wurden auch im Frühjahr nicht rein gelassen sonder weit außerhalb auf einem Sportplatz und 3 Schlepper durften rein fahren weil sie ja sonst die Straße kaputt fahren könnten- dann haben die halt Trettrecker mitgenommen. Die sind jetzt so aufgebracht weil die Politik sie opfern will um Natura 2000 Gebiete zu schönen damit mehr Häuser gebaut und Schipoohl auch ausgebaut werden kann. Van Schouten hat am 1.10 gesagt sie wolle die Bauern nicht zwingen sondern freiwillig herauskaufen aus den Gebieten. Das klingt jetzt aber wieder ganz anders Sie hat den Provinzregierungen gedroht sie müssten das N Reduzierungspaket umsetzen - alle Bauvorhaben liegen seit Ende Mai still. Da ist gewaltig Druck im Kessel auf beiden Seiten

von Bernd Müller

Herr Krautter und Herr Billau

Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen! Super Kommentare

von Dr. Willi Billau

Es tut mir weh, was Bauern vom DBV und seinem Präsidenten denken.

Seit 25 Jahren arbeite ich mit meinen Vorstandskollegen an der Basis. Wir haben die 5 südhessischen Kreisverbände fusioniert, um unabhängig zu bleiben und eine eigene Geschäftsführung zu betreiben. Wie arbeiten mit den Wasserverbänden, Maschinenringen, dem BDM, den benachbarten Kreisen Rhein-Neckar und Rhein-Pfalz der Nachbarbundesländer zusammen. Wir arbeiten in RLP in der KartoffelEZG mit und notieren sowohl Speise- als auch Frühkartoffelpreise zusammen mit den Vermarktern. Wir arbeiten mit in der Bundesfachgruppe Gemüse und den Länderfachgruppen RLP. Wir arbeiten seit 10 Jahren mit in der WRRL und gegen die Nitratlüge, wir analysieren von Trebur bis Lampertheim unsere Brunnenwässer und die sind zu 90 % sauber. Wir arbeiten mit in der BBB (BundesBürgerinitiativeBodenschutz), der Flächenverbrauch erdrückt uns! Wir tauschen deshalb unsere Felder untereinander, anstatt die Pachten in die Höhe zu treiben. Wir sind in Starkenburg Realteilungsgebiet, sind absolut familiengeführte Betriebe und ich bin stolz auf unseren Zusammenhalt. Das schlechte Gewissen bleibt, zu wenig für meine Bauern erreicht zu haben. Vielleicht sollten andere auch dieses Schuldgefühl haben. Es haben leider oft die Falschen!

von Martin Krautter

Solidarisch

Warum die große Aufregung wenn sich der DBV mit den Demonstration solidarisch erklärt. Es wäre schön wenn sich die AbL und die Bioverbände ebenso solidarisch erklären, es sind auch ihre Mitglieder bei der Demo dabei und das kleine Fußvolk von unten weis um was es geht. Oder müssen die Verbandsspitzen auf "Ihre Freunde" von Nabu und Bund hören?

von Hendrik Hueske

@Gerd Uken

Groningen hat andere Probleme die am Montag zum tragen gekommen sind. Dort wird Erdgas gefördert infolgedessen es Erdbewegungen gibt und zahlreiche Häuser beschädigt sind. Die Reperaturen werden schon 10 Jahre rausgezögert und da hat sich dieser Unmut zusätzlich entladen.

von Bernd Schmitz

Nicht hupen unterwegs

denn das wäre Lärmbelästigung. Und damit distanziert sich dann Rukwied von der großen Zahl an Bauern, die durch seine Hinhaltepolitik des Nichtstun jetzt in Existenznot kommen. Übersetzt heißt das doch: fahrt mit euren Treckern durch die Gegend, haltet wie mit den grünen Kreuzen den Mund und kommt dem DBV bloß nicht in die Quere!

von Hans Nagl

Am Ende des Tages

Am Ende des Tages wird der DBV wieder als Sieger verkauft. Die komplette Bauernpresse von den Wochenblättern bis top agrar sind doch in der Hand oder in Beteiligung des DBV. Somit steht es heute schon 1 zu 0 für den Bauernverband. Das ist auch ein Grund dafür das im Grundgesetz die Pressefreiheit verankert ist.

von Andreas Thiel

Weitere Konflikte...

...und Unstimmigkeiten im Vorfeld heraufzubeschwören, gerade über solche Pressemeldungen,wo viel zwischen den Zeilen gelesen wird,macht in meinen Augen nicht wirklich Sinn!

von Gerd Schaefer

Erinnert mich alles ein bisschen an den Milchstreik... Bis Schaber und Co zu Merckel vorgelassen wurden saßen die vom DBV schon am Tisch! Nicht gut

von Henning Aschermann

DBV

Einige grosser Verlierer der Demo am Dienstag stehen meines Erachtens jetzt schon fest, der DBV und die CDU.

von Gregor Grosse-Kock

DBV

Tritt schon Verbal seine Mitglieder und Berufskollegen. Halt einfach nur den Mund und schenk ' Vertrauen!!!!

von Ottmar Ilchmann

Falsche Überschrift!

Rukwied will sagen: Wir sind solidarisch, wenn die Aktion Erfolg hat. Wenn nicht, haben wir nichts damit zu tun.

von Gerd Uken

@ Kraus

Genauso ist es am letzten Montag gewesen in Groningen der Bauernverband hatte ja selber aufgerufen zu der Demo vor dem Provincihus. Wer so vorsichtig die Tür mit einem Schlepper öffnen kann- Respekt Sander van Adrian! Im Anschluss erklärt der LTO seine Mitglieder wären daran nicht beteiligt gewesen-so so.... In allen anderen Provinzhäusern wurde den Bauern Kaffe Kekse angeboten . In Groningen hat man nach einem Stromanschluss gefragt, wurde abgelehnt. Es sollte jemand zu den Bauern sprechen - bis 17:00 hat sich keiner sehen lassen. Nachdem die Tür offen war( gewaltsam ja) wurde ein Landwirt mit der Faust geschlagen und andere mit dem Knüppel. Wenn man das jetzt von Herrn Ruckwied liest.... vor 30 Jahren in Bonn sprang ein Herr Sonnleitner mit seinem Lodenmantel dazwischen und hat die fliegenden Eier abgewehrt. In Den Haag hat man am Donnerstag morgen ein Frühstück mit Eiern u. Milch für die Bürger bereitet mit den demonstrierenden Bauern. Dort hat man einen ganz anderen Rückhalt u. Sie täten gut daran ihre Bauern, die sie ja zu 90% vertreten, nicht immer ins offene Messer laufen zu lassen. Einigkeit macht stark aber so lange man sich mit sich selbst beschäftigt freut sich die Politik- das bekommen wir immer zu hören“ einigt ihr euch erst mal“ das könnte die neue Bewegung schaffen viel Erfolg.

von Willy Toft

Es ist ein Chance gerade über die Verbände hinweg eine große Solidarität unter ......

den Bauern hinzubekommen. Es geht alle Bereiche an, was da gerade von Seiten der Bundesregierung auf uns zurollt! Da werden Forderungen an uns gestellt, und keiner wird sie honorieren wollen, das ist das eigentliche Problem! Bei der DüV müssen wir auch aufpassen, damit da überhaupt noch Qualitativ und in ausreichender Menge geerntet werden kann! Alles Andere bringt den Berufsstand in den Ruin!

von Rudolf Rößle

Locker

angehen. Der DBV ist nicht Veranstalter. Da viele junge Menschen daran teilnehmen, ladet doch einfach noch Bands ein nehmt Konfetti, Partysachen mit. Macht richtig gute Satire Schilder, die auch im Fernsehen gezeigt werden.

von Karlheinz Gruber

Sitzen bei evtl. späteren Verhandelungen

dann auch solidarisch die Vertreter des DBV mit am Verhandlungstisch? Aber nur solange es sich für die Vertreter in Persona lohnt. Eigentlich sollten die Aktionen auf die Präsidien des BV ausgeweitet werden und diese symbolisch geschlossen werden. (Mit Tafel vor dem Eingang: Wegen Untätigkeit und Unfähigkeit werden die Vertreter der Schwarzen Parteien geschlossen. Sie vertraten nur die Interessen der Politik und Industrie, nicht aber der Bauern). Selbstverständlich friedlich! Auch sollten endlich die Bauern aus Protest von dieser Vertretung austreten. Es gibt alternativen zum DBV und seinen Ländervertretungen.

von Christian Kraus

.... Damit steht der Bauernverband tatsächlich NICHT hinter den Bauern sondern wartet nur darauf das er selbst davon profitieren kann.

von Steffen Hinrichs

Der DBV ist doch maßgeblich mitschuldig an diese Misere

Hat er doch immer nur auf Wachstum gesetzt und nicht auf nachhaltige bäuerliche Betriebe ! Wieviele tausende Familienbetriebe haben wir schon unter der Führung des DBV verloren .

von Christian Kraus

Gewaltfrei?? Sind diese Gangster denn aus dem Gefängnis ausgebrochen?

Wenn die Bauern wirklich verzweifelt sind und für ihre Existenz kämpfen und die Demonstration aus dem Ruder laufen würde... distanziert sich der Bauernverband und hat nichts mit "denen" zu tun. Wenn alles normal läuft dann stellt sich der Bauernverband an die Spitze, verkündet lautstark seine eigenen Forderungen nachdem "seine" Bauern ja eindrucksvoll demonstriert haben das sie hinter ihm stehen. Ich denke mal so stellen sich die Strategen des Bauernverbandes die Sache vor.

von Hans Nagl

"Solidarisch" Achtung Achtung!!!

Solidarisch das heißt doch nichts anderes als das der DBV jetzt die Stimmung abwartet , um dan wieder der große Verhandlungsführer sein wird. Diese Verhandlungen werden wie immer ablaufen Verbandsinteressen vor Bauerninteressen.

von Michael Behrens

Gewaltfreier Protest war von Anfang an die Devise!

Herr Rudwied, es hätte überhaupt nicht so weit kommen müssen, das Landwirte sich selber organisieren! Der DBV und Sie fahren seit Jahren einen Kuschelkurs mit den Regierenden, neben Frau Klöckner in der Talkshow "Hart aber fair" machten Sie eine Figur eines Schoßhundes! Wie wäre es mal, das Sie von ihrer Seite Fehler gegenüber der aktiven Landwirtschaft einräumen? Um vertrauen zurück zu gewinnen? Aber Sie fahren eine andere Strategie, Sie stellen sich am Rand des Spielfeld, und wenn der Protest Erfolg hat werden Sie sagen, "wir haben das von Anfang unterstützt und unser Netzwerk zur Verfügung gestellt" sollte der Protest verpuffen, werden Sie sagen " haben wir ja nicht organisiert". Nochmal zu ihrem Gewaltfreiaufruf: Gewaltfrei ja, aber Kuscheln ist endgültig vorbei!

von Erwin Schmidbauer

Machtverhältnisse

Schulze hat es nicht nötig, mit den Vertretern einer kleinen Berufsgruppe zu Reden, da sie weiss, dass die große Mehrheit der Bevölkerung hinter ihr steht, selbst wenn sie die Landwirte für den öffentlichkeitswirksamen Umweltschutz versklaven würde.

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