Positionspapier vorgelegt

Seeheimer Kreis: SPD will Landwirtschaft gestalten

Weil sich Union und SPD bei agrarpolitischen Themen nicht einigen können, hängen die Landwirte in der Luft. Der Seeheimer Kreis möchte die Bauern mit seinem Positionspapier wieder in den Fokus nehmen.

Dieser Bericht ist zuerst erschienen im Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben 43/2020.

Die SPD will sich offenbar stärker um landwirtschaftliche Themen kümmern. Diesen Eindruck erweckt zumindest das Positionspapier „Mut zu mehr“, das die knapp 60 Abgeordneten des Seeheimer Kreises im September 2020 veröffentlicht haben.

In sieben Kapiteln schildern die aus ihrer Sicht eher pragmatischen sowie wirtschaftsorientierten Abgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion ihre Ideen, ein sozialdemokratisches Jahrzehnt zu gestalten. Bereits im zweiten Kapitel „Arbeit, Wirtschaft und Klimaschutz zusammendenken“ gehen sie dabei auf die Landwirtschaft ein. Hier einige Schlaglichter:

  • Klimaschutz: Sie begrüßen ausdrücklich die Bestrebungen auf europäischer Ebene, den Kontinent klimaneutral aufzustellen. Ein europäischer Binnenmarkt, der nur CO2-neutral produzierte Waren ein- und ausführt, wäre ein internationales Vorbild und würde weltweit maßgeblich zum Schutz des Klimas und der Umwelt beitragen.

  • Energiewende: Die Abgeordneten wollen die Energiewende vorantreiben und Investitionen in eine klimaneutrale Produktion steuerlich fördern. Deutschland müsse die Herausforderungen des Klimawandels als Chance für technologischen Fortschritt sowie internationale Wettbewerbsfähigkeit ergreifen.

  • Finanzmittel: Die Mittel für die „Gemeinschaftsaufgabe – Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ und die „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“ sollen auf dem aktuell hohen Niveau bleiben.

  • Förderung: Die flächenbezogenen Direktzahlungen sollen künftig zu 25 % aus einer Basisprämie für die Betriebe und zu 50 % aus einer Förderung für von der Landwirtschaft erbrachte Ökosystemleistungen über dem gesetzlichen Standard bestehen. Die restlichen 25 % sollen programmbezogenen Umwelt- sowie Klimamaßnahmen vorbehalten bleiben.

  • Zukunft: Die Zukunft der Landwirtschaft könne nur im Dreiklang aus gerechten Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten – insbesondere auch für die Familien auf den...


Diskussionen zum Artikel

von Wilfried Maser

Sollte es

in der SPD noch Leute geben, die noch über die Nasenspitze hinaus sehen können? Und denen noch klar ist, dass auf die Landwirtschaft nicht verzichtet werden kann. Die Probleme der Zukunft auch im Hinblick auf den Naturschutz werden mit Industrieller Landwirtschaft und NGO´S ohne eine ... mehr anzeigen

von Bernhard Stehlin

So schlecht finde ich das nicht

Wenn ich einfach nur unvoreingenommen lese, was Top Agrar da über das Positionspapier schreibt, dann finde ich das erst mal nicht schlecht.

von Rudolf Rößle

Wenn Sie es ernst

meinen, dann machen Sie mit Landwirten vor Ort jede 3. Woche eine Skypekonferenz um deren Meinung und Vorschläge zu hören. Ihre eigene Vorstellungen kennen sie ja schon.

von Gerd Uken

??

Wenn überhaupt, dann hat der studierte Rechtsgelehrte höchstens mal ein Landw. Praktikum gemacht und über Fr. Schulze brauchen wir nicht zu diskutieren- es gab auch schon mal einen SPD Landwirtschaftsminister der stand noch zu seinen Bauern

von Wilhelm Grimm

....und wurde von Schröder rausgeschmissen

und Frau Künast kam als Heimsuchung über uns. Fachwissen ist in der Politik nicht mehr gewünscht.

von Bernhard ter Veen

das hat man davon

wenn "eine GANZE Generation" nur zu Schreibtischtätern und Sozio-Ökologen-&Ökonomen verlottert wird, weil es ja Gesellschaftspolitisch von Landwirten NICHT mehr tragbar ist noch mit den (leider noch) "ANALOG betriebenen Händen" zu ARBEITEN !!! Der -mitunter SELBST- herangezüchtete ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

Seeheimer Kreis...

Ist ja nett was die da von sich geben,aber brauchen unsere Bauern noch mehr von solchen „kompetenten“ Leuten?

von Bernhard Kremling

Schulze reicht

Was die Umweltministerin in Sachen Landwirtschaft loslässt reicht, um die Politik der SPD darzustellen.Da denke ich noch an die guten alten Zeiten zurück,als Trittin Umweltminster war.

von Wilhelm Grimm

Sie meinen es gut, aber Ahnung haben auch sie nicht.

Der NABU bestimmt die Richtung, Frau Schulze macht es und der SPD ist es egal.

von Albert Maier

Noch mehr Klugscheisser!!

Die sollen ihre Sakos ausziehen und Landwirtschaft betreiben. Dan könne sie ja beweisen, wie toll sie gestalten können. So langsam wirds unerträglich!!!

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