Neuwahlen

Schulze Bockeloh will erste Bauernpräsidentin in Westfalen werden

Susanne Schulze Bockeloh aus Münster kandidiert für das Amt der Präsidentin des WLVs und möchte damit Johannes Röring ablösen. Sie wäre die erste Präsidentin eines Landesbauernverbandes.

Der Bezirksverband Münsterland als Zusammenschluss der Landwirtschaftlichen Kreisverbände im Münsterland hat Susanne Schulze Bockeloh als Nachfolgerin für den im Februar 2020 ausscheidenden Präsidenten Johannes Röring nominiert. Die Delegierten des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes werden am 17. Februar 2020 eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten wählen. Susanne Schulze Bockeloh wäre die erste Präsidentin eines Landesbauernverbandes im Deutschen Bauernverband (DBV).

„Ich freue mich sehr über die Nominierung für dieses verantwortungsvolle Amt und möchte gerne ab dem kommenden Jahr auch als Präsidentin für die Belange der fast 40.000 Bauernfamilien in Westfalen-Lippe eintreten. Unsere Landwirte und Landwirtinnen sind tagtäglich Garant für hochwertige Lebensmittel, die auf den Familienbetrieben regional hergestellt werden“, sagt die 54-jährige Landwirtin.

Es gebe aktuell große Herausforderungen für den Berufsstand. Das hätten auch die Kundgebungen der vergangenen Tage deutlich gemacht. In dem neuen Amt möchte sie sich für die Interessen des Berufsstandes stark machen und ihren Berufskollegen Gehör in Politik und Gesellschaft verschaffen.

Ich möchte für gute Zukunftsperspektiven arbeiten, damit unsere Landwirte Freude an ihrem Beruf haben und die nächsten Generationen mit Begeisterung Landwirtschaft leben“, macht die Münsteranerin ihr Anliegen deutlich. - Schulze Bockeloh

Vita von Suanne Schulze Bockeloh

Susanne Schulze Bockeloh bewirtschaftet gemeinsam mit ihrem Mann einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Ackerbau. Seit fast 20 Jahren engagiert sie sich neben ihrer Familie und der Arbeit auf dem Hof in vielfältiger Weise für die Interessen des landwirtschaftlichen Berufsstandes. Auf regionaler Ebene vertritt sie seit 2012 als Kreisverbandsvorsitzende die Interessen der Münsteraner Landwirte und Landwirtinnen und ist über verschiedene Gremien auf Landes- und Bundesebene in die Mitgestaltung der Agrarpolitik eingebunden. „Wir schätzen uns sehr glücklich, mit Susanne Schulze Bockeloh eine äußerst engagierte Botschafterin der Landwirtschaft zu haben, die in ihrem Berufsstand ein hohes Ansehen genießt. Im Gespräch mit Politik, Nichtregierungsorganisationen und Gesellschaft wird sie für ihre offene Art, ihre Expertise und die Fähigkeit, verschiedene Interessensgruppen an einen Tisch zu bringen, hoch geachtet“, weiß Friedrich Steinmann, Vorsitzender des Bezirksverbandes Münsterland.

Wahl im Februar entscheidet

Über die drei Bezirksverbände des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes – Münsterland, Ostwestfalen-Lippe und Sauerland-Hellweg – werden die Kandidaten für das Präsidium des Verbandes benannt. Bei der Wahl im Februar 2020 stimmen 107 Delegierte im Landesverbandsausschuss, dem höchsten Gremium des Verbandes, über die Nachfolge des amtierenden Präsidenten Johannes Röring ab.

Die Redaktion empfiehlt

Landwirt Johannes Röring aus dem Kreis Borken (NRW) tritt im Frühjahr 2020 als westfälisch-lippischer Bauernpräsident zurück.

Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Heinrich Albo

Passt doch Super

Heut zu Tage darf man für einen solchen Posten kein Nutzvieh mehr halten.... Hoffentlich weiß Sie trotzdem was es bedeutet nicht nur Masttiere sondern auch Sauen und Kühe zu halten !!! Aber erst wenn sie dann noch allen Nichtfachleuten,Medien,Ngos, die "Lewiten" lesen kann und sich durchsetzt z.B. wie damals ein Herrmann...Dann ist sie wirklich gut!

von Ottmar Ilchmann

Revolutionär -

Eine Frau an der Spitze des WLV! Hoffentlich ist sie wenigstens katholisch und in der CDU, sonst wäre der Bruch wirklich zu krass ! ;-)

von Hans Merk

Bleibt zu hoffen daß sich die Gute auf ihre Verantwortung besinnt

und nicht wie ihr Vorgänger in zig anderen Posten aufgeht und nach Bauerverbandsfunktionärsart die Bauern nur als Sprungbrett zum Pfründesammeln benutzt

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