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Agraraußenhandel der EU zum Jahresauftakt schwächer als 2020

Die EU-Kommission hat detaillierte Zahlen zum Außenhandel ihrer Mitgliedstaaten mit landwirtschaftlichen Erzeugnisse vorgelegt. Die Ausfuhren - und noch deutlicher die Einfuhren - sanken.

Lesezeit: 3 Minuten

Der Außenhandel der EU-27 mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Lebensmitteln hat sich zu Beginn dieses Jahres schwächer entwickelt als zum Jahresauftakt 2020.

Wie die Europäische Kommission berichtete, erreichten die betreffenden Ausfuhren im Januar und Februar 2021 insgesamt einen Wert von 28,46 Mrd. €; das waren 6,0 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Einfuhren gingen allerdings noch stärker zurück, und zwar um 12,5 % auf 18,17 Mrd. €.

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Während die EU-Agrarexporte im Februar wieder im Vorjahresvergleich zulegten, lagen die Importe wertmäßig sowohl im Januar als auch im Februar unter dem entsprechenden Niveau von 2020.

Auf der Exportseite verringerten sich die Umsätze bei Weizen und Babynahrung besonders deutlich, nämlich um 17,2 % auf 1,08 Mrd. € beziehungsweise 15 % auf 1,22 Mrd. €. Die Ausfuhren von Spirituosen und Käse gingen um jeweils knapp 11 % auf 1,02 Mrd. € beziehungsweise 884 Mio. € zurück.

Kräftig gestiegen ist dagegen der Export von Speiseölen, und zwar um fast ein Viertel auf 588 Mio. €. Absolut nahmen jedoch die Ausfuhrerlöse für Schweinefleisch mit 124 Mio. € oder 7,7 % auf 1,74 Mrd. € am stärksten zu; es war zugleich der größte Posten.

Auf der Importseite sind dies mit Abstand die tropischen Früchte, deren Einfuhren aber gegenüber Januar und Februar 2020 wertmäßig um 17,0 % auf 2,00 Mrd. € eingeschränkt wurden. Relativ noch stärker drosselten die 27 Mitgliedsländer in Drittstaaten ihre Einkäufe von Rindfleisch, Spirituosen, Getreide und Schokolade. Dagegen stiegen die Einfuhrausgaben für Ölschrote um mehr als ein Drittel auf 1,20 Mrd. € und die für Sojabohnen um 15,5 % auf 937 Mio. €. Damit waren dies die beiden größten Posten bei den EU-Agrarimporten, hinter den tropischen Früchten.

Kräftiger Umsatzzuwachs mit Nigeria

Mit maßgeblich für den Rückgang der Agrarausfuhren der EU-27 war die Handelsentwicklung mit dem Vereinigten Königreich. Die betreffenden Erlöse verringerten sich in der Berichtsperiode gegenüber 2020 um 17,3 % auf 5,38 Mrd. €.

Aber auch die Exporte in die USA gingen zurück, nämlich um 8,3 % auf 3,16 Mrd. €. Besonders deutlich nahmen hier die Lieferungen von Wein, Bier und Softgetränken ab.

Erheblich schwächer als im Vorjahr verlief zudem das Exportgeschäft mit Russland und Japan; hier verringerten sich die EU-Agrarexporte um 12,7 % auf 1,16 Mrd. € sowie um 11,7 % auf 1,06 Mrd. €.

Dagegen gewann der Agrarexport nach China weiter an Bedeutung. Die Volksrepublik steigerte ihre Bezüge an Agrarrohstoffen und Lebensmitteln aus der EU-27 in den beiden Berichtsmonaten insgesamt um 21,6 % auf 2,98 Mrd. €. Stärker gefragt waren von der Volksrepublik insbesondere Schweinefleisch und Grobgetreide.

Die in der Schweiz von der EU generierten Ausfuhrerlöse erhöhten sich um 2,3 % auf 1,47 Mrd. €. Auffallend kräftig legten die Agrarexporte nach Nigeria zu, nämlich um fast die Hälfte auf 256 Mio. €. Ausschlaggebend dafür waren der Kommission zufolge größere Lieferungen an Weizen in das afrikanische Land.

Einfuhren von der Insel brechen ein

Auch bei den Einfuhren der 27 Mitgliedstaaten an Agrarprodukten und Lebensmitteln sticht die Geschäftsentwicklung mit dem Vereinigten Königreich negativ heraus. Die Importe von dort brachen regelrecht ein, nämlich um 54,3 % auf 1,16 Mrd. €. Die EU-Kommission macht dafür das Ende der Brexit-Übergangsphase verantwortlich.

Die Lieferungen aus den USA nahmen um 9,7 % auf 1,84 Mrd. € ab, wobei hier vor allem der Handel mit tropischen Früchten zurückging. Dagegen erhöhten sich die Importausgaben für US-Sojabohnen spürbar.

Der Wert der EU-Agrarimporte aus Brasilien reichte in den ersten zwei Monaten 2021 ebenfalls nicht an das Vorjahresniveau heran. Die Einfuhren verringerten sich um 4,4 % auf 1,35 Mrd. €. Und auch die Lieferungen aus der Ukraine und aus China blieben hinter dem Vorjahreswert zurück. Aus der Ukraine bezogen die 27 Mitgliedsländer Agrarprodukte für 1,04 Mrd. €; das waren 14,0 % weniger als im Januar und Februar 2020. Die Bezüge aus China nahmen um 12,1 % auf 858 Mio. € ab.

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