Rindfleischmarkt

Exportrekord für US-Rindfleisch

Die Amerikaner verkaufen so viel Rindfleisch ins Ausland wie nie zuvor. Vor allem Südkorea und Japan ordern mehr Ware in den Staaten. Die EU Kauft weniger US-Ware.

Die Rindfleischexporteure der USA haben im vergangenen Jahr blendende Geschäfte gemacht. Nach Angaben der amerikanischen Exportorganisation für Fleisch (USMEF) konnten sie mit 1,35 Mio t rund 7 % mehr Rindfleisch an ihre internationalen Kunden verkaufen als 2017. Damit übertrafen sie den bisherigen Mengenrekord aus dem Jahr 2011 von 1,29 Mio t. Zudem stimmte die Kasse, denn die Ausfuhreinnahmen schnellten im Vorjahresvergleich um 14,5 % auf auf umgerechnet 7,41 Mrd Euro nach oben. Mehr Geld wurde in den USA durch den Rindfleischverkauf in andere Länder noch nie eingenommen.

Großen Anteil an dem Aufschwung hatte laut USMEF das flotte Geschäft mit Südkorea. Die Lieferungen dorthin legten um gut 30 % auf 239 680 t zu, und die daraus resultierenden Einnahmen stiegen sogar um 43,1 % auf 1,75 Mrd $ (1,56 Mrd Euro

Dazu hat offenbar auch das Freihandelsabkommen zwischen den USA und Südkorea beigetragen, durch welches der Einfuhrzoll seit 2012 von 40 % auf 18,7 % gesenkt worden ist, während Wettbewerber wie Australien, Kanada und Neuseeland zwischen 24,0 % und 26,6 % zahlen müssen.

Gut liefen die US-Rindfleischexporte auch nach Japan mit einem Plus von 7,4 % auf 33 220 t und einem Anstieg der Ausfuhreinnahmen um 9,9 % auf 2,08 Mrd $ (1,85 Mrd Euro) im Vorjahresvergleich.

Weniger US-Rindfleisch für die EU

Trotz der Rekordausfuhren von Rindfleisch gab es im vergangenen Jahr für die US-Anbieter auch Märkte, die sich weniger dynamisch oder schwächer entwickelten. Das traf beispielsweise auf den bislang zweitwichtigsten Kunden Mexiko zu. Die ins Nachbarland verkaufte Menge nahm 2018 im Vorjahresvergleich um unterdurchschnittliche 0,5 % auf 239 110 t zu, womit Mexiko auf den dritten Rang der wichtigsten Abnehmer zurückfiel

Nach der Wiederzulassung für den chinesischen Markt 2017 haben sich die Rindfleischausfuhren in die Volksrepublik 2018 zwar auf 7 300 t mehr als verdoppelt, blieben aber gemessen an den Liefermengen anderer Länder gering. Das USMEF macht dafür den zusätzlichen Strafzoll von 25 % verantwortlich, der die Einfuhrzollbelastung insgesamt auf 37 % hochschraubt. Der gesamte US-Rindfleischabsatz einschließlich Verarbeitungsware in China und Hongkong ging 2018 um 2,7 % auf 130 130 t zurück.

Neben Ägypten und Chile gehörte auch die EU zu den Kunden, an die die US-Anbieter 2018 weniger Rindfleisch verkauften. Die Ausfuhren in die Gemeinschaft sanken um 8,8 % auf 21 270 t, und mit den Exporterlösen ging es um 8,6 % auf 206 Mio Euro nach unten. AgE

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