Versorgung sichern

FAO will in Ukraine weitere Lagerkapazitäten für Getreide schaffen

Die Ukraine und die FAO entwickeln einen Plan, wie man kurzfristig in dem kriegsgeschüttelten Land mehr Lagermöglichkeiten für Getreide schaffen kann. Denn der Export klemmt weiterhin.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) arbeitet derzeit zusammen mit dem ukrainischen Landwirtschaftsministerium an der Umsetzung einer Strategie zur Erweiterung der Lagerkapazitäten für Getreide.

Ziel sei es, den Landwirten vorübergehende Lagermöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, erklärten Vertreter der FAO in Kiew bei einem Treffen mit Vertretern des Agrarressorts. Dies solle dazu beitragen, die Ernährungssicherheit in der Ukraine zu stärken. Zugleich solle sichergestellt werden, dass Länder, die von Getreideimporten abhängig seien, weiterhin von der Ukraine „zu vertretbaren Kosten“ beliefert werden können.

25 % des ukrainischen Getreidebedarfs neu einlagern

Die FAO-Strategie sieht vor, Kapazitäten für die Einlagerung von rund 4 Mio t Getreide zu schaffen; das sind 25 % des nationalen Bedarfs der Ukraine. „Wir haben bereits eine Ausschreibung durchgeführt und sind dabei, potenzielle Lieferanten von Getreidesilos mit entsprechender Ausrüstung und modularen Lagereinheiten zu identifizieren“, erklärte der Leiter des FAO-Büros in der Ukraine, Pierre Vauthier.

Der FAO-Regionalprogrammleiter für Europa und Zentralasien, Raimund Jehle, bekräftigte vor den Ministeriumsvertretern die Bereitschaft seiner Organisation, in dem kriegsgeschüttelten Land weiterhin landwirtschaftliche Nothilfe für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu leisten und sowohl die lokale als auch die globale Versorgung mit landwirtschaftlichen Nahrungsmitteln sicherzustellen.

Jehle hob hervor, dass die FAO seit dem 24. Februar ihre Kapazitäten erhöht habe und neben dem Nothilfeprogramm nun auch die vor dem Krieg durchgeführten Projekte wieder aufnehme.

Der Krisenreaktionsplan der FAO hat ein Volumen von 113,2 Mio. €. Unter anderem will die FAO Tierfutter zur Verfügung stellen und ein Gutscheinprogramm für den Kauf von wichtigen landwirtschaftlichen Betriebsmitteln erproben.

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