Schweinemarkt

Jetzt geht’s los! Schweinepreise in China gehen durch die Decke Premium

China lockert die ASP-bedingten Transporteinschränkungen. Schweinepreise in der EU dürften nun anziehen.

Die Schweinebranche in China ist in Aufruhr. Nachdem Peking die Transporteinschränkungen, die wegen der grassierenden ASP verhängt wurden, gelockert hat, spielen die Preise verrückt. Schlachtschweine aus den Überschussgebieten in Nordchina dürfen nun wieder in den Süden transportiert werden, unterliegen aber scharfen Kontrollen der Behörden.

Für den Schweinemarkt hat das dramatische Folgen, berichtet der Marktkenner Heribert Breker von der Landwirtschaftskammer NRW. „Bisher reichte die Preisspanne von umgerechnet 1,42 €/kg SG in Überschussgebieten bis über 3 €/kg SG im unterversorgten Südosten.“

Durch die gelockerten Beschränkungen seien die großen Preisunterschiede schlagartig verschwunden. Und es werde nun transparent, dass

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Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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Diskussionen zum Artikel

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von Heribert Breker

Korrektur

Die Sauenbestände in China sind bis Jan 2019 um 15 % gefallen

von Heribert Breker

Weltweite Aufwärtsentwicklung

Schweinepreise entwickeln weltweit eine kräftige Aufwärtsdynamik In welche Erzeugungsregion auf Weltebene man immer auch schaut, überall steigen die Schweinepreisnotierungen. In China sind die Durchschnittspreise aus allen Provinzen innerhalb einer Woche von 2,14 auf 2,84 €/kg gestiegen. Sie ASP wütet mit voller Wucht. Schlimmer noch: Die Sauenbestände sind bis Jan 2015 um 15 % gefallen. Das sind rd. 6 Mio.weniger Sauen und entspricht der gesamten Sauenherde in den USA. Die Konsequenz fehlender Ferkel und Mastschweine im weiteren Verlauf dieses Jahres liegt auf der Hand. Die Importspekulationen tragen alle Rekorde. In den USA sind die Terminnotierungen für den Liefermonat April 2019 innerhalb von 14 Tagen von 1,09 auf umgerechnet 1,33 €/kg gestiegen. Trotz Einfuhrzöllen von 62 % lieferten unerwartet große Einkäufe Chinas von über 22.000 t innerhalb einer Woche die Grundlage für den Kursanstieg. In Brasilien sind die Durchschnittspreise der 5 großen Südostprovinzen von 1,07 auf 1,18 €/kg gestiegen. Wenn der Real nicht schwächer geworden wäre, wäre die umgerechnete Preissteigerung noch höher ausgefallen. In Russland sind die Schweinepreise innerhalb von 14 Tagen von monatelagen 1,70 €/kg auf 1,95 €/kg raufgegangen. In Spanien sind die Preise von vor 3 Wochen unterhalb von 1,40 €/kg auf vergleichbare 1,54 €/kg deutlich angezogen. Trotz SVG von 160 % sind Schweine knapp. Deutschland‘s V-Preis hat es am Mi, 13.03.2019 auf immerhin 1,43 €(kg geschafft. Die ISN-Auktion am Fr, 15.03 2019 lieferte im Durchschnitt 1,54 €/kg. Schlachtzahlen und Voranmeldungen bleiben auf niedrigem Niveau. Wenn im weltgrößten Erzeugungsgebiet China mit rd. 50 % der Schweinefleischerzeugung und –verbrauch absehbar Schweinefleisch in einer Größenordnung von überschlägig 2,5 Mio. t fehlte, dann bleiben die Auswirkungen in einem global vernetzten Markt nicht auf das betroffene Land beschränkt. Bei aller Euphorie sollte man die ASP in Europa nicht aus dem Auge verlieren.

von Christoph Blankenburg

Goldgräberstimmung

Ich würde die Preisphantasien nicht zu sehr anheizen. Eine alte Bauernregel sagt: "Teure Ware wird nie alle." Die Getreidebauern, die jetzt noch ihre Silos voll haben, haben sich vermutlich auch verspekuliert. Und immer dran denken: Ein ASP Fall in Deutschland kann den ganzen Markt auf den Kopf stellen.

von Heino Fullriede

Erst alle anderen

dann der Erzeuger (Letzte Glied )

von Tillmann Vetter

Noch mehr Dollar!

Bin mal gespannt wann sich der erste Chinese für einen deutschen Schlachtkonzern interessiert.

von Ansgar Tubes

Dollarzeichen im Auge!

Das ist wieder ein gefundenes Fressen für die hiesigen Hauspreiskönige, sich abermals die eigenen Taschen vollzustopfen!

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