BMUB veröffentlicht den Nitratbericht 2016

Gülleausbringung
Bild: Annaburger

Das Bundesumweltministerium (BMUB) hat heute den Nitratbericht 2016 der Bundesregierung veröffentlicht. Es tut dies ein halbes Jahr später, als es das Dokument an die EU-Kommission geschickt hat. An der Nitratbelastung des Grundwassers hat sich in den vergangenen vier Jahren wenig verändert.

Bereits zum 29. Juli 2016 hat das BMUB den Nitratbericht 2016 an die EU-Kommission geschickt. Am heutigen Dienstag hat das Ministerium das Papier, das alle vier Jahre erstellt wird, veröffentlicht. Top agrar hatte darüber online bereits vorab kurz nach Weihnachten berichtet. Der Bericht wertet erstmals ein neues Messnetz für die Nitratgehalte im Grundwasser aus. Auf Verlangen der EU-Kommission hat die Bundesregierung die Messstellen von 162 auf knapp 700 erhöht. Tatsächlich sinkt durch die Erweiterung der Messstellen der Anteil der Messstellen, die den europaweit zulässigen Nitratgehalt von 50 mg/l überschreiten. Während das alte Messnetz für den Zeitraum von 2008 bis 2011 einen Anteil von knapp 50 Prozent aller Messstellen auswies, die den Grenzwert überschreiten, sind es nach dem neuen Messnetz nur noch 28 Prozent der Messstellen, die den Grenzwert überschreiten.

Sehr geringfügige Verbesserung hin zu niedrigeren Nitratgehalten

Der neue Nitratbericht zeigt aber auch, dass sich seitdem bei der Nitratbelastung des Grundwassers kaum etwas verändert hat. Denn auch im neusten Zeitraum von 2012 bis 2014 überschreiten laut dem Bericht die Nitratgehalte an 28 Prozent aller untersuchten Grundwassermessstellen des neuen deutschen Nitratmessnetzes den Grenzwert von 50 mg/l. Dabei weisen rund 33 Prozent der Messstellen im Vergleich abnehmende Nitratkonzentrationen und gut 27 Prozent der Messstellen zunehmende Nitratgehalte auf. Bei gut 40 Prozent sind die Nitratkonzentrationen im Vergleich zwischen den Beobachtungszeiträumen 2008-2011 und 2012-2014 gleichbleibend geblieben. Auch bei diesen Tendenzen unterscheiden sich die Ergebnisse laut dem alten und dem neuen Messnetz kaum, heißt es im Nitratbericht. Zusammenfassend ist laut dem Bericht keine Verschlechterung aber auch nur eine „sehr geringfügige“ Verbesserung hin zu niedrigeren Nitratgehalten im Grundwasser eingetreten.

Keines der Messnetze zeigt Veränderungen

Neben dem neuen Messnetz der Bundesregierung für den Nitratbericht gibt es auch noch ein noch größeres Messnetz der Europäischen Umweltagentur (EUA). Dies umfasst mehr als 1200 Messstellen in Deutschland und berücksichtigt zusätzlich zu den Messstellen in der Nähe von landwirtschaftlichen Flächen auch solche aus ungenutzten Gebieten. Laut dem Nitratbericht lagen hier 18,1 Prozent der Grundwassermessstellen über dem Schwellenwert für Nitrat von 50mg/l. Im letzten Bericht von 2012 waren es 18,3 Prozent gewesen. Insgesamt ist auch hier „bundesweit keine Verminderung der Nitratbelastung des Grundwassers im Vergleich der beiden letzten Berichtszeiträume zu erkennen“, schreibt das BMUB in seinem Nitratbericht.

BMUB drängt auf Verschärfung der Düngeregeln

Der Staatssekretär im BMUB, Jochen Flasbarth, wertet das als eine schlechte Nachricht. „Wir haben viel zu hohe Düngereinträge aus der Landwirtschaft in die Gewässer. Während wir aus den kommunalen Gewässern oder auch aus der Industrie beispielsweise große Fortschritte erzielt haben, haben wir aus der Landwirtschaft eben immer noch diese hohen Einträge“, sagte er zur Veröffentlichung der Zahlen dem WDR. Seine Chefin, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), verwies auf die Kosten, die hohe Nitratwerte verursachten. „Die intensivierte Landwirtschaft kommt uns immer wieder teuer zu stehen“, sagte sie der Neuen Osnabrücker Zeitung. Es sei im Sinne des Gemeinwohls, mit verschärften Düngeregeln stärker als bisher gegenzusteuern, forderte sie.

Düngepaket soll im März 2017 beschlossen sein

Die Veröffentlichung des Nitratberichtes fällt in eine brisante Zeit. Am 16. Januar findet eine zweite Anhörung zur Reform des Düngegesetzes im Agrarausschuss des Bundestages statt. Für den 19. Januar ist dann der Beschluss des Düngegesetzes im Bundestag geplant. Kern des neuen Düngegesetzes ist unter anderem die Einführung der Hoftorbilanz für viehstarke Betriebe ab 2018. Laut Berechnungen des BMEL sollen davon maximal 12.000 Betriebe betroffen sein. Über die neue Düngeverordnung, welche die konkreten Details für die Düngung wie etwa die Sperrfristen und die N-Obergrenzen enthält, wird der Bundesrat vermutlich erst im März 2017 endgültig entscheiden.

EU-Kommission wartet auf Antworten

Im November 2016 hatte die EU-Kommission die Bundesrepublik wegen Verstößen gegen die EU-Nitratrichtlinie verklagt. Noch im Januar muss die Bundesregierung darauf eine Erwiderung übermitteln. Im Falle einer Verurteilung drohen Deutschland hohe Geldstrafen. Die Nitratrichtlinie sieht vor, die Verunreinigung von Grund- und Oberflächenwasser durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen zu verhindern.

Die Nitratberichte von 2016, 2012 und 2008 der Bundesregierung im Original finden Sie hier.

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13 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Georg Keckl · 1.
    Beschwerde beim NDR-Rundfunkrat (Tagesschau) und Presserat eingelegt

    Wenn etwas falsch läuft in einer Demokratie läuft, kann man sich wehren, kann und muß man die Wahrheit ungestraft sagen. Ich habe mir deshalb die Tagesschau rausgegriffen, weil die ARD, hier das Hauptstadtstudio des WDR, den Nitratbericht 2016 vorab zugespielt bekommen hat, wie er selbst stolz verkündete, also besondere Beziehungen zum BMUB besitzt. Er, der Nitratspezialist dort (Herr Dröscher), hätte wissen müssen und trotzdem bringt, dass in 28% der deutschen Messstellen der Grenzwert überschritten wird. Alle Medien haben die Pressemeldung des Bauernverbandes vom 22.12.16 ignoriert, in der aus diesem Nitratbericht richtig stand, dass 82% der Messstellen unterhalb des GHrenzwert liegen. Sorgfalt sieht anders aus. Die ARD mit ihren "Spezialbeziehungen" zum Umweltministerium hat hier die Richtung vorgegeben, in der die Fälscher und Betrüger (Das BMUB hat die Öffentlichkeit um die Wahrheit betrogen, wir leben in einer Demokratie, wenn was wahr ist, gehört es gesagt) im Ministerium die Öffentlichkeit lenken wollten. Wer die Möglichkeit hat, es ist toll wenn sie als Landwirte die Brunnnenstandorte kritisch nachfragen, auch diese Abwehrmaßnahme begrenzt mit demokratischen Mitteln den Betrugsspielraum der Ideologen. Gehen Sie an die Lokalpresse und schildern sie ihre Düngung, wir haben im Prinzip eine ehrliche Presse, aber gegen Lügen von Oben ist die halt auch nicht immun, niemand durchblickt das Spiel so ganz. Damit alles besser wird, bitte immer auf Fehler hinweisen, Fehler passieren, das ist nichts Böses, das ist gut wenn die behoben und Ursachen gesucht werden, dann bliebt diese Republik auf dem goldenen Mittelweg. Grüße: Georg Keckl

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  2. von Wilhelm Gebken · 2.
    Hallo Herr Keckl, der Bericht enthält noch weitere Fehler, die nur aufgedeckt werden können, wenn man sich mit den einzelnen Messtellen beschäftigt

    Es wird behauptet, es wären nur "landwirtschaftliche" Messtellen ausgewählt worden und dadurch sei das Ganze repräsentativ. Ich habe mir die alten und die neuen Messtellen angesehen: Sie sind nicht repräsentativ und sie enthalten noch weitere Schweinereien. Vermutlich sind die dafür vorgesehenen Presseveröffentlichungen schon fertig. Beispiel: Als neue, "repräsentative" Messstelle wurde die Messtelle des NLWKN (Nr. 1200000798) in Lorup (nördl. Emsland, Hümmling) hinzugefügt. Diese Messstelle weißt ca. 120 mg/l Nitrat auf. Im Umkreis von 15 km um diese Messstelle befinden sich 12 weitere landwirtschaftliche Messtellen mit Nitrat kleiner 1 mg/l. Ausgewählt und als repräsentativ eingestuft wurde also die einzige belastete Messstelle, die u. a. durch das Abwasser einer privaten Kleinkläranlage gespeist wird. Nicht mehr in der Liste enthalten ist eine Messtelle im südlichen Emsland, die ebenfalls stark belastet ist. Dies ist eine der strategischen Entscheidungen, die man aus den Karten der alten und neuen Messstellen sofort ablesen kann und aus denen man auch die zukünftige Stoßrichtung der niedersächsischen Politik ersehen kann: Die verschwundene Messtelle befindet sich in einem Gemüseanbaugebiet und ist aus der Schußlinie genommen worden. Die neue Messstelle in Lorup befindet sich im Zentrum des hiesigen Veredelungsgebiets. Für das angrenzende Ostfriesland wurden mehrere unbelastete Messtellen (vermtl. unter Grünland) hinzugefügt. Eine politische "Analyse" wird also ergeben, dass sich die Anstrengungen zur Erhaltung des Grünlandes ausgezahlt haben, sich die Situation aber in den Massentierhaltungsgebieten deutlich verschlechtert hat. Über Gemüse wird man gar nicht erst reden, denn das ist raus.

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  3. von Wilhelm Grimm · 3.
    Wenn wir de Keckl nicht hätten,

    wären wir aufgeschmissen Und die "Experten" der DBV schlafen selig und zufrieden, während uns Landwirten--auch bei örtlich hervorragendem Grundwasser eine Düngeverordnung nach der anderen um die Ohren fliegt ,Wir wissen, dass das BMUB uns Landwirte betrügt, der DBV weis es nicht, Herr Rukwied, dies Thema müssen sie selbst übernehmen, bevor ihre Leute alles in die Grütze fahren.

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  4. von Georg Keckl · 4.
    20% statt 28% Darum sind die 28% in dreifacher Hinsicht falsch

    Im Text des Artikels heißt es: "Während das alte Messnetz für den Zeitraum von 2008 bis 2011 einen Anteil von knapp 50 Prozent aller Messstellen auswies, die den Grenzwert überschreiten, sind es nach dem neuen Messnetz nur noch 28 Prozent der Messstellen, die den Grenzwert überschreiten." Diese Zahl 28% ist in mehrfacher Hinsicht falsch: 1) Es wird auch hier nicht genügend darauf hingeswiesen, dass diese 28% nicht für alle Brunnen in Deutschland, sondern nur für die unter der Landwirtschaftsfläche gelten. Wenn man alle Brunnen betrachtet, überschreiten nur 18,1% der Brunnen den Grenzwert. Es wird zwar auf das neue Nitrat-Messnetz verwiesen, aber wer weiß denn, dass darunter die Brunnen unter der Landwirtschaftsfläche zu verstehen sind. Das war die raffinierte Falle der Bundesumweltministerin, in die leider die ganze Presse tappte. 2) die Brunnen unter der Landwirtschaftsfläche (=Ackerland+Grünland+Sonderkulturen) sind nicht gleichmäßig ("repräsentativ") auf die drei Teile der Landwirtschaftsfläche verteilt sondern Acker-lastig, also mehr dort, die die Nitratwerte höher sind 3) Durch das Anhängen der alten, auf hohe Nitratwerte vorausgewählten Brunnen, des alten Nitratbelastungsmessnetzes an das alte EUA-Messnetze bekam dieses für die Gesamtdeutsche Fläche repräsentative Messnetz eine Nitrat-Schlagseite. Das alte EUA war sozusagen repräsentativer als das Neue. Rechnet man diesen Effekt raus, bleiben von den 28% nur noch 20% über. Siehe: http://www.keckl.de/texte/Nitratbericht%202016%20Presseenten.pdf Grüße: Georg Keckl

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  5. von Willy Toft · 5.
    Und wenn wir genau so viele Messstellen auf den Quadratkilometer wie Belgien hätten, dann

    wäre das Ergebnis noch besser! Wie lange wollen wir uns das noch gefallen lassen, wie wir hier vorgeführt werden? Dass es hier und da Überschreitungen gibt, auch ohne landw. Hintergrund, das ist bekannt. Nur hier wird der Bevölkerung suggeriert, dass hier nichts in Ordnung ist, und die Landwirtschaft soll schuld sein. Wir wissen alle nur zugut, dass hier eine Verschärfung der Düngeverordnung durchgesetzt werden soll!

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  6. von Georg Keckl · 6.
    Nebenbei: Die Zahlen sind faslch

    Die beiden neuen Grundwassernetze für die EU, das größere EUA-Messentz (für die Europäische Umweltagentur) und der Teil davon, der als "Nitratmessnetz" bezeichnet wird, sind trickreich zurechtgebogen, entsprechen keinerlei statistischen Qualität. Sie sind so gemacht, dass Deutschland im Nitratmessnetz im Europavergleich weiter ganz hinten bleibt, nicht mehr so nah an Malta, aber fast. Im EUA-Messnetz hat sich Deutschland im neuen Messnetz um ein paar Länder verschlechtert, gegenüber dem alten, repräsentativen EUA-Messnetz. Das war auch propagandistisch beabsichtigt und der Bauernverband fällt darauf rein. So wurde das ausbaldowert zwichen BMUB, UBA und den Ländern,die freuen sich jetzt mächtig. Das ist aber nun so auffällig, dass man es ungestraft einen Schwindel nennen darf. Das kleine Österreich hat 1965 Messstellen im Nitratmessnetz, Deutschland hatte bisher 162 und nun knapp 700 für das Nitratmessnetz. Wir haben ein excellentes Messnetz mit über 11000 Brunnen. Wenn man eine Qualität und Ehrlichkeit wie in Österreich will, muß man es wohl von Österreichern machen lassen. Schauen Sie sich bitte den östereichischen Nitratbericht 2016 mal zum Vergliech an, der ist ja auch in Deutsch. Es geht hier nicht darum, Probleme mit Nitrat im Grundwasser zu leugnen, die gibt es, nur wäre es anständig, die Dimensionen und Gefahren real und vergleichbar darzustellen. Dann bekommt man auch die Landwirte mit ins Boot. Die Waldsterbens-Taktik, das Volk in Panik zu versetzen, um seine Ziele und Posten zu erreichen, kann auch mal nach Hinten losgehen. Grüße: Georg Keckl

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  7. von Georg Keckl · 7.
    Wer hoch steigt, fällt tief

    Kein Aufregung, irgendwann merken es die Journalisten, wenn sie benutzt werden. ZDF heute, 3.1.17: „In den vergangenen Jahren habe sich die Nitratbelastung des Grundwassers "nur geringfügig verbessert", heißt es in dem Bericht.“, siehe http://www.heute.de/nitrat-im-grundwasser-werte-bleiben-hoch-46240004.html ZDF heute, 16.9.16: „Deutschlands Grundwasser ist zunehmend mit Nitrat belastet. Der Grenzwert wird immer häufiger überschritten“ http://www.heute.de/nitrat-grenzwerte-ueberschritten-hoehn-gruene-massentierhaltung-versaut-grundwasser-45246744.html Frau Höhn kannte den Nitratbericht, hat öfter Zahlen daraus genannt. Aber niemand, der ihn auch hatte, hat am 16.9.2016 mal reingekuckt, hat widersprochen, alle haben ihr das abgekauft? Sie hat Journalisten benutzt. Das BMUB hat den Nitratbericht 2016 am 29. Juli 2016 an die EU-Kommission geschickt, siehe Oben. Warum wurde die Pressekonferenz denn nun so plötzlich einberufen? Grüße: Georg Keckl

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  8. von Albert Maier · 8.
    @Gebken

    Na, dann zeigen Sie sie an. Meinen Segen haben Sie

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  9. von Wilhelm Gebken · 9.
    Strafanzeige gegen Bärbel Höhn nach § 187 StGB, Verleumdung, wegen Hetze im Internet

    Danke Frau Hendricks (SPD) für ihre offiziellen Feststellungen vom 03.01.2017 als Bundesumweltministerin in der Neuen Osnabrücker Zeitung. Dadurch ist endlich die Möglichkeit gegeben, gegen die Verbreiter von "Hate Speech" und "Fake News" im Internet, im Sinne der §§ 185 bis 187 StGB Strafanzeige zu erstatten. Vorliegend behauptet nämlich die ehemalige Stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen und Noch-MdB, Bärbel Höhn auf ihrer immer noch zugänglichen Veröffentlichung auf ihrer Internetseite vom 16.09.2016 (http://www.baerbel-hoehn.de/meine-themen/umwelt/bmub-bestaetigt-mehr-als-ein-viertel-aller-grundwasservorkommen-in-deutschland-ueber-dem-grenzwert-belastet.html) wörtlich: "Klar ist auch: die Massentierhaltung versaut uns das Grundwasser. Das ist der Preis für die Billigschnitzel. Immer mehr Tiere in Großställen verursachen immer mehr Gülle, die auf den Feldern entsorgt wird. Mehrere Milliarden Euro müssen die Deutschen für Trinkwasser jedes Jahr zusätzlich ausgeben, weil die Wasserversorger unbelastetes Wasser ohne Nitrat heranschaffen müssen". Sie hingegen, Frau Hendricks haben dazu am 03.01.2017 in der NOZ in ihrer Eigenschaft als Bundesumweltministerin zweifelsfrei klargestellt: "Zusätzliche Kosten für die Trinkwasserversorgung seien nicht ausgeschlossen, auch wenn hier bislang keine Beeinträchtigung festzustellen sei". In § 187 StGB,Verleumdung heißt es: "Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft." Für mich besteht kein Zweifel daran, dass Frau MdB Bärbel Höhn den Tatbestand des § 187 StGB erfüllt hat und die Tat noch immer andauert. Weil Sie die Tat öffentlich durch "Verbreitung von Schriften" begangen hat, beträgt der Strafansatz bis zu 5 Jahren Haft. Gerade weil die Wasserversorger kein Nitrat aus dem Trinkwasser herausfiltern müssen, weil ja kein relevantes Nitrat drin ist, kann Frau Höhn auch keine Kenntnis über "Mehrere Milliarden Euro" haben, die für die Senkung des Nitratgehalts im Grundwasser verwendet werden müssen. Es handelt sich somit um eine bewusste Lüge. Sollte sie hingegen von einem Dritten belogen worden sei, so hätte sich dieser nach § 187 StGB strafbar gemacht, und Frau MdB Höhn hätte sich nach § 186 StGB, Üble Nachrede, strafbar gemacht. Im Übrigen steht für mich auch fest, dass Frau Höhn sich völlig über die Tragweite ihres widerwärtigen Handelns gegenüber den Bauern bewusst ist, denn auf der Startseite ihres Internetauftritts befindet sich ein Button mit der Aufschrift: "Hetze ist keine Alternative für Deutschland".

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  10. von Dr. Willi Billau · 10.
    Tatsachen bewusst falsch dargestellt!

    Regionalbauernverband Starkenburg fordert Ursachenforschung! Nitratbelastung in Starkenburg besser als dargestellt! 1. In Starkenburg ist die Viehdichte unter 0,6 Großvieheinheiten/ha (davon kann nun wirklich keine Gefahr für das Grundwasser ausgehen! 2. Warum liegen in den intensiven Sonderkulturanbaugebieten des südlichen Rieds mit niedrigen Decklehmmächtigkeiten die Nitratwerte der Messbrunnen nur zwischen 0 bis 30 mg/l? 3. Warum sind In extensiven Ackerbaugebieten des vorderen Odenwalds mit niedriger landwirtschaftlicher Intensität und Lößmächtigkeiten von bis zu 12 m die Nitratwette unerwartet hoch? Dort wurden bei einem arrondierten Biobetrieb Werte von 80 mg/l gemessen. Hier hat man Sondierbohrungen vorgenommen und festgestellt, dass in 120 m Tiefe eine bisher unbekannte Grundwasserströmung mit hohen Nitratwerten diese Belastung verursacht hat! Ist dieses Nitrat geologisch bedingt oder kann man es der Landwirtschaft anlasten? 4. Das im Ried oft hoch anstehende Grundwasser sorgt für reduzierende Verhältnisse und trägt damit zum chemo-organotrophen und lithotrophen Nitratabbau bei! 5. Entsprechendes gilt für den verbreiteten Einsatz von Biokomposten und Champosten. Die dadurch gestiegene hohe biologische Aktivität fordert den Nitrateinbau in die organische Substanz und bei hohen Bodenfeuchten die chemo-organotrophe Denitrifikation. 6. Warum sind die Nitratwerte westlich der Riedgemeinden höher als östlich? 7. An vielen Messbrunnen in der Nähe von Deponien sind die Nitratwerte zum Teil drastisch erhöht (70 - über 200 mg/l)? Entsprechendes gilt für Messwerte inmitten der Kommunen! 8. Seit vielen Jahren arbeiten Landwirte erfolgreich mit Wasserversorgern in sogenannten Kooperationen zusammen (z.B. AGGL). Seit mittlerweile 5 Jahren wirken die Landwirte entlang der Riedschiene in 4 Maßnahmenräumen im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie mit, zur weiteren Verbesserung der Grundwasserbelastung. In den letzten 20 Jahren wurde die Düngung bei wesentlichen Kulturen, wissenschaftlich begründet, um bis zu 50% reduziert (Zuckerrüben, Zwiebeln, Spargel…). Zertifizierte Betriebe müssen heute mindestens 1-mal jährlich Nitrat-Bodenanalysen ziehen Die Nitratgehalte in den Endprodukten dürfen ebenso eine je nach Gemüseart bestimmte Höhe nicht überschreiten! Wer wird denn da noch überdüngen. 9. Wir sind sicher, dass wir in einigen Jahren an den Landestrend Baden-Württembergs anschließen können. Hier konnten die Nitratwerte im Schnitt aller Messungen in 20 Jahren um 22% gesenkt werden! 10. Wir fordern zukünftig klare Ursachenforschung in der Nitratproblematik. Sollten wir Landwirte für unrechtmäßige Einträge verantwortlich sein, werden wir uns dieser Frage stellen und Maßnahmen ergreifen. diese Zukunft abzustellen. Wir sind jedoch nicht bereit, den alleinigen Sündenbock für ein überaus komplexes Problem einzunehmen. Willi Billau, Regionalbauernverband Starkenburg, www.agrarpower.de

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  11. von Wilhelm Gebken · 11.
    Bei dem Hinweis auf die Neue Osnabrücker Zeitung war mir sofort klar, dass der verlinkte Bericht vom "Journalisten" Dirk Fisser stammt,

    dessen Berichte und Kommentare über Landwirtschaft (die er oft bei grünen Politikern abgeschreibt), nur schwer zu ertragen sind. Ich verzichte hier auf eine Kommentierung zu seinem Artikel, sondern füge einfach den Teil meines Leserbriefes (31.12.16) zu Herrn Fisser ein, den die NOZ nicht veröffentlicht hat. Herr Fisser hatte in einem Kommentar zu der geplanten Gesetzesinitiative zu "Hate-Speech" und "Fake-News" sinngemäß behauptet, dass die Abgehängten dieser Gesellschaft mit der Komplexität der Welt nicht klarkommen, sich den Fakten und Realitäten verweigern und sich deshalb in ihrer eigenen "Filterblase" von Falschmeldungen abgeschottet hätten. Was bliebe sei das Geschwätz und die Vorurteile dieser Leute. Mein Leserbrief: "Herr Fisser, Sie irren sich und zwar gewaltig! (...) Gerade Ihre Beschreibung, auf welche Art sich angeblich ein Teil der Bevölkerung den Realitäten verweigert, ist die Beschreibung dessen, was Sie in Ihrem eigenen Spiegelbild erkennen! Es sind Sie, die modernen Medienvertreter, die sich in ihrer eigenen Filterblase aus Algorithmen und Suchbegriffen, bei Twitter, Facebook und selbstgefälligen Internetseiten eingesperrt haben und den Blick über den eigenen Tellerrand nicht mehr wagen. Die angeblich Abgehängten hingegen sind in der glücklichen Lage, die von Ihnen gefüllte Filterblase mit der Realität, vor allem der Realität der Fakten und der Realität ausländischer Medien zu vergleichen. Herr Fisser, dabei schneiden Sie nicht besonders gut ab."

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  12. von Paul Siewecke · 12.
    Was da gemessen wird...

    sind zum Teil auch noch Werte, deren Ursachen im Jahre 19?? liegen. Düngemittel kosten inzwischen richtig Geld und das Gesetz über den abnehmenden Ertragszuwachs dürfte inzwischen in der Praxis weitläufig bekannt sein (jedes Mehr an Aufwand bringt weniger Ertragszuwachs...). Immerhin, gesamt gesehen eine leichte, unwesentliche Verbesserung, aber was haben die denn auch erwartet? Bis entsprechende Maßnahmen greifen, dauert es meist Jahrzehnte und die Landwirtschaft ist nun mal weder der alleinige Verursacher, noch in der Lage, alleine alles wieder zu regenerieren....

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  13. von Wilhelm Grimm · 13.
    Ein Dokument der Irreführung,

    so kommentiert Georg Keckl den Nitratbericht auf seiner Homepage.

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