EU-Umfrage zur Agrarpolitik ausgefüllt? Die Naturschützer schon!

EU-Umfrage Sagen Sie der EU Ihre Meinung, sonst tun es andere mit anderen Interessen!
Bild: EU_

Füllen Sie diese Woche unbedingt noch die EU-Umfrage zur Agrarpolitik aus. Es geht um Ihren Betrieb und wie Sie künftig wirtschaften können. Die Agrarkritiker haben bereits ihre Sicht der Dinge mitgeteilt und könnten die Umfrage in ihre Richtung lenken, wenn Sie als Betroffene nicht teilnehmen!

Noch bis zum 2. Mai kann jeder Beiträge und Vorschläge hinzufügen. In der Folge will die Kommission die Beiträge auswerten und im Juli 2017 die Ergebnisse daraus vorstellen. Für den Herbst hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan dann seinen ersten Vorschlag für die Reform der GAP nach 2020 in Aussicht gestellt.

Ausfüllhilfe des DBV (Fragen und Antworten): http://media.repro-mayr.de/56/667256.pdf

Direktlink zum deutschen Fragebogen: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/FutureCAP?surveylanguage=DE

Infos und Einleitung: https://ec.europa.eu/agriculture/consultations/cap-modernising/2017_de

Deß: Bauern, macht mit!"

"Unsere bäuerlichen Familienbetriebe sind ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Landwirtschaft. Sie müssen mitbestimmen, wo es lang gehen soll in der europäischen und deutschen Landwirtschaft", so der Europaabgeordnete Albert Deß.

Nötig seien jetzt sachgerechte Debatten und praktikable Lösungen. "Ideologisch geprägte Stimmungsmache gegen die Landwirtschaft bringt uns nicht weiter. Ohne Landwirtschaft gibt es keinen ländlichen Raum, keine gesunden Lebensmittel und es fehlen Millionen von Arbeitsplätzen, die direkt oder indirekt mit der Landwirtschaft zusammenhängen. Die bewährten Leistungen der Landwirtschaft dürfen nicht in Frage gestellt werden.“

Bäuerliche Familienbetriebe müssen ihre Erfahrungen und Wünsche einbringen

Elisabeth Köstinger Elisabeth Köstinger kämpft für die bäuerlichen Familienbetriebe
Bild: elli-koestinger.at
"Im Rahmen dieses Konsultationsverfahren sind speziell die Erfahrungen der Produzenten gefragt. Es ist Zeit, zu handeln. Die künftige Landwirtschaftspolitik muss eine ökosoziale Handschrift tragen und das geht nur, wenn die bäuerlichen Familienbetriebe aktiv werden", betont die österreichische EU-Parlamentarierin Elisabeth Köstinger.

"Es geht um zukunftsweisende Fragen. Wie können wir die Existenz unsere Familienbetriebe absichern? Welche Qualität werden unsere Lebensmittel in Zukunft haben? Wie positionieren wir unsere bäuerliche Landwirtschaft im immer härter werdenden Wettbewerb?", so die Abgeordnete. Die Zukunft der EU-Agrarpolitik hänge von der Expertise aus der bäuerlichen Praxis ab. Dieses Feld dürfe man keinesfalls den Theoretikern überlassen, unterstreicht die Abgeordnete.

"Ganz zentral wird in Zukunft die Rolle der Bauern entlang der Lebensmittelkette sein. Der Status quo bedeutet eine reine Gewinnmaximierung von Handelskonzernen und unterstützt Einheitslebensmittel. Unsere Landwirtschaft steht für Qualität, Nachhaltigkeit und Innovation. Diese drei Säulen müssen auch die Basis der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik ab 2020 werden", so die Agrarpolitikerin.

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Eckehard Niemann · 1.
    Bauern sind kompetent genug für eine Abstimmung ohne Vorlage oder Vorgabe ...

    Die EU bietet allen Bürgerinnen und Bürgern bis Anfang Mai die Möglichkeit, ihre Meinung über die zukünftige Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik bei einer Internet-Umfrage kundzutun. Einige Verbände haben zu dieser Internet-Umfrage standardisierte Vorlagen zum Umfrage-Verhalten erstellt: ----- http://media.repro-mayr.de/56/667256.pdf ----- https://www.nabu.de/landingpages/22193.html ----- https://aktion.bund.net/fuer-eine-europaeische-agrarwende ----- Wir haben eine solche Vorgabe bewusst nicht erstellt und unsere Mitglieder gleichwohl zu einer individuellen Teilnahme an der EU-Umfrage aufgerufen: ----- Direktlink zum deutschen Fragebogen: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/FutureCAP?surveylanguage=DE ----- Infos und Einleitung: https://ec.europa.eu/agriculture/consultations/cap-modernising/2017_de ----- Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Landesverband Niedersachsen/Bremen e.V.

    Das meinen unsere Leser:
  2. von Ahrend Höper · 2.
    Europaabgeordnete Albert Deß

    Europaabgeordnete Albert Deß sagt: "Ideologisch geprägte Stimmungsmache gegen die Landwirtschaft bringt uns nicht weiter". Mit dieser Aussage hat Albert Dreß sprichwörtlich den Nagel auf den Kopf getroffen. Die selbsternannten Fachleute wie Tschimbke und Miller (NGO´s) sollte bei der Modernisierung der GAP durch EU-Kommissar Phil Hogan herausgehalten werden. Denn von diesen Herren kommen keine Lösungsvorschläge für die Landwirtschaft, sie wollen nur ihre ideologischen Ansichten durchsetzen, so wie sie schon ihr Unwesen im Umweltministerium bei Hendricks ausüben. Diesen Herren geht es nicht um die Landwirtschaft, nein sie möchten nur einen Zugriff auf die öffentlichen Gelder der Landwirtschaft um ihre Spendenkonten aufzubessern! Leider werden diese Spendengelder nur zu einem sehr geringen Teil zum Wohle der wild lebenden Tiere eingesetzt, der größte Teil der Gelder wird für Werbung und Gehälter ausgegeben.

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  3. von Detmar Kleensang · 3.
    Endlich werden die Bauern gefragt! Und was macht der Deutsche Bauernverband?

    Der führt diese notwendige Einholung von Bauernstimmen ad absurdum, in dem er seinen Mitgliedern einen vorgefertigten Antwortkatalog zur Verfügung stellt. Für all die armen Bäuerlein, die sich so verrannt haben, dass sie sich keine eigenen Gedanken mehr machen können, gibt es die komplette Ausfüllhilfe von Deutschen Bauernverband. Einfach abtippen und an den richtigen Stellen das Kreuzchen machen. Damit bloß niemand auf die Idee kommt, er müsse sich selber Gedanken machen, wie er den Fragebogen von der EU am schlauesten für sich selber ausfüllen könnte. Es ist unerträglich, wie der DBV seine Bauern bevormundet! Bekundet wird so nur die ideologische Meinung des Bauernverbandes, nicht aber die ja vielleicht sehr unterschiedlichen Meinungen der vielen einzelnen Bauern. Da fragt also die EU die Meinungen der Bauern ab und bekommt womöglich überwiegend die Meinung des Bauernverbandes mitgeteilt. Das Vorgehen des DBV mit seinem Antwortkatalog ist ganz klar eine bewusste Meinungsbeeinflussung! Warum kann sich der Bauernverband nicht ein einziges Mal raushalten, wenn die Meinungen der Bauern abgefragt werden? Der DBV befragt ja nicht mal selber die Bauern! Woher will er dann wissen, was am besten für sie ist, dass er sich eine Musterantwort anmaßt? Ich finde, das ist ein unehrlicher Umgang mit einer ernst gemeinten Befragung der deutschen Bauern!

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