Grundbesitzer wollen Wolf im Jagdrecht sehen

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Bild: Wald und Holz NRW

„Der Wolf muss in das Jagdrecht aufgenommen werden – wenn sich die Politik darüber einig ist, den Wolfsbestand reduzieren zu wollen und dafür die entsprechenden Voraussetzungen schafft“, sagt Günther Graf von der Schulenburg, stellvertretender Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst Niedersachsen. Der Verband nimmt damit Stellung zu der Mitteilung der Landesjägerschaft Niedersachsen, den Wolf zum jetzigen Zeitpunkt nicht in das Jagdrecht aufnehmen zu wollen.
 
Günther Graf von der Schulenburg ist sich mit dem Vorsitzenden des Niedersächsischen Landesjagdverbandes Helmut Dammann-Tamke einig, dass eine Regulierung des Bestandes nur durch die Revierinhaber und Grundeigentümer bzw. deren Pächter erfolgen dürfe. Denn das deutsche Reviersystem sei an das Eigentum gekoppelt.

Der Grundbesitzerverband hat diesen Standpunkt gemeinsam mit vielen anderen verbündeten Verbänden verteidigt und wollen so die Aushöhlung des Eigentumsbegriffs durch die Politik und die Naturschutzverbände verhindern. Staatlich organisierte bewaffnete Wolfsberater oder Ranger zur Bestandsregulierung werden daher strikt abgelehnt.

Video: Wolf an der Nordsee...

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gerhard Steffek · 1.
    Haftungsfrage?

    Wer, wen der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen wird, ist dann verantwortlich für die trotz allem noch weitergehenden Nutztierrisse? Nach derzeitigem Jagdrecht ist ja der Jagdinhaber dafür verantwortlich. Da aber hier der Jäger für die Ansiedlung des Wolfes nicht verantwortlich, sondern entsprechende Naturschutzverbände und Parteien die Rechnung zu tragen haben, wäre es mehr als billig, würden sich diese auf diese Art und Weise aus der Verantwortung stehlen. Im Grunde ist es doch eine infame Frechheit dieser Wolfsbefürworter die durch den Wolf entstandenen und entstehenden Kosten der Allgemeinheit aufzudrücken, nur weil sie sich eine ideologische Traumwelt verwirklichen wollen.

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