Hamburg: 100 Bauern stellen Hofreiter zur Rede

Das Wahlkampf-Essen in Hamburg hatte sich Anton Hofreiter, Chef der Grünen-Bundestagsfraktion, am Montag in Hamburg sicherlich ruhiger vorgestellt. Vor dem Öko-Restaurant „Vegan Eagle" empfingen ihn ungefähr 100 erboste Landwirte mit einem ohrenbetäubenden Trillerpfeifenkonzert.

Der Bauernverband Schleswig-Holstein hatte den Hamburger Wahlkampf genutzt, um dem Spitzenpolitiker ihre Ablehnung der von den Grünen geforderten radikalen Agrarwende klarzumachen, berichtet die Schleswig-Holstein Zeitung. Die Partei will die Vorschriften in der deutschen und europäischen Landwirtschaft deutlich verschärfen, um Nachhaltigkeit und Bio-Erzeugung zum Standard zu machen. So ist zum Beispiel angedacht, in der Schweinehaltung die Zahl der Tiere deutlich zu senken.

Zwischen den Demonstranten und Hofreiter sowie der Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Fegebank entwickelte sich dann laut der Zeitung ein hitziges Streitgespräch. So wandte sich Bauernverbands-Vize Peter Lüschow gegen eine Pauschalverurteilung aller Landwirte durch die Grünen: „Wir sind keine Agrarindustrie, sondern Landwirtschaft in Familienbetrieben." Sein Kollege Hans-Peter Witt, Kreisbauernchef in Dithmarschen: „Wie die Muslime wollen wir Bauern auch nicht unter Generalverdacht gestellt werden."

Hofreiter verteidigte die Forderung nach einer nachhaltigeren Landwirtschaft unter anderem mit den Methoden des Soja-Anbaus in Südamerika als Futtermittel für die Fleischerzeugung. „Da werden Kleinbauern von Todesschwadronen vertrieben, um die Flächen für Soja freizubekommen. Wir wollen nicht, dass irgendwo auf der Welt so Landwirtschaft betrieben wird." Der Grüne sprach sich für strengere Tierhaltungsvorschriften und gegen den Einsatz von Antibiotika in der Mast aus.

Auf diese Argumentation reagierten die Bauern mit Empörung, schreibt die SHZ weiter. Mit Todesschwadronen und Soja in Südamerika hätten Schleswig-Holsteins Bauern gar nichts zu tun. Der Besucher aus Berlin musste sich Zwischenrufe wie „Sie töten uns alle" und „Maulheld" gefallen lassen.

Anschließend folgten zehn Vertreter der Bauernschaft Hofreiter ins Restaurant und diskutierten bei veganem Linseneintopf mit ihm weiter.

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31 Leserkommentare Kommentieren

  1. von jobelego · 1.
    Was für eine Schande

    Wenn "Kollegen" in die Stimmungsmache mit einstimmen. Das mit der Vertreibung von Kleinbauern habe ich schon in anderen Versionen gehört und gelesen. Und für die läppischen 8% Futtermittelimport in Deutschland und vermutlich kaum mehr nach Europa muß keine Flächenausdehnung erfolgen. Wie wäre es , sich mal gemeinsam für die längst überfällige Wiederzulassung von Tiermehl stark zu machen?

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  2. von beernhof · 2.
    Hoffentlich lenkt der Beitrag über Herrn Hofreiter nicht all zu sehr ab.......

    von den tatsächlichen Drahtziehern einer verfehlten Agrarpolitik? Mir gefallen die Thesen der Grünen auch nicht in allen Punkten, aber passen wir auf, dass wir bei aller Häme gegen Hofreiter nicht das Ganze vergessen und leichtfertig übersehen. An der Schraube, die gegen uns gedreht wird, strengen sich andere noch mehr an als ein paar Grüne.

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  3. von detmarkleensang · 3.
    Und auf Facebook

    verteidigt ramsdorf den Bauernverband mit den Worten: "und genau aus diesem Grund dürfen die Grünen die Landwirtschaft diffamieren, blosstellen, mit falschen Zahlen und Fakten aktiv Hetzte gegen uns machen, alles das ist Gerechtfertigt?" In meinem Video ist unmissverständlich ersichtlich, wie BV-Vize-Präsi Lüschow Hofreiter fälschlicherweise eine Aussage vorwirft, die nicht er sondern eine Parteikollegin getätigt hatte. Das ist eine Diffamierung mit falschen Fakten, nichts anderes. Ich kenne Herrn Hofreiter nicht und ich halte von den Grünen generell nicht viel. Aber sie sind nunmal Teil unserer politischen Landschaft und stellen einige Agrarminister. Das Hofreiter meiner "schützenden Hand" eh nicht bedarf wird in dem Video ebenfalls deutlich.

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  4. von Slowfoot · 4.
    Hier im Landkreis hatten die Grünen

    im letzten Jahr einen "Bauernschmähabend" als Veranstaltung angekündigt. Ein Theater/Musikduo griff die Fleischesser mit widerlichen Pöbeleien an. Der Abend wurde von vielen Junglandwirten als Flashmob besucht. Scheinbar hats geholfen, denn in diesem Jahr ist das Thema "deutsche Tänze" Macht weiter!

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  5. von ramsdorf · 5.
    Und in Facebook

    hält Kleensang den Hofreiter schützend die Hand über den Kopf, es liegt an den ach so bösen Landesbauernverband....

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  6. von landei18513 · 6.
    Anton und Siegfried

    Der will nachhaltige und klein bäuerliche Landwirtschaft und ein Siegfried Hofreiter betreibt den größten Agrarbetrieb in Europa über 40000ha Verwandt ????? Wie passt das denn?????????????????

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  7. von toddelg · 7.
    Über Importe aufregen und dann in einem Restaurant genüßlich

    Importe aus der gesamten Welt verspeisen... Das dort zum Großteil nur importierte Lebensmittel angeboten werden stört einen Hofreiter nicht... Im Gegensatz zum Soja aus Brasilien futtert der Anton aber von der "Fläche" aus Ländern in denen es großen Teilen der Bevölkerung an Grundnahrungsmittel fehlen... Wohl bekommts. Scheinheiliger und peinlicher kann sich ein Grüner nicht darstellen.

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  8. von detmarkleensang · 8.
    Noch ein Video, etwas vollständiger:

    https://www.youtube.com/watch?v=8Hhm_MfMqUY&feature=youtu.be

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  9. von lürade · 9.
    Die Grünen werden nach der Hamburg-Wahl

    den Hafen für alle Gentechnik-Produkte mit einer Kontinentalsperre belegen und mal so richtig für Ordnung sorgen. Dann können die bösen Bauern keine gentechnikverseuchten Nahrungsmittel auf den Markt bringen. Ihr müßt nicht soviel sabbeln sondern handeln.In 20 Jahren reitet Herr Hofreiter dann als Steppenreiter über Deutschlands Felder. Das hätte doch was.

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  10. von matzat · 10.

    ich weiß, das 40h woche für die Landwirte eher zu niedrig angestetzt sind! vergessen sollte man jedoch nicht, dass ich den Urlaub und Krankheitstage (wann war ich eig. das letzte mal krank???? ;-) ) nicht abgezogen habe. Und wie geschrieben es ist eine Theorie praktisch wird hier und da noch Lohnarbeit, Aushilfe, etc. noch zusätzlich betrieben.

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  11. von beernhof · 11.
    Selbst bauern werden sehr oft zu Theoretikern und verkennen die Realität

    Die 40 Std. Woche ist auch mein Traum

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  12. von user10 · 12.
    Ich habe einen nachhaltigen Betrieb!

    eine gen freie Produktion, keine Genfuttermittel aus Übersee, eine im Familienbetrieb geführte Landwirtschaft, weniger Antibiotikaeinsatz, begrenzte Tierzahlen auf Flächen bezogene Ausrichtung und eine artgerechte Tierhaltung! Trotzdem mache ich meinen Betrieb dicht, weil es die Herren Hofreiter und Meyer sind, die es mir unmöglich machen, diese Bewirtschaftungsform beizubehalten!

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  13. von matzat · 13.

    Ein Betrieb der von Vater und Sohn bewirtschaftet wird hat theoretisch 4160 Jahresarbeitsstunden zu verfügung. (52 wochen x 40h/woche x 2 AK) Mit der Konventionellen Landwirdschaft ließen sich damit: ca. 600ha Mädruschfrüchte solo ODER, ca. 120 Milchkühe inklu.Futterbau solo ODER, ca. 450 Sauen solo ODER, ca. 4160 Schweinemastplätze solo ODER, ca. 300.000 Hänchenmastplätze solo bewirtschaften/betreuen. Wer jetzt denkt das ein Betrieb mit 150.000 Hänchenplätzen (das sind ca. 220GV) plus 300ha Ackerbau kein Familienbetrieb ist, dem ist auch leider nicht mehr zu helfen.

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  14. von beernhof · 14.
    Was will Herr Hofreiter?

    Eine nachhaltige Landwirtschaft, eine gen freie Produktion, keine Genfuttermittel aus Übersee, eine im Familienbetrieb geführte Landwirtschaft, weniger Antibiotikaeinsatz, begrenzte Tierzahlen auf Flächen bezogene Ausrichtung, eine artgerechte Tierhaltung, weniger Direktzahlungen an Großbetriebe und Industrielle usw. Kann das verwerflich sein? Ist dagegen ein Wachsen oder weichen besser, wie es viele einfordern? Ist es da besser, ständig unter Einstandspreisen zu produzieren und sich auf ständig fallende Direktzahlungen zu konzentrieren?

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  15. von cairon · 15.
    Der Bauernverband wird von den Bauern getragen

    Ich habe mir vor einiger Zeit mal die Mühe gemacht abzuschätzen wie hoch der Wertschöpfungsanteil des Sojaschrottes an der gesamten Sojaproduktion ist. Sojaextraaktionsschrot ist bekanntlich ein Abfallprodukt aus der Ölgewinnung. 80% des finanziellen Ertrages werden mit dem Öl erzielt, ca. 20% der Einnahmen stammen aus dem Tierfutter. Das Öl landet in der Nahrung oder auch zu einem großen Teil im Tank der Autos. Warum wird nur auf das Tierfutter geschimpft? Wieso meinen einige Leute eigentlich immer zwischen Bauern und Bauernverband unterscheiden zu wollen. 80% der Betrieb sind dort organisiert und würden diese Bauern ihren Verband nicht tragen, so würde es diesen Verband nicht geben. Die Vertreter des Verbandes werden gewählt. Und wenn 20% der Bauern, die nicht Mitglied im DBV sind, meinen der Verband vertrete nicht die Meinung der Bauern, so scheinen es doch 80% anders zu sehen. Auch wenn ich weiß, dass man hier nicht auf andere Post Bezug nehmen darf, so möchte ich doch ein paar Worte verlieren. Es gibt hier einige die jedes Thema dazu nutzen um den DBV zu kritisiere. Nach dem Motto: "Morgen soll es regnen. DARAN IST NUR DER BAUERNVERBAND SCHULD!!!!" Die Masse der Verbandsmitglieder sind keine Agrarindustrieellen, sondern ganz einfache Landwirte mit Familienbetrieben. Der DBV hat den Strukturwandel nicht erfunden, er ist wie wir Landwirte nur gezwungen darauf zu reagieren. Ich würde es wirklich nett finden, wenn einige hier aufhören könnten jedes Thema dazu zu missbrauchen ihre persönliche Abneigung gegen den DBV zu artikulieren. Das man Herrn Hofreiter mal offen gezeigt hat, was man von ihm hält, wird an seiner Einstellung nichts ändern, aber es wird Zeit das wir Landwirte (egal ob mit oder ohne Verband) uns nicht mehr pauschal verleumden lassen. Und die Aktion in hamburg war ein Schritt in die richtige Richtung.

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  16. von Fred Huber · 16.
    Würstchenstand

    Mit dem Würstchenstand vor dem Veganrestaurant zum Dialog aufrufen. Ob das eine gute Idee war?

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  17. von Bauer-Berni · 17.
    na ja

    Immerhin sind rd. 80% der deutschen Landwirte im Bauernverband organisiert. Da darf man schon mal eine Demo für die Bauern organisieren, zumal wir Landwirte von den Grünen angegriffen werden. Im übrigen kann der Bauernverband nichts für niedrigere Preise, die bilden sich am Markt. Die haben was mit Angebot und Nachfrage zu tun. Auch Wachsen und Weichen hat wenig mit dem Bauernverband aber viel mit gesellschaftlicher und technischer Entwicklung zu tun. Würden die Forderugen der Grünen umgesetzt, müssten viel mehr Landwirte als bisher ihren Hof aufgeben. Unsere Verbraucher währen nicht bereit die Mehrkosten zu tragen, sie würden auf ausländische, billigere Lebensmittel umstellen.

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  18. von redienhcs · 18.
    Wer´s braucht, der brauchts

    Im Mittelalter wurden Hexen verbrannt Um den ersten Weltkrieg hat man überall Spione gesehen verhaftet und beseitigt. (...) Nochmals später kam die Atomkraft und die Grünen. Erstere ist (bei uns) auch fast beseitigt, die zweiten sind ihrer Entstehungsgeschichte nach auch überflüssig. Aber um weiter mitspielen zu können brauchen sie halt eine Spielwiese und da sind die Bauern gerade Recht, sind ja nicht viele und noch weniger Anhänger. Möglicherweise bleibt uns Tierhaltern das mit der Armbinde oder dem Stern erspart, Feuerspucker sind aber schon genug unterwegs. Und noch was lehrt uns die Erfahrung : Die Wahrheit ist meist zu Vielschichtig, als das man sie für plumpes Machtstreben gebrauchen könnte. Ein paar Fetzen, aus allen Zusammenhängen ausgelöst machen die Sache doch wesentlich einfacher. Und gehörst du zu den Gutmenschen darfst du sowieso ...

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  19. von Doris Peitinger · 19.
    Bauern oder Bauernverband?

    Waren es tatsächlich Bauern, die da gegen Herrn Hofreiter demonstriert haben? Oder nicht eher der Bauernverband, der seine Poltik des Wachsen und Weichens samt der Dumpingpreispoltik gerne ungestört weiter betreiben möchte? Und dem die Forderung der Grünen, die Subventionen nach anderen, gerechteren Gesichtspunkten zu verteilen ( Kappung / mehr Geld für die ersten Hektare ) überhaupt nicht in den Kram paßt? Ganz sicher ist nicht alles, was von den Grünen kommt, besonders intelligent oder empfehlenswert. Aber die derzeitige Agrarpoltik nutzt sicher allen anderen, als der Mehrheit der Bauern. Ebenso, wie keiner unter Generalverdacht steht und es mehr als dumm wäre, sich vor schwarze Schafe zu werfen. Bei der dünnen Argumentationslage ist es logisch, dass lieber geschrieen und gepfiffen wird und ein hervorragendes Bild der "Bauern" in der Öffentlichkeit abgibt. Hat Tönnies auch diese Würstchen spendiert?

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  20. von schlaumeier · 20.
    Endlich wehren wir uns!!

    und der Bauernverband ist dabei. Hatte lange das Gefühl die tuen nix und betreiben nur gepflegte Hinterzimmerpolitik. Wichtig ist, das auch auf Glaubwürdigkeit und Genauigkeit in der Argumentation geachtet wird. Hierfür müssen in Zukunft deutlich mehr Ressourcen bereitgestellt werden als für die "Selbstbespaßung" der Landwirte auf tausenden Wintervesammlungen in ganz Deutschland von gefühlten mehr als 100 verschiedenen "berufsständischen Organisationen".

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  21. von klaus1618 · 21.
    Die Verfolgung falscher Dämonen

    Billige „grünenfeindliche“ Ablenkungsmechanismen in offensichtlicher Verschleierungstaktik!? - Glaubt man tatsächlich offen, ehrlich, transparent, dass die deutsche/europäische Landwirtschaft, befreit von einer Politik der Grünen in bloßer Harmoniebedürftigkeit nur noch „Friede-Freude-Eicherkuchen“ zu erkennen gäbe!? - In Bayern müssten wir dato schon nur noch ganztägig Hosianna singen, um die Bauernglückseligkeiten allesamt zu lobpreisen!!! - Ein Gruß an den unvergessenen Karl Valentin, unseren „Münchner im Himmel“.

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  22. von schorse77 · 22.
    @paul-meier

    Sehr guter Beitrag! Wird immer vergessen der Punkt, auch von Landwirten bei der Gegenargumentation was diesen Vorwurf angeht. Aus dem Soja wird ja u.a Veganerfraß gemacht...

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  23. von paul-maier · 23.
    Sojaproduktion nur für Schrot?

    Warum kommt niemand auf die Idee, auch das Hauptprodukt Öl zu hinterfragen? Dieses wird doch auch alles verbraucht, ohne dass auch nur ein einziger Grüner diese Nutzung anprangert. Dies zeigt sehr deutlich, dass es den Grünen vor allem um das Erreichen ihres Hauptzieles, nämlich der flächendeckenden Einführung von Bio Landwirtschaft geht und das kann man durch ständige Hetze gegen die grosse Mehrheit der Bauern am besten erreichen. Kein Wort verlieren sie über die nicht weniger rabiaten Methoden, die für den Anbau von Kaffee, Kakao, Bananen, Zitrusfrüchte, Ananas, Zuckerrohr, Blumen aber auch Baumwolle, Kautschuk, Sisal u.ä. üblich sind. Weil eben der Eindruck immer deutlicher zutage tritt, dass diese Partei mit ihrem Feindbild durch einen Tunnelblick nur die konventionellen Bauern sieht und alles andere stillschweigend übersieht, deswegen braucht man mit Herrn Hofreiter, der etwas später zum veganen Linseneintopf kam, wahrlich kein Mitleid zu haben.

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  24. von kuhrios · 24.
    Minister Hofreiter?

    Die konservativen Parteien incl. der SPD verkaufen die bäuerliche LWS seit Jahrzehnten an die exportorientierte Lebensmittelindustrie und trotzdem halten die Bauern denen die Stange und prügeln auf die ein, welche das System hinterfragen. Zugegeben Hofreiter ist keine agrarpolitische Leuchte, aber dieses Kindertheater hat er nicht verdient. Meine Herren gebt acht, wenn es Merkel in zwei Jahren nicht zu einer Mehrheit reicht und Sie eine rot-rot-Regierung zu verhindern sucht, werden die Grünen zur Regierungs-Option und Hofreiter vielleicht Landwirtschaftsminister.

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  25. von Kirsten Wosnitza · 25.
    Bericht

    im NDR TV zur Aktion http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Bauernverband-macht-Front-gegen-die-Gruenen,shmag32098.html

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  26. von schorse77 · 26.
    Bitte verschont uns...

    ... von diesem zotteligen Typen und bitte verschont uns auch von dämlichen Kommentaren die diesen Typen noch in Schutz nehmen. Finde der Bauerverband SH macht gute Arbeite! Gefällt mir!

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  27. von Bauer-Berni · 27.
    importe

    Wachsen die Bohnen für unseren Kaffee nicht auch in Afrika und Südamerika? Ich habe gelesen dass die Fläche auf dem unser importierter Kaffee wächst genau so groß ist wie unsere Sojaimport Fläche. Aber Kaffee trinken ist doch in Ordnung, oder?

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  28. von Pälzer_Bub · 28.

    @Franzi Also betreiben Familienbetriebe keine Puten oder Schweinemast??? Nur weil es ein paar große gibt, die zugegebener Maßen im industriellen Stiel Schweine und Puten mästen, gibt es ja trotzdem noch die bäuerlichen Betriebe mit Schweine- und Putenhaltung. Und ja, auch die verfüttern Soja aus Südamerika. Seltsamerweise hinterfragt ein Herr Hofreiter aber nur landwirtschaftliche Zusammenhänge der Globalisierung. Vielleicht sollte sich Herr Hofreiter mal lieber fragen wie sein iPhone in Asien produziert wird (Stichwort: Ausbeutung) oder woe der ganze Sprit her kommt mit dem er quer durch Deutschland fliegt und fährt um irgendwo Wahlkampflike in einem vegan Restaurant zu essen. Man kann und muss viele Dinge auch in der Landwirtschaft kritisch hinterfragen. Aber eben nicht NUR dort. Das ist eben eine falsche Doppelmoral!

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  29. von guiseppe.b · 29.
    Wie sieht es denn aus mit der Rohstoffgewinnung für die dt. Industrie?

    Auf die Landwirte kann man ja eindreschen. Wie sieht es denn mit der Gewinnung von seltenen Erden in Entwicklungsländern aus? Wie mit der Produktion von Textilien für uns in Deutschland, der Produktion von Komponennten in Fernost für unseren Maschinenbau und Industrie? Werden hier keine Menschen vertrieben oder ausgebeutet? Ich will hier nichts gut heißen, aber gerade beim Zuckerrohranbau in Südamerika gehts auch nicht gesitteter zu, aber unsere Zuckerproduktion wird wenn es schief geht mit Gewalt an die Wand gefahren, während dann in Südamerika dieser Produktionrückgang zu den dortigen Sozial- und Menschenrechtsstandarts aufgefangen werden wird. Aber Zuckerproduktion hat ja auch nichts mit konventioneller Tierhaltung zu tun. Wer A sagt muss auch B sagen, Herr Hofreiter!

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  30. von Franzi13 · 30.
    Schon wieder verloren DBV!!

    Was ist Putenmast Schweinemast Ferkelerzeugung Hühner. Alles Agrarindustrie die keine Akzeptanz hat. Und überall ist das Soja drin welches wie beschrieben in Südamerika produziert wird. Drum bleibt nur übrig: Getroffene Hunde bellen und der Bauernverband hat wieder schnuckelige Familienbetriebe vorgeschoben und verheizt zum wohle seines Klientels Agrarindustrie. Erreicht nichts nur der Gegendruck wird noch höher.

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  31. von Johannes93 · 31.
    Fragliche Methode.

    Bei aller Kritik, die angebracht ist bei den Grünen. Wer die Öffentlichkeit sucht, die Zeitung zu einer solchen Aktion mitnimmt, kann schnell in ein falsches Licht gestellt werden, wenn Hofreiter mit einem berechtigten Gegenargument kommt. Auch in SH wird Gen Soja verfüttert. Das sollte man wissen! Einfach brüllen, wir sind unschuldig, bei uns ist die Welt in Ordnung glaubt der Zeitungsleser nicht !

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