Preiskampf auf dem Rücken der Tiere

Die Katholische Landvolk Bewegung (KLB) der Erzdiözese Freiburg kritisiert die Preissenkung einiger Discounter für Fleisch- und Wurstwaren. „Billiges Fleisch kostet seinen Preis“, meint Landvolkpfarrer Dr. Thomas Dietrich und spricht in diesem Zusammenhang von einem Skandal. Der Preiskampf werde auf dem Rücken sowohl der Landwirte als auch der Tiere ausgetragen.
 
Er weist darauf hin, dass die Tierhaltung in Deutschland zu Recht hohen Anforderungen unterliegt. Wenn Lebensmittelketten die Preise für Fleisch und Wurst senken könne der Landwirt nicht mehr preisgerecht produzieren. Dies könne dazu führen, dass die Regeln für eine artgerechte Tierhaltung verletzt werden oder dass Fleisch aus dem Ausland importiert wird, wo deutsche Standards nicht gelten.
 
Viele Menschen würden sich gegen Massentierhaltung aussprechen, „dann müssen sie aber auch konsequent sein und einen fairen Preis für Fleischwaren bezahlen“, so Thomas Dietrich. „Mensch und Tier leiden unter diesem Preiskampf“, ergänzt Roland Stroppel vom Vorstand der KLB. Wenn es den Verbrauchern wichtig sei, dass das Wohl der Tiere beachtet werde, müssten sie auch bereit sein, einen gerechten Preis zu bezahlen. Fleisch dürfe nicht als Billigware an der Ladentheke verkauft werden.

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von grubber7 · 1.
    Fromme Menschen

    haben einen starken Glauben und glauben an das gute im Menschen. Wenn es aber bei der Kirche um Geld geht versteht sie auch keinen Spaß..Moral muss man sich halt leisten können, da lob ich mir doch als wenig gläubiger Evangelischer den neuen Papst, der ist wenigsten authenisch wie es scheint

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