Staatssekretär Stübgen gegen verpflichtende Degression und Kappung

Gruppenbild MdB Johannes Selle, Steffen Steinbrück (Erzeuger-Genossenschaft Neumark eG), Sts. Michael Stübgen und TBV-vizepräsident Dr. Lars Fliege
Bild: A. Horn

Der Parlamentarische Staatssekretär (Sts.) beim Bundesagrarministerium, Michael Stübgen, sprach kürzlich mit Vertretern des Thüringer Bauernverbandes in der Erzeuger-Genossenschaft Neumark eG über die drohende Kappung und Degression der Direktzahlungen. Mit dabei waren der Bundestagsabgeordnete Johannes Selle und TBV-Vizepräsident Dr. Lars Fliege.

Stübgen zeigte sich als Kenner der EU-Finanzpolitik und versicherte den Anwesenden gegen verpflichtende Degression und Kappung einzutreten. Auch die Anrechnung von Arbeitskräften sehe er momentan nicht als Alternative, weil zu viele bürokratische Hürden damit verbunden seien. Die in Ostdeutschland entstandenen Genossenschaftsstrukturen gelte es aus seiner Sicht zu erhalten, da diese ein Modell für eine zukunftsfähige Landwirtschaft darstellen. 

Die wachsenden Überlagerungseffekte der Direktzahlungen seien allerdings ein Problem, da hierdurch die GAP insgesamt an öffentlicher und politischer Legitimität verliere. Neben der GAP wurde auch die Problematik der Regulierung des Verkaufs landwirtschaftlicher Flächen angesprochen, da es derzeit Versuche gibt, ein Abdriften der Flächen auf den Kapitalmarkt gesetzlich zu verhindern (Grundstücksverkehrsgesetz).

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4 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Christian Bothe · 1.

    Eine sehr richtige Auffassung des Staatssekretärs,welche ich auch vertrete, und so wird es auch kommen. Herrn Mohrmann sei gesagt,das diese Betriebe hier(bin zufällig Thüringer)eine anders geartete Eigentümerstruktur haben als die von Ihnen gebetsmühlenartig dargestellten Rethmann und Co.

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  2. von Heinrich Esser · 2.
    Schön, wie sich die Regierung für die großen Betriebe einsetzt...

    Wäre mal was Neues, wenn sie auch mal die Interessen der kleinen und mittleren berücksichtigen würde. Oder wollen die uns ernsthaft verkaufen, die Verhinderung von Kappung und Degression hilft nicht nur den großen Betrieben? Mal ganz abgesehen davon, dass die Prämien eigentlich ganz abgeschafft werden müssten.

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  3. von Karl-Heinz Mohrmann · 3.

    Lufthansa Fielmann Merckle Steinhoff Rethmann KTG Agrar Zech Münchner Rück usw freuen sich riesig und kaufen weiter den Bauern die Flächen weg. Mit den Ausgleichszahlungen die eigentlich für Bauernfamilien vorgesehen sind.

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  4. von Ottmar Ilchmann · 4.

    Die Besitzstandswahrer schließen die Reihen.

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