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20. Wertholzsubmission in St. Florian Oberösterreich

3.300 Euro pro Festmeter für eine Schwarznuss

980 der schönsten Baumstämme Oberösterreichs wurden in den vergangenen Wochen bei der 20. Wertholzsubmission in St. Florian verkauft. Eine Schwarznuss erzielte das höchste Gebot.

Lesezeit: 3 Minuten

Bei der 20. Wertholzsubmission in St. Florian, durchgeführt vom Waldverband OÖ und der Landwirtschaftskammer OÖ, wurden am vergangenen Freitag 980 der schönsten und teuersten Baumstämme Oberösterreichs präsentiert und verkauft. Bei der Submission handelt es sich um eine Versteigerung für Laubholz.

Eichenpreis um fast 10 % gestiegen

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Die Vermarktungsmenge der Submission wurde mit rund 1.300 Festmeter gegenüber dem Vorjahr um 37 % gesteigert, wobei die Hauptbaumart Eiche mit ca. 70 % der angebotenen Menge war. Umso erfreulicher ist es, dass der Eichenpreis mit einem Durchschnitt von 757 Euro pro Festmeter um beinahe 10 % höher liegt als im Vorjahr.

„125 Wertholzstämme erhielten Gebote mit mehr als 1.000 Euro pro Festmeter, darunter 100 Eichen. Es kommt aber nicht nur auf den Preis je Festmeter an, sondern auch auf die Kubatur. Aufgrund ihres Volumens sind manche Stämme bis zu 10.000 Euro wert“, erläutert Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ. Neben der Eiche gab es auch andere Laubholz-Spezialitäten.

301 Waldbesitzer lieferten Holz von 15 verschiedenen Baumarten, von A wie Apfel bis Z wie Zwetschke, zur Submission. Die 32 Käufer kamen überwiegend aus Österreich und Deutschland, aber auch aus Tschechien und Kroatien.

Ein Plus für Käufer und Verkäufer

Die gute Vorauslese der wertvollsten Stämme und die kompakte Präsentation an einem zentralen Ort macht die Submission für die Bieter interessant. Die Bandbreite der Käufer reicht von Fußbodenherstellern, Laubholzsägern über Designer bis zu Furnierhändlern. Jeder Anbieter kann gerade diejenigen Gustostücke, die für seine Zwecke interessant sind, mit einem Angebot belegen und im Falle eines Zuschlages auch verarbeiten. „Die Waldbesitzer haben den Vorteil, dass eine Vielzahl unterschiedlicher möglicher Käufer die Hölzer zu Gesicht bekommt. Die Versteigerung bringt im Vergleich zum klassischen Holzverkauf durchwegs höhere Erlöse, da sie Käufer und das gesuchte Holz bestmöglich zusammenführt.

Siegerstamm ist eine Schwarznuss

Am Aktionstag zur Wertholzsubmission wurde der Titel „Holzmoar“ und die „Goldene Axt“ an den Besitzer des teuersten Baumstammes verliehen. Eine Schwarznuss erzielte mit 3.300 Euro je Festmeter das höchste Gebot. Waldhelfer Klaus Hehenberger hat den Baum ausgesucht und gefällt und er nahm auch die „Goldene Axt“ und den Titel „Holzmoar“ von Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Karl Grabmayr und dem Obmann des Waldverbandes OÖ, Franz Kepplinger, entgegen. Der Baum stammt aus dem Besitz von Hildegard Habsburg-Lothringen aus einem Wald in Alkoven im Bezirk Eferding.

Die Schwarznuss ist ein aus Nordamerika stammender Verwandter der Walnuss. Das äußerst wertvolle, schwere und harte Holz zählt zu den begehrtesten Holzarten und ist in der Furnier- und Möbelherstellung begehrt. Die Schwarznuss benötigt tiefgründige, gut durchlässige, feuchte, nährstoffreiche Böden mit hohem pH-Wert. Die Baumart ist wärmeliebend und reagiert empfindlich gegen Spätfröste. Auf Seehöhen unter 600 Meter bei passenden Standortsbedingungen ist die Schwarznuss auch hierzulande eine spannende Baumart von hohem Wert.

Wert des Laubholzes sichtbar machen

Die jährlich durchgeführte Wertholzsubmission zeigt: Ein Waldbau mit gesteigertem Laubholzanteil führt langfristig zum Erfolg. Die vorzeigbaren Ergebnisse beim Laubwertholz steigern das Image des Laubholzanbaus, was aufgrund der Klimaveränderung wichtiger denn je ist. „Der Klimawandel erfordert neue Waldbaukonzepte. Es bedarf der Auswahl geeigneter Baumarten, welche mit den geänderten Umweltbedingungen zurechtkommen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei unter anderem die Aufforstung mit Laubbäumen. Eichen beispielsweise, wie sie heuer sehr stark auf der Submission vertreten waren, trotzen dem 3/4 Klimastress. Mit ihrem starken Wurzelwachstum bringen Eichen selbst unter widrigen Wuchsbedingungen gute Holzzuwächse und sind damit eine zukunftstaugliche Baumart für die tieferen Lagen Oberösterreichs“, erläutert Franz Kepplinger, Obmann des Waldverbandes OÖ.

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