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Nach Bekanntwerden von Missständen

AMA-Marketing verstärkt Kontrollen auf Hühnermast- Betrieben

Nach dem Bekanntwerden eklatanter Missstände auf einem Hühnermastbetrieb in der Steiermark hat die Agrarmarkt Austria (AMA) Marketing ihre Kontrollen verstärkt.

Lesezeit: 2 Minuten

In den vergangenen beiden Wochen seien zusätzlich 20 Betriebe durch unangekündigte, tierwohlbezogene Spot-Audits überprüft worden, teilte die AMA-Marketing heute mit. Bei den durch unabhängige Stellen durchgeführten Kontrollen habe es keine Hinweise auf relevante Abweichungen oder Verfehlungen bei der Tierhaltung gegeben. Allerdings bestehe bei einzelnen Betrieben Verbesserungsbedarf, vor allem beim Dokumentationswesen sowie bei der Sorgfaltspflicht hinsichtlich der gemäß AMA-Gütesiegel mehrmals täglich durchzuführenden Stallrundgänge und der Einhaltung der Ruhephasen.

Die AMA-Marketing kündigte an, in den nächsten Wochen weitere Kontrollen durchzuführen. Laut den Wiener Marketingexperten stammt das kurz vor Weihnachten von einer Nichtregierungsorganisation (NGO) veröffentlichte Filmmaterial vom Sommer 2022. Man sehe sich nun mit Fragen dazu konfrontiert, warum Missstände, die Tierschützern seit vorigen Sommer bekannt seien, aufgrund der verspäteten Veröffentlichung erst jetzt untersucht werden könnten.

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Mehr Beratung und Schulung für die Betriebe

„Weitere Maßnahmen zur Stärkung des Kontrollsystems werden derzeit mit allen Beteiligten vorbereitet. Konkret wird sich das Verhältnis von angekündigten und unangekündigten Kontrollen ändern“, erklärte die neue Geschäftsführerin der AMA-Marketing, Christina Mutenthaler-Sipek. Zur verbesserten Prävention gebe es künftig außerdem mehr Beratung und Schulungen für die Betriebe zur Tierhaltung und -betreuung. Auch eine stärkere digitale Vernetzung der Daten aller amtlichen und privatrechtlichen Kontrollstellen sei in Arbeit.

„Die Kontrollsystematik im AMA-Gütesiegel ist grundsätzlich dieselbe wie bei Bio, Gentechnikfrei und den International Featured Standards (IFS) im Lebensmittelbereich, hob Mutenthaler-Sipek hervor. Die AMA verlange außerdem von den teilnehmenden Geflügelmastbetrieben die Mitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst. Dadurch werde der Gesundheitszustand aller Geflügelherden mindestens zweimal innerhalb weniger Wochen von Geflügelfachtierärzten im Zuge angekündigter Kontrollen begutachtet.

AMA selbst ist keine Kontrollstelle

Die Geschäftsführerin erinnerte daran, dass die AMA-Marketing Lizenzgeberin des staatlich anerkannten AMA-Gütesiegels sei und dieses auf der Basis von klaren Regelungen vergebe. Die Regeln lasse man engmaschig und risikobasiert durch unabhängige, akkreditierte Kontrollstellen überprüfen. Die AMA sei aber selbst keine Kontrollstelle und nehme auch keinen Einfluss auf das Ergebnis der Kontrollen, stellte Mutenthaler-Sipek klar. Die Landwirte verpflichteten sich vertraglich zur Einhaltung der AMA-Richtlinien. Wer diese Solidargemeinschaft durch Fehlverhalten gefährde, müsse mit strikten Konsequenzen rechnen.

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