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Kieler Rohstoffwert Milch

Erstmals über 60 Cent!

Der Höhenflug des Kieler Rohstoffwertes Milch hat sich im März 2022 weiter fortgesetzt. Er legte gegenüber dem Vormonat um 4,6 Cent auf 60,9 Cent/kg zu und überstieg damit erstmals die 60-Cent-Marke.

Lesezeit: 2 Minuten

Vorjahreswert um über 25 Ct übertroffen

Der Vorjahreswert wurde gleichzeitig um 25,2 Cent übertroffen, teilt das ife-Institut in Kiel mit. Der Rohstoffwert Milch hatte bereits im Jahr 2021 einen historischen Höchststand erreicht. Er gilt als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der Erzeugermilchpreise in Deutschland beziehungsweise der EU.

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Für den weiteren Anstieg des Rohstoffwertes war die positive Entwicklung der Notierungen für Butter und Magermilchpulver ausschlaggebend. Beide Produkte waren sehr gefragt und nur in begrenzter Menge vorhanden. Laut Berechnungen des ife-Instituts erhöhten sich die durchschnittlichen deutschen Butterpreise im März 2022 um 5,9% auf 625,50 Euro/100 kg. Die Notierungen für Magermilchpulver verzeichneten sogar ein Plus von 8,3% auf 395,70 Euro/100 kg.

Mit der historischen Überschreitung der 60-Cent-Marke beschreibe der Kieler Rohstoffwert die derzeitige Marktstimmung. Geprägt von vielen Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine und die extrem hohen Energiepreise eröffne sich momentan "eine Kostenspirale, die keine vernünftige Kalkulation für Produktpreise mehr zulässt", stellt der Verband der Milcherzeuger in Bayern fest. Gleichzeitig sei das Milchaufkommen in Deutschland beziehungsweise Europa durch diese Unwägbarkeiten rückläufig. Dem stehe eine gute Nachfrage am Binnenmarkt gegenüber.

Gibt die Richtung für Erzeugerpreise vor

Das Angebot an Milcherzeugnissen für den Export sei dieser Situation angepasst. Daraus resultierten stetig steigende Handelspreise und - etwas zeitversetzt - höhere Erzeugermilchpreise, je nach Portfolio der Molkerei, so der Verband. Der monatlich vom ife-Institut in Kiel ermittelte Rohstoffwert gilt bekanntlich für Standardmilch mit 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß ab Hof des Milcherzeugers sowie ohne Mehrwertsteuer. Berechnungsbasis sind die durchschnittlichen Marktpreise für Butter und Magermilchpulver auf Basis der Notierungen der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten. Der Rohstoffwert entspricht also nicht dem Auszahlungspreis einer bestimmten Molkerei, er gibt aber die Richtung und den Spielraum für die Entwicklung der Erzeugerpreise vor - diese lagen in Deutschland im Februar 2022 für konventionell erzeugte Kuhmilch bei etwa 43 Cent/kg netto.

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