Einloggen / Registrieren

Startseite

Schlagzeilen
Newsletter
Messen & Termine
Themen
Wir für Euch
Heftarchiv
Sonstiges

BayWa in Insolvenzgefahr Ernte 2024 Afrikanische Schweinepest

topplus Für Sie getestet

MF 4710 M: Ein universeller Helfer

Als Allzwecktraktoren hat MF im letzten Jahr die Baureihe 4700 M eingeführt. Ob der Traktor so unkompliziert und zuverlässig ist, wie der Hersteller verspricht, haben wir im Test mit dem größten der drei Modelle untersucht, dem MF 4710 M.

Lesezeit: 4 Minuten

Unsere Autoren: Hans Grasser und Georg Schuller, top agrar-Testteam, Hartberg

Die Baureihe MF 4700 M folgt der Gobal Serie MF 4700. Der Hersteller hebt die einfache Bedienung, Zuverlässigkeit und das Preis-Leistungs-Verhältnis hervor. Wir waren natürlich gespannt, ob unser Testtraktor, ein 4710 M, hält, was der Hersteller verspricht.

Das Wichtigste zum Thema Österreich freitags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß der AGBs und den Datenschutzhinweisen zu.

Deshalb haben wir ihn bei allen anfallenden wichtigen Acker- und Grünlandarbeiten sowie bei Arbeiten am Betrieb unter die Lupe genommen. Ein Blick auf die Optik verrät: Die Baureihe 4700 M übernimmt das neue Design von MF mit dem modernen Kühlergrill und Fahrscheinwerfern an der Oberseite. Alle Funktionen werden auf einem überarbeiteten Armaturenbrett angezeigt. Neu sind zudem auch die stärkeren Felgen.

Durchzugsstarker Motor

Schauen wir auf den Motor: Die Baureihe wird von 3,3-Liter-Dreizylindermotoren der Abgasstufe 5 von AGCO Power angetrieben. Unsere Testmaschine leistet laut Hersteller 100 PS. Unser Eindruck im Test: Der Dreizylinder zeigt sich sehr spritzig und durchzugsstark. Das einzige, was uns nicht so gut gefallen hat, war das langsame Startverhalten.

Es dauert doch, bis der Motor anspringt und braucht im kalten Zustand dann auch etwas Zeit, bis er hochdreht. Am Prüfstand haben wir eine Zapfwellenleistung von 86 PS/63 kW ermittelt, und das bei einer Zapfwellendrehzahl von 544 U/min. In der Grundausstattung verbaut MF das bewährte 12 x 12-Getriebe.

Unser Testtraktor verfügte über das optionale neue Dyna-2-Getriebe. Es ist serienmäßig mit Speedmatching ausgestattet. Dieses wählt beim Gangwechsel automatisch die richtige Lastschaltstufe für die jeweilige Geschwindigkeit. Es wird über einen Schalter auf der rechten Konsole aktiviert. Dyna 2 bedeutet, dass jeder Gang nochmals gesplitet werden kann. Man kann also ohne zu kuppeln die Geschwindigkeit erhöhen oder reduzieren. Somit stehen in der Dyna-2-Version insgesamt 24 Vorwärts- und 24 Rückwärtsgänge zur Verfügung.

Viel Gefühl fürs Kuppeln

Die Positionen vorwärts und rückwerts werden über Power Shuttle geschaltet. Dieses kann über den Comfort control-Knopf in seiner ­Aggressivität verstellt werden. Das finden wir lobenswert. Die Kupplung kann über Fuß oder über Knopf am Ganghebel betätigt werden. Sie ist für unseren Geschmack recht grob zu bedienen, sprich man muss viel Gefühl aufbringen, um ein sanftes ­Anfahren des Traktors zu bewerkstelligen. Hier sehen wir noch Verbesserungspotenzial.

Durch seine niedrige Bauweise ist der Aufstieg in die Kabine einfach. Die Kabine selbst bietet eine sehr gute Rundumsicht, man hat immer alles im Blickfeld. Wir finden, dass sie für diese Klasse auch recht leise ist.

Genug Platz für Beifahrer

Sie bietet zudem auch ausreichend Platz für einen Beifahrer. Ablagefächer sind auch ausreichend vorhanden. Damit finden mitgeführte Papiere ihren Platz und flattern nicht in der Kabine umher. Die Bedienung der Maschine ist sehr einfach und selbsterklärend. Die drei mechanischen Steuergeräte sind gut positioniert und liegen sehr gut im Griffbereich.

Die Zapfwellenvorwahl war bei unserer Testmaschine außen am Heck zu bedienen. Als Option gibt es auch die Schaltung der Zapfwellenvorwahl in der Kabine – diese Option empfehlen wir auch. Der Ganghebel könnte für unseren Geschmack um 10 cm länger sein. Dann würde er unserer Meinung nach besser in der Hand liegen. So muss man immer etwas nach unten greifen. An den beiden Kotflügeln kann man das Hubwerk steuern.

Einfache Wartung

Die verschiedenen Flüssigkeiten, wie Ölstand, Kühlflüssigkeit etc., sind einfach zu kontrollieren. Auch die Abdichtung rund um den Kühler passt. Somit werden wenig Teile angesaugt, die den Kühler verschmutzen können. Zusätzlich ist er mit einem Sieb ausgestattet, das bei geöffneter Motorhaube einfach herauszuziehen ist. Zum sauberen Ausblasen muss ein Schraubendreher benutzt werden, um eine Abdeckung zu entfernen. Schließlich ist auch der Luftfilter gut zugänglich und leicht zu reinigen.

Plus und Minus MF 4710 M



+ Gute Rundumsicht

+ Geringes Eigengewicht

+ Niedrige, kompakte Bauweise

+ Kleiner Wenderadius



- Kupplung

- Zapfwellenschaltung

- Kalt-Start-Eigenschaften

Die Redaktion empfiehlt

top + Ernte 2024: Alle aktuellen Infos und Praxistipps

Wetter, Technik, Getreidemärkte - Das müssen Sie jetzt wissen

Wie zufrieden sind Sie mit topagrar.com?

Was können wir noch verbessern?

Weitere Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Wir arbeiten stetig daran, Ihre Erfahrung mit topagrar.com zu verbessern. Dazu ist Ihre Meinung für uns unverzichtbar.