Österreich

Bärenalarm in Tirol

In Tirol streift ein Bär herum. Wer seine Weidetiere von den Almen zurück zum Hof holt, bekommt die Futterkosten erstattet.

In Tirol scheint wieder ein Bär umherzuwandern. Im Almgebiet zwischen dem Sellraintal und dem Inntal wurden zuletzt 20 Schafe gerissen, berichtet top agrar Österreich unter Berufung auf die Landesregierung.

"Die unsystematische Vorgehensweise und das Bild, das die Risse zeigen, deuten auf einen Bären hin. Bisher wurden uns allerdings keine Sichtungen gemeldet", erklärte Dr. Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer. Letzteres deute wiederum darauf hin, dass es sich eher um ein scheues Tier handeln dürfte. Eine unmittelbare Gefahr für Wanderer bestehe nicht, wurde betont.

Die Landesveterinärdirektion prüfe derzeit die Situation vor Ort; u.a. haben die Beamten Wildkameras aufgestellt und die DNA-Proben von den toten Schafen zur Analyse eingeschickt.

Land erstattet Futterkosten

Große Verunsicherung gibt es bei den Schafbesitzern, die ihre Tiere im betroffenen Almgebiet haben, berichtet top agrar Österreich weiter. Wer seine Schafe aber vorsichtshalber zurück zum Hof holt, kann beim Land Tirol eine Erstattung der Futterkosten beantragen. Auch für die von großen Beutegreifern verursachten Schäden gibt es eine Entschädigungsregelung.

Zuletzt hatte es in Tirol zweimal "Bärenalarm" gegeben. Bei Reutte im Tiroler Außerfern wurde Ende Juni ein Foto von einem Bären aufgenommen. Zuvor war ein Rotwildkadaver in der Nähe gefunden worden.

Anfang Juni war ein Bär im Tiroler Pitztal von einer Wildkamera fotografiert worden. Dieser wurde mit drei zuvor gerissenen Schafen in Verbindung gebracht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich bei diesem Bären um ein bisher unauffälliges männliches Jungtier aus dem italienischen Trentino, hieß es seitens des Landes Tirol.

Eingefangener Bär wieder ausgebrochen

Im Trentino hatte kürzlich ein Braunbär für Aufsehen gesorgt. Nach mehreren Attacken auf Nutztiere konnte er mittels Bärenfalle eingefangen werden und wurde in ein Tierpflegezentrum nahe Trient gebracht. Von dort ist er nach wenigen Stunden hinter Gittern wieder ausgebüxt. Nach dem Tier mit Bezeichnung M49 wird gesucht. Im Trentino leben derzeit an die 50 Bären.

Kaufpreise für Ackerflächen überschreiten 100.000 Euro-Marke

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Leopold Th. Spanring

Redakteur

Schreiben Sie Leopold Th. Spanring eine Nachricht

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen