taz-Bericht

Umweltschutz in der Landwirtschaft: Das fordert der NABU

Wegen des Ukrainekriegs hat das Thema Umweltschutz in der Landwirtschaft an Aufmerksamkeit verloren. Das will Deutschlands größte Umweltorganisation nun ändern.

Der Deutsche Naturschutzbund Nabu fordert von Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) eine härtere Gangart. „Nach dem Schock dieses Jahres durch den Ukrainekrieg werden wir das Thema Umweltschutz in der Landwirtschaft wieder lauter machen“, kündigt Verbandspräsident Jörg-Andreas Krüger in der Tageszeitung "taz" an. „Wir werden den Druck auf Bundesagrarminister Cem Özdemir erhöhen“, ergänzte der Naturschützer.

Fast ein Jahr nach dem Amtsantritt des grünen Ressortchefs sei es Zeit, dass die Bundesregierung zum Beispiel für mehr Tierschutz sorge, damit der Fleischkonsum und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen sinken. Als Ausgleich sollten die Landwirte Geld aus einer Abgabe bekommen, die die VerbraucherInnen auf Fleisch zahlen.

Das Bundeskabinett hat zwar Özdemirs Gesetzentwurf für eine verpflichtende Kennzeichnung des Tierhaltungssystems für Schweinefleisch beschlossen. Sie soll Verbraucher dazu anhalten, Produkte aus tierfreundlicheren Ställen zu kaufen. Aber auf eine Tierwohlabgabe haben sich die Ampel-Parteien bisher nicht einigen können. Sie würde den Stallumbau finanzieren und Fleisch verteuern, so dass der Verzehr sinkt.


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.