Die Haut der Klauen besser schützen Premium

Eine geschädigte Hautbarriere durch Gülle und Stress ist Wegbereiter der Mortellaroschen Krankheit. Doch können Pflegeprodukte die Haut schützen?

Die Mortellarosche Krankheit (Dermatitis digitalis, DD) bereitet auf Kuhbetrieben flächendeckend große Probleme. Und auch Bullenmäster berichten von Fällen.

Was harmlos und oft unbemerkt mit kleinen Hautveränderungen im Zwischenklauenspalt beginnt, endet schnell in oft wiederkehrenden schmerzhaften Hautentzündungen und Lahmheiten.

Milchviehhalter greifen dann auch zu ungeeigneten Klauenbädern und bereiten damit den typischen Erregern unbeabsichtigt den Weg.

Was Geschieht zuerst?

Haupterreger der Krankheit sind Treponemen. Diese beweglichen, fadenförmigen Bakterien gelangen erstmals meist durch Zukauf infizierter Rinder in den Stall. Aus akuten Krankheitsstadien treten dort massenhaft Erreger aus, die in der Gülle und auf verschmutzten Oberflächen überleben und sich so in der Herde verbreiten.

Die Oberhaut an der Klaue hat drei Barriereschichten, die sie vor Erregern schützen kann.

  • Die äußerste Schicht, die Hornschicht, besteht aus abgestorbenen Hautzellen. Sie ist resistent gegen Wasser und mechanische Verletzungen und verhindert primär das Eindringen von Erregern. Die erste Barriere ist wie eine Ziegelsteinmauer aufgebaut. Die Hornzellen sind die „Ziegel“ des Mauerwerks, der „Kitt“ besteht u.a. aus Lipiden und Eiweißen. Diese verbinden die Hornzellen und dichten die Barriere ab.9

Das in der Gülle entstehende Ammoniak greift die Hornschicht massiv an. Schädigend sind auch Formalin und Kupfersulfat – beides löst den „Kitt“ der äußersten Hautschicht und Erreger können die Barriere überwinden. Daher sind solche Klauenbäder nachteilig.

  • Die zweite Schicht besteht aus noch lebenden Zellen, die...

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