Nachhaltigkeit

Arla Foods steigert Nachhaltigkeitsmaßnahmen

Die Molkereigenossenschaft Arla Foods kommt dem Ziel, 2050 CO2-neutral zu produzieren, näher. 93 % der Genossenschaftsmitglieder nahmen an einem EU-weiten Klimacheck-Programm teil.

Trotz der erschwerten Bedingungen bedingt durch die Coronapandemie konnte Arla auch im Jahr 2020 laut dem jüngst veröffentlichten CSR-Bericht der Zielsetzung, CO2-Emissionen zu reduzieren, näherkommen.

Klimacheck-Programm

Arla hat sich die Klimaziele gesetzt, die CO2 Emissionen bis 2050 auf Netto Null zu reduzieren. Mit 2015 als Referenzjahr habe die Molkerei den CO2-Ausstoß in ihrer Produktion und Logistik bislang um 24 % senken können, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Im Bereich der Landwirtschaft hat die Genossenschaft EU-weit ihren CO2-Fußabdruck pro Kilogramm Milch seit 2015 um 7 % reduziert. Zudem beträgt laut eines FAO-Reports der CO2-Fußabdruck der Milchlieferanten von Arla weniger als die Hälfte des globalen Durchschnitts. Für weitere Verbesserungen führte die Genossenschaft 2020 erstmals bei 93 % der Mitglieder das neue Klimacheck-Programm durch. Dabei erhält jeder Landwirt jährlich eine Klimabilanz seiner Produktion sowie eine Beratung zu Einsparpotentialen, beispielsweise in der Fütterung, beim Düngemitteleinsatz oder der Verwendung erneuerbarer Energien.

Darüber hinaus überarbeitete Arla vergangenes Jahr ihr für alle Lieferanten einheitliches Qualitätsprogramm „Arlagården“. Unter anderem wurden Anforderungen im Bereich des Tierwohls umgestaltet und neu hinzugefügt. Nach Angaben der Molkerei sollen diese Standards vierteljährlich in einem zentralen Datenportal erfasst und durch externe Audits überprüft werden.

Klimaneutrale Produktreihe

Die Summe aller CO2-Emissionen von Arla blieben 2020 im Vergleich zu 2019 bei einem Anstieg von 0,65 % nahezu unverändert, was laut Arla Foods auf die gestiegene Verbrauchernachfrage aufgrund der Covid-19-Situation zurückzuführen sei. Die Pandemie führte bei Arla zu einer höheren Produktion, jedoch fielen die Gesamtemissionen 2020 geringer aus als im Referenzjahr 2015.

Einfluss darauf habe unter anderem auch die Einführung von CO2-neutralen Standorten für die Frischmilchproduktion in Dänemark. Damit sei eine klimaneutralen Bio-Produktreihe in Dänemark eingeführt worden, bei der die noch verbliebenen Emissionen über den Handel mit Emissionszertifikaten kompensiert werden.