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Kolostrum-Management muss besser werden!

Das richtige Kolostrum-Management legt die Basis für die gesunde Kuh von morgen. Nachhilfe zum Thema Kolostrum erhielten gestern rund 80 Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter auf einem Seminar in Bremen von Lewis B. Anderson, Berater für Kälberaufzucht aus den USA.

Lesezeit: 2 Minuten

Das richtige Kolostrum-Management legt die Basis für die gesunde Kuh von morgen. Nachhilfe zum Thema Kolostrum erhielten gestern rund 80 Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter auf einem Seminar in Bremen von Lewis B. Anderson, Berater für Kälberaufzucht aus den USA. Lewis empfahl den Landwirten ein klares Management für sich und die Mitarbeiter zu definieren und Arbeitsabläufe bei der Geburt und Erstversorgung des Kalbs klar vorzugeben.


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1. Die sofortige Trennung des Kalbs von der Kuh. In den USA machen dies einer USDA-Studie zufolge immerhin 56 % der Betriebe. Das Kalb wird anschließend mit einem Tuch und einer Heizlampe getrocknet. Bleibt das Kalb bei der Kuh sei die Gefahr zu groß, dass es frühzeitig Bakterien, Parasiten etc. aufnimmt. Die Einzelbox des Kalbes sollte sauber und desinfiziert sein.


2. Innerhalb der ersten 2 Stunden nach der Geburt sollte das Kalb mit Biestmilch (Möglichst von der Mutter oder einem Tier aus dem Bestand) versorgt werden. Die Menge sollte mindestens 10% des Körpergewichts betragen (3 bis 4 Liter). Um die Aufnahme ein Biestmilch zu garantieren, wird in den USA fast ausschließlich mit einem Drencher gefüttert, so Anderson. Die Sonde sollte dabei aus hygienischen Gründen und um Verletzungen zu vermeiden aus Edelstahl bestehen und nicht aus Kunststoff. Wenn die Milch frisch von der Kalbin gewonnen wird, sollte sie binnen 20 Minuten an das Kalb verfüttert werden, um eine zu starke Bakterienvermehrung zu vermeiden.Das gilt auch für erwärmte Biestmilch aus der Gefriertruhe.


3. Um die Biestmilch-Qualität zu bestimmen, sollte ein Kolostrometer eingesetzt werden. Es ermittelt die Dichte des Kolostrums. Dabei sollte der Landwirt allerdings darauf achten, dass das Kolostrometer temperaturabhängig misst. Korrekte Werte an der Skala des Kolostrometers können nur bei Kolostrum mit Raumtemperatur gemessen werden.


4. Für Problembetriebe ist eine Pasteurisierung der Biestmilch empfehlenswert. Allerdings werden dabei bis zu 26 % der Immunglobuline zerstört, dies sollte man bedenken, so Anderson.

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