Koesling & Anderson

Milchproduktion: Gewinne schmelzen um 4,5 ct/kg Milch Premium

Einen Verlust von im Schnitt 2,8 Cent/kg Milch haben Milchviehbetriebe in den neuen Bundesländern gemacht. Das zeigen die Auswertungen von Koesling & Anderson. 2017 hatten die Betriebe einen Gewinn von 1,8 Cent/kg Milch erwirtschaftet.

Das zeigen die Auswertungen des „Milchmanager“, die Ingo Schimmelpfeng von Koesling & Anderson beim Milchviehtag in Wiedemar (Sachsen) vorstellte. Mit dem Controlling-Programm erfasst und bewertet die Beratungsorganisation monatlich die Naturaldaten sowie die Kosten der Milchproduktion. Das ermöglicht auch einen horizontalen Betriebsvergleich. Im letzten Jahr gingen die Daten von 86 Betrieben in den neuen Bundesländern ein, die im Schnitt 768 Kühe hielten und eine Leistung von 9.200 kg ECM erreichten.

Gründe für das schlechtere Ergebnis der Milchproduktion sind laut Schimmelpfeng vor allem der Anstieg der variablen Kosten sowie der Festkosten. Bedingt durch die Dürre und Futterknappheit haben viele Betriebe die Futterrationen angepasst. Dieser Effekte werde sich im ersten Halbjahr 2019 noch weiter...

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Artikel geschrieben von

Anke Reimink

Redakteurin Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

Die Industrie hätte bei den Bedingungen die Produktion eingestellt!!

Mit roten Zahlen kann man sich nicht lange über Wasser halten, nur wir Landwirte werden gezwungen von der Substanz zu leben, und das bei dem Lebensstandard hier in Europa!

von Matthias Zahn

Verluste....

im Durchschnitt von knapp 198.000 Euro je Betrieb bei 2,8 ct/kg. Demgegenüber stehen Gewinne von 127.000 Euro aus dem Vorjahr. Es braucht also mindestens schon 1,5 gute Jahre um ein schlechtes auf Null auszugleichen. Um dann noch echte Gewinne zu erwirtschaften müssten wir also drei gute Jahre und nur ein schlechtes haben. Ich glaube da sind wir in den letzten zehn bis zwölf Jahren nicht hingekommen......

von Kirsten Wosnitza

Unvollständige Interpretation

Sowohl Tierarzt als auch Personalkosten sind nur zu interpretieren wenn sie in Relation gesetzt werden. Zb mit der Nutzungsdauer der Kühe und den Totalverlusten und Notschlachtungen. Betrieben in Problem Phasen auch noch das Fachpersonal und den Tierarzt entziehen zu wollen ist betriebswirtschaftliches Harakiri und geht völlig an gesellschaftlicher Akzeptanz und unseren eigenen Ansprüchen an unseren Betufsethos vorbei. Es ist unglaublich wie ein seriöses Beratungsunternehmen in Zeiten von Fachkräfte Mangel in der Milchviehhaltung seine Betriebe noch dazu beraten will die Löhne und das fachliche Niveau noch weiter zu drücken. Die Kritik an einer Grundfutter Leistung von 2000 kg ist mehr als berechtigt. Das Niveau ist weder ökonomisch noch aus Aspekten der Tiergesundheit vertretbar. Nur fragt man sich aber wie es sein Kann dass die Betriebe auf diesem Niveau liegen wo sie doch schon über Jahre beraten werden. Diese Frage sollte Koesling und Partner schleunigst klären. Dabei könnte allerdings heraus kommen dass ein permanent zu niedriges Milchpreis und damit Einkommensniveau bei den meisten Betrieben zu einer Entwicklung führt die weder von den Milchviehhaltern selbst noch von der Gesellschaft gewünscht wird. Und nur eine kleine Gruppe von Betrieben diesem Druck gewachsen ist. Insofern ist es sehr schlechter Stil immer wieder diese kleine erfolgreiche Gruppe als Beispiel dafür anzuführen dass das System doch super funktioniert wenn man doch nur alles richtig macht....

von Egge Mansholt

Fazit:

Immer mehr melken und wachsen, oder wie soll ich das verstehen? Mein Nachbar kekommt zweimal die Woche 25 t KF hinterm Haus gekippt. Vom Preis her sicher wesendlich billiger als 10 t geblasen im Hochbehälter. Und die Personalkosten sind so niedrig wie bei keinem anderen. 800 Kühe mit vier! AK . Ein 24 Stunden Job und dabei sein ist alles Mentalität.

von Renke Renken

Zu Bernd Schmitz,

das System ist totkrank, und das schon lange - alles wird nur noch mit Krampf am Laufen gehalten

von Bernd Schmitz

Das System ist krank

Kein Wunder. dass Julia Köckner die Direktzahlungen aus Brüssel für diese Betriebe um jeden Preis sichern will. Sonst zeigt sich sofort, wie dieses System kollabiert.

von Oliver Schaub

Irgendwie ist das der falsche Ansatz

In den vergangenen Jahren wurde die Milchleistung gesteigert, die Grundfutterleistung erhöht, Stallkapazitäten ausgereizt und an weiteren Schrauben gedreht. Jetzt ist ein Punkt erreicht an dem es nicht mehr weitergeht. Es stehen in den nächsten Jahren Investitionen in Güllebehälter, Gülleausbringung und Silagelager an. Alles von OBEN vorgeschrieben. Das einzige was jetzt noch hilft um ordentlich Gewinn hierfür zu machen, sind ganz einfach höhere Milchpreise. Punkt.

von Marion Wölfer

Erfolgreiche

In unserem Beratungsring haben die finanziell Erfolgreichen tendenziell die höheren Leistungen. Nicht immer und der Leistungsabstand ist nicht so riesig. Jeder verfolgt da seine eigene Strategie. Die mit den höheren Leistungen haben aber immer auch gute Grundfutterleistungen. Die größeren Betriebe sind aber klar die finanziell Erfolgreicheren in unserem Beratungsring, Die größeren Betrieben bewegen sich da zwischen 150 bis 300 Kühe

von Rudolf Rößle

In

unserem Beratungsdienst haben die Betriebe mit hoher Leistung in der Regel auch hohe Grundfutterleistungen.

von Gerd Schuette

Vor sieben Jahren hat Koesling Anderson zwei Ansätze zur Reaktion auf niedrige Milchpreise empfohlen: Leistung rauf und Kosten runter. Jetzt können wir feststellen daß dies nicht gereicht hat. Was wird heute empfohlen? Futter- und Personalkosten runter! Brauchen wir noch einmal sieben Jahre um zu erkennen, daß es damit alleine nicht geht?

von Renke Renken

7 ct Lohnkosten / l Milch

wo genau liegt denn jetzt der Vorteil dieser großen Milchviehanlagen? Und 2000 l Grundfutterleistung, da frage ich mich, was genau an der Milchproduktion ich mit meinem bescheidenen Schulwissen von vor 30 Jahren nicht verstanden habe.

von Christian Kraus

Die "Gewinne" sinken um 4,5 Cent??

Und stattdessen wird Verlust gemacht. Als Lösung werden höhere Leistung, mehr Kühe und den Arbeitern weniger zahlen angepriesen. Es ist ein Hamsterrad das sich immer weiter dreht. Egal um wie viel man besser wird man kommt nicht vorwärts. Wäre es nicht eher an der Zeit die alten Lösungen zu hinterfragen und neue Wege zu probieren? Wozu noch mehr Milch melken wenn man eh schon drauf zahlt? Warum nicht weniger Milch melken und versuchen den Milchpreis z. B. durch andere Vermarktungswege zu erhöhen? Warum nicht mehr schlechtere Kühe aussortieren und sich auf die rentabelsten konzentrieren?

von Ottmar Ilchmann

Merkt ihr noch was?

Milchleistung über 9000 kg bei Grundfutterleistung von 2000 kg - finde den Fehler!

von Gerd Uken

Diese schlauen Leute immer

Am Preis kann man eh nichts machen der wird als gegeben hingenommen- ja? Kostendeckender Milchpreis wäre sehr viel einfacher.... Wie senken Familienbetriebe Personalkosten?

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