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AbL: Preisverfall durch Bauernverband und Milchindustrie

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) macht Bauernverband und die Milchindustrie verantwortlich für den jüngsten Preisverfall bei Milchprodukten. Der aktuelle Preisverfall von Milchprodukten im Lebensmittelhandel sei kein Zufall. Er ist gewollt von Deutschem Bauernverband und von der Milchindustrie.

Lesezeit: 2 Minuten

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) macht Bauernverband und die Milchindustrie verantwortlich für den jüngsten Preisverfall bei Milchprodukten. Der aktuelle Preisverfall von Milchprodukten im Lebensmittelhandel sei kein Zufall. Er ist gewollt von Deutschem Bauernverband und von der Milchindustrie. Beide hätten in den letzten Monaten alles daran gesetzt, die politischen Weichenstellungen für den Milchmarkt auf noch mehr Produktion zu stellen, und zwar in Berlin wie in Brüssel.


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Allen ist bewusst, dass der Markt ohnehin schon mehr als voll sei. Wenn Bauernverband und Milchindustrie die Signale trotzdem auf mehr Menge und damit auf fallende Preise stellen, dann sei das eine bewusste Entscheidung und eine Strategie gegen bäuerliche Milchbetriebe hin zu einer agrarindustriellen Produktion. Dies werde auch sichtbar in dem vom Bauernverband geforderten steuerfinanzierten Milchfonds der EU, der vor allem auf die weitere Konzentration der Milcherzeugung ausgerichtet sein soll, kommentiert der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf. Der Preisverfall im Handel werde teuer erkauft. Die Molkereien holen sich das, was der Handel weniger zahle, bei den Milchbauern wieder. Dem Bauernverband seien die Interessen der Milchindustrie wichtiger als die der bäuerlichen Betriebe. Wenn die Milchindustrie \- mit Rückendeckung des Bauernverbands \- den Milchbauern weniger für die Milch zahle, erhoffe sie sich Konkurrenzvorteile vor allem im Export von Milchprodukten. Das sei das Interesse exportorientierter großer Molkereien. Den bäuerlichen Milchviehhaltern kostet das viel Geld und auf Dauer die Existenz. Der Skandal, als den der Bauernverband die Preissenkungen bezeichnet, liegenicht beim Handel, sondern beim Bauernverband selbst, ergänzt Maria Heubuch, AbL-Bundesvorsitzende und Milchbäuerin im Allgäu. Jetzt sei die politische Ebene am Zuge. Bundes- und Landesminister haben es am kommenden Freitag in der Hand. Sie können sich aus dem Lobbyismus von Bauernverband und Milchindustrie befreien und dafür stimmen, dass der Milchmarkt nicht mit künstlich angereizter Milch überschüttet werde. Die Mehrheit der Milcherzeuger habe sich bereit erklärt, ihre Milcherzeugung an den Bedarf des Marktes anzupassen. Das hätten 70 Prozent der Milchviehhalter im Sommer mit ihrem erfolgreichen Milchstreik zum Ausdruck gebracht", so Heubuch.

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