AbL-Milchtagung

Was fordern NGOs von der Milchbranche? Premium

Ist die Weidehaltung eine Lösung für eine tiergerechte, umweltschonende und zu fairen Preisen produzierte Milch? Das diskutierten die Referenten bei der Milchtagung der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft (AbL) in Hardehausen (NRW).

Martin Hofstetter, Agrar Experte bei Greenpeace Deutschland, erklärte was Nichtregierungsorganisationen (NGOs) von Politik, Handel und Landwirten fordern. Aktuell laufe die Politik den Trends hinterher und versuche mit dem Anheben von Standards die Produkte tiergerechter und umweltschonender zu gestalten. Das reicht laut Hofstetter nicht aus. Im Gegensatz dazu laufe die Zusammenarbeit der NGOs mit dem Lebensmitteleinzelhandel effizienter und schneller. Denn der Handel sei ständig auf der Suche nach neuen Produkten und Möglichkeiten sich zu diversifizieren. Für Milcherzeuger bietet das auch Chancen, um sich beispielsweise mit Weidemilch oder anderen speziellen Produkten vom Gesamtmarkt abzuheben.

Allerdings machte der Greenpeace-Vertreter auch deutlich, dass sich die Milchbranche nicht zurücklehnen darf. Hofstetter ist überzeugt, dass die Anbindehaltung auslaufen und das Thema GVO-Soja sich quasi von alleine erledigen wird. Allerdings werde jetzt vermehrt auf Soja aus Urwaldzerstörung zurückgegriffen. Das sehen die NGOs

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Artikel geschrieben von

Anke Reimink

Redakteurin Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Willy Toft

Sobald auskömmliche Preise gezahlt werden, kann man über Forderungen verhandeln!

Werden bei importierten Lebensmitteln die Maßstäbe auch so hoch aufgehängt, oder sollen diese Lebensmittel hier in Europa nur für den Preisdruck sorgen? Unsere Bilderbuchgesellschaft findet kein Maß mehr, vor lauter unbezahlten Forderungen!

von Berthold Lauer

Hatte die Veranstaltung eigentlich auch Forderungen an Herrn Hofstetter bzw. die NGOS oder haben alle brav applaudiert? Hat er die Ausführungen zur Weidehaltung noch zur Kenntnis genommen oder war er da schon wieder entschwebt?

von Leon Blitgen

Martin Hofstetter

Der grösste Landwirtschafliche Fachmann wirds schon richten!!!

von Matthias Zahn

NGO´s und Handel sind nur in Teil des Problems

Der weitaus größerer Teil unserer Produkte geht in die anonyme und industrieelle Massenproduktion. Tiefkühlpizza, Speiseeis, außer Haus Verpflegung und vieles anderes. Hier zählen keine Labels oder sonstige Produktionsvorschriften wie Weide oder GVO frei. Nicht einmal ein regionaler Bezug muss vorhanden sein. In diesem Segment zählt nur eines - der Preis! Alles andere was wir sonst noch so über den gesetzlichen Standards erfüllen wird nicht honoriert. Und diesem Problem können wir nur mit funktionierenden Märkten beikommen. Von den kleinen Zuschlägen z.B. für GVO frei kann kein Betrieb seine Zukunft sichern, wenn der Grundpreis nicht passt. Wenn der Grundpreis für ein Auto zu gering ist, dann hilft der Autoindustrie auch kein Aufschlag fürs Navi. Am Grundpreis müssen wir ansetzen. Wir brauchen eine Erzeugerpreispolitik die uns Bauern grundsätzlich eine Zukunft gibt. Und dann können wir auch zusätzliche Erwartungen von NGO´s, Verbraucher und Handel erfüllen. Solange das nicht gegeben ist, sind selbst die Forderungen von NGO´s und Handel nur Kosmetik für ein Problem, das ausschließlich über eine funktionierende EU Agrarpolitik gelöst werden kann. Solange wir nicht anerkennen, dass die Aufnahmefähigkeit des Weltmarktes begrenzt ist und eine auf weiteres Massenwachstum ausgerichtete EU Agrarpolitk in der Sackgasse endet, solange werden wir Bauern zwischen Weltmarktpreisen und gesellschaftlichen Forderungen aufgerieben werden.

von Christian Bothe

Weidehaltung

Ergänzend dazu noch sei gesagt,ich bin nicht gegen die Weidehaltung von MK,habe das zu Beginn meiner beruflichen Tätigkeit mit 400 MK täglich zwischen den Melkzeiten gemacht. Unter diesen Marktbedingungen(Preise) und dem wissenschaftlichen Fortschritt von heute hat nur die intensive Milchproduktion (im Stall)eine Chance zum Überleben.

von Josef Doll

Die NGOs

Wollen nur eines - - - - Ankommen---- bei den Verbraucher und dadurch sowohl Staatliche Gelder wie Spenden zu bekommen. Wo am Schluß die Nahrungsmittel herkommen ist denen aber wirklich sche.... Egal. Das Ausland liefert gerne!!! Was mache ich mir heute Gedanken, ich brauche heute das Geld. Das Ideologiesche Ziel 100% Bio Anbau durch Auflagen oder sonstigem zu erreichen!!

von Christian Bothe

NGOs...

NGOs,das sagt doch schon alles...Was ist die Aufgabe der LW? Bauern produzieren nicht aus Spaß an der Freud‘ sondern weil sie davon existieren müssen.Das heißt es muessen effektiv Milch und andere tierische und pflanzliche Produkte erzeugt werden,die intensive LW dazu ist ein Weg.Die Stallhaltung von Milchkühen ist dabei ein wichtiger Faktor,um die Milchleistung bei effektiven Futtereimsatz zu steigern.Ob GVO oder non GVO Soja ist nur eine Kostenfrage und es ist Unsinn bei diesen Angeboten auf dem Weltmarkt darauf zu verzichten.Nichtsdestotrotz lässt sich die Tierhaltung unserer Nutztiere nachhaltig gestalten,den Tierschutz eingeschlossen.QM,QS,Gentechnik und meinetwegen auch Vlog sind dabei Orientierungsgeber. NGOs und Grüne sind für die praktische LW nicht zu gebrauchen,polemisieren nur und verstecken sich unter dem Logo der Gemeinnützigkeit.Damit lässt sich die ständig wachsende Weltbevölkerung nicht sättigen. Landwirte wissen schon was zu tun ist und das seit Jahrhunderten.

von Renke Renken

So langsam verliert

man die Lust an der Landwirtschaft, sollen doch die se ewigen Besserwisser den Kram in die Hand nehmen und gegen die globalisierte Wirtschaft zu Billigspreisen gegen an melken

von Berthold Lauer

Kernproblem

Keiner ist in der Lage das Kernproblem zu lösen: Das Produkt, das höhere Kosten verursacht, muss nicht nur einen höheren Preis haben, es muss auch gekauft werden, und zwar dauerhaft und nicht nur von wenigen Kunden!

von Martin Schmidt

Ablasshandel!!

Die NGO ersetzen die Inquisition des Spätmittelalters hervorragend. Leider beeinflussen sie auch die Wissenschaft und Lehre. Die Branche ist schlecht beraten, wenn sie zu sehr auf die Inquisitoren achtet, besser ist es diese zu entmachten. Wenn es auch der härtere Weg ist.

von Andreas Christ

NGO

wer hat die NGO eigentlich an die Macht gewählt?

von Rudolf Rößle

Der Handel

will sich diversifizieren und nichts dafür bezahlen. Die NGOs sollten sich erst um einen deutlichen Mehrpreis kümmern und dann erst an die Bauerschaft herantreten.

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