Afrikanische Schweinepest

ASP: Acht weitere ASP-Funde im Landkreis Oder-Spree

Brandenburg bestätigt acht weitere ASP-Funde bei Wildschweinen. Zusätzliche Abgabeprämie für Wildschweine aus der Pufferzone.

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Reims, das Nationale Referenzlabor für Afrikanische Schweinepest, hat heute (9.11.20) den Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bei acht weiteren Wildschweinen amtlich bestätigt. Alle Tiere stammen aus dem ersten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree.

Insgesamt jetzt 142 ASP-Funde

Damit erhöht sich die Gesamtzahl der ASP-positiven Funde in Brandenburg nach Angaben des zuständigen Verbraucherschutzministeriums in Potsdam auf 141. Deutschlandweit wurden zusammen mit dem Einzelfund im sächsischen Landkreis Görlitz insgesamt 142 infizierte Wildschweine gefunden.

Hotspot im Landkreis Oder-Spree

Der Hotspot befindet sich mit 116 bestätigten ASP-Funden nach wie vor im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree. Im Landkreis Spree-Neiße wurden bisher 14 und im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland 11 ASP-infizierte Wildschweine entdeckt.

Abgabeprämie für Wildschweine aus der Pufferzone

Um die Afrikanische Schweinepest weiter einzudämmen, zahlt das Brandenburger Landwirtschaftsministerium ab heute (9.11.20) zusätzliche Abgabeprämien für erlegtes und nicht vermarktungsfähiges Schwarzwild aus den Pufferzonen der ASP-Gebiete. Die Landkreise haben dafür gemeinsam mit dem Landesforstbetrieb sowie weiteren privaten und kommunalen Forstbetrieben Sammelstellen eingerichtet. Die abgegebenen Wildschweine werden auf ASP beprobt und anschließend unschädlich beseitigt.

Wildschweinfleisch nur schwer zu vermarkten

Hintergrund: Wildschweinefleisch aus den Pufferzonen, in denen die Jagd weiter erlaubt ist, lässt sich zurzeit kaum noch vermarkten. Damit die Population dennoch reduziert wird, sollen die Prämien zusätzliche Anreize schaffen. Für Wildschweine bis 30 kg Gewicht werden 30 € Abgabeprämie gezahlt, für schwerere Tiere 50 €. Die bereits bestehende Prämie in Höhe von 50 € für jedes erlegte Stück Schwarzwild, das die Streckenzahlen des Referenzjahres 2015/2016 übersteigt, wird nach Auskunft des Ministeriums auch für die abgegebenen Stücke weiter gezahlt.

Jagdverbot in Kern- und gefährdeten Gebieten

In den Kerngebieten ist die Jagd auf Wildschweine hingegen weiterhin untersagt. Sobald die Jagd in den gefährdeten Gebieten freigegeben ist, können auch Schwarzkittel aus diesen Bereichen (außer den Weißen Zonen) abgegeben werden. Zurzeit ist die Jagd im gefährdeten Gebiet aber noch nicht erlaubt.


Mehr zu dem Thema


Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen