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Afrikanische Schweinepest

ASP in Brandenburg: Weitere Landkreise erlassen Schutzmaßnahmen

Die Folgen des ASP-Ausbruchs im Landkreis Spree-Neiße ziehen weitere Kreise. Auch die Nachbarkreise erlassen Schutzmaßnahmen. Die Maisernte wurde gestoppt. Das trifft vor allem die Rinderhalter hart.

Lesezeit: 2 Minuten

Nachdem Mitte letzter Woche der erste ASP-Ausbruch Deutschlands im Landkreis Spree-Neiße amtlich bestätigt wurde, reagieren weitere Nachbarkreise. So haben die Behörden im westlich gelegenen Landkreis Dahme-Spreewald Teil des Kreisgebiets zum gefährdeten Gebiet ernannt. Wie die zuständige Amtsveterinärin mitteilt, sind Jäger dazu aufgerufen, eine verstärkte Fallwildsuche durchzuführen. Jedes verendet aufgefundene Wildschwein muss unter Angabe des Fundorts (GPS-Daten) dem Veterinäramt gemeldet werden. Zudem wurde ein Jagdverbot für alle Tierarten erlassen.

Keine Verfütterung von Heu, Stroh oder Gras aus diesjähriger Ernte

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Auch für Schweinehalter wurden Auflagen erlassen. Dazu zählen unter anderem:

  • Tierhalter müssen den Behörden unverzüglich die Anzahl der gehaltenen Schweine melden.
  • Gras, Heu und Stroh, das in den letzten sechs Monaten im gefährdeten Gebiet geerntet wurde, darf nicht an Schweine verfüttert werden.
  • Das Verbringen von Schweinen aus einem im gefährdeten Gebiet gelegenen Betrieb ist verboten. Das Stand-Still gilt auch für schlachtreife Schweine.
  • An allen Ein- und Ausgängen der Ställe müssen geeignete Desinfektionsmöglichkeiten aufgebaut werden.

Maisernte gestoppt

Sowohl für Schweine- als auch für Rinderhalter ein schwerer Schlag ins Kontor ist die Anordnung der Kreisbehörde, dass die Nutzung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen bis auf Weiteres verboten ist. Denn wann die erntereifen Maisflächen gehäckselt werden dürfen, ist bislang offen. Das ist vor allem für die brandenburgischen Rinderhalter eine schwierige Situation. Ihnen droht nach mehreren Dürrejahren eine erneute Futterknappheit.

Landkreis Oder-Spree erweitert Restriktionszone

Über die gesetzlich festgelegten Anforderungen geht der Landkreis Oder-Spree bei der Ausweisung des gefährdeten Bezirks vor. Nach Aussage von Amtstierärztin Petra Senger wird der 15 km-Radius erweitert. Das dürfte mit den entsprechenden örtlichen Gegebenheiten zusammenhängen. Betroffen sind neben etlichen Dörfern, die zur Stadt Friedland zählen, auch die Stadt Eisenhüttenstadt und sogar das nördlich davon gelegene Ziltendorf und Wiesenau.

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