China sagt Erleichterungen im Agrarhandel mit Deutschland zu

Agrarministerin Klöckner erreicht in China Fortschritte für den Agrarhandel. Der Export von Rindfleisch soll beschleunigt, der von Schweinefleisch trotz ASP möglich bleiben.

Gute Chancen für Verbesserungen im Agrarhandel mit China sieht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). „Die bisherigen Hürden im Handel werden abgebaut“, erklärte die Ministerin nach einem Gespräch mit ihrem chinesischen Amtskollegen vergangene Woche in Peking. Die chinesische Seite habe zugesagt, insbesondere für Rindfleisch die entsprechenden Verfahren zu beschleunigen. Weitere Marktöffnungsverfahren zum Beispiel für Äpfel, Getreide und Geflügelfleisch würden in den anstehenden Gesprächen thematisiert.

ASP soll Schweinefleischexport nicht verhindern

Gegenstand der Unterredung war dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) zufolge auch die Afrikanische Schweinepest (ASP), die sich in China rasant ausbreitet: „Wir haben Schritte vereinbart, um im Fall einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Europa sicherzustellen, dass der Export von Schweinefleisch möglich bleibt“, berichtete Klöckner. Entscheidende Punkte sind dabei die Begrenzung von Handelseinschränkungen auf betroffene Gebiete sowie eine Differenzierung zwischen Ausbrüchen bei Wild- und Hausschweinen.

Papierlose Zertifizierung für tierische Produkte

In Peking gab die Ministerin bei einem Besuch der chinesischen Hauptzolladministration den Startschuss für eine Pilotphase der e-Zertifizierung. Die derzeit genutzten Papierformulare beim Export tierischer Produkte sollen künftig durch ein digitales System ersetzt werden. „Mit der papierlosen Zertifizierung im Export bringen wir den Handel ins digitale Zeitalter“, so Klöckner. Ziel sei es, den Warenaustausch zu beschleunigen und gleichzeitig Betrug und Produktfälschungen zu verhindern. Auf diese Weise stelle man sicher, dass „Made in Germany“ ein Qualitätsmerkmal bleibe.

30-köpfige Wirtschaftsdelegation kam mit

Klöckner war vergangene Woche mit einer rund 30-köpfigen Wirtschaftsdelegation zu einer viertägigen Chinareise aufgebrochen. Die Delegationsteilnehmer vertraten die Bereiche Weinbau, Ernährungswirtschaft, Pflanzenschutz, Landtechnik, Tierzucht, Fleischwirtschaft und Tiergesundheit. Eine Grundsatzrede hielt die Ministerin bei der „Sino German Agribusiness Conference“. Dabei ging es unter anderem darum, wie Erntesicherung und -steigerung für eine wachsende Bevölkerung mit dem Schutz der Ressourcen, der Umwelt und dem Klima in Einklang gebracht werden können. Mit ihrer Teilnahme an der Eröffnung der Feldtage auf der Huanghai Farm dokumentierte Klöckner ihr Interesse an digitalen Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft im Bereich moderner, angepasster Pflanzenproduktion.

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Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

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Diskussionen zum Artikel

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von Hermann Kamm

Beste deutsche Qualität wird Exportiert,

und der größte Dreck an Nahrungsmittel wird aus Amerika Importiert. Alles nur noch lachhaft.

von Gerd Uken

@ Grimm

Die Weinkönigin u.die Umwelttanze sind sich doch so was von einig- da kann ruhig mal eine ins Land des Lächeln reisen

von Wilhelm Grimm

Zur gleichen Zeit, wenn Frau Klöckner in China gastiert,

schafft Frau Schulze vollendete Tatsachen mit den roten Gebieten. Der Bauernverband muss aufwachen, wenn Frau Klöckner es nicht tut.

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