Hohe Kosten durch Aigners Tierschutzplan befürchtet

Kritik am kürzlich von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner vorgelegten Tierschutzplan, nach dem zukünftig die sogenannten nicht-kurativen Eingriffe an Nutztieren verboten werden sollen, hat der Vorsitzende der Fachgruppe Vieh und Fleisch des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW), Hartmut Huber, geübt.

Kritik am kürzlich von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner vorgelegten Tierschutzplan, nach dem zukünftig die sogenannten nicht-kurativen Eingriffe an Nutztieren verboten werden sollen, hat der Vorsitzende der Fachgruppe Vieh und Fleisch des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW), Hartmut Huber, geübt. Zwar sei ein Hinarbeiten auf ein Verbot des Schwänzekupierens bei Schweinen grundsätzlich zu begrüßen, doch es fehle an wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie das Problem des Schwanzbeißens in der Praxis angegangen werden könne, sagte Huber auf der Mitgliederversammlung der Fachgruppe in Rheinstetten.

Im Hinblick auf das Jahr 2013, ab dem die Gruppenhaltung tragender Sauen vorgeschrieben ist, sieht Huber eine enorme Belastung auf kleinere Betriebe zukommen. Vor allem Betriebsinhabern, die kurz vor der Rente stünden, würden keine Alternativen oder Übergangsfristen geboten, weshalb diese Betriebe zur Aufgabe der Ferkelproduktion gezwungen würden. Der VdAW rechnet damit, dass je nach Region zwischen 20 % und 30 % der derzeitigen Sauenhalter aufgeben werden. (AgE)

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