Braucht jedes Jungrind eine Liegebox? Plus

Eine Milchviehhhalterin aus Südbayern darf laut Vorgabe des zuständigen Veterinäramtes maximal ein Jungrind pro Liegebox halten. Weil in den Buchten Platz für mehr Tiere ist, klagt die Landwirtin gegen den Bescheid.

Als die Amtsveterinäre vor zwei Jahren den Milchviehstall von Karin Müller* kontrollierten, stellten sie eine Überbelegung fest: Bei den Kühen und beim Jungvieh waren deutlich mehr Tiere als Liegeboxen vorhanden. Die Milchviehhalterin hatte den Bestand aufgestockt, weil sie damals eine Erweiterung ihres bestehenden Stalles plante.

Zudem können ihre Kühe im Sommer auf die Weide, sodass ihnen in dieser Zeit ausreichend Platz zur Verfügung steht. Ihre Jungrinder weiden von Mai bis Oktober auf einer Alm.

Das Veterinäramt verpflichtete sie trotzdem, den Milchkuhbestand auf 62 Kühe zu reduzieren. Bei 50 vorhandenen Liegeboxen für die Kühe wäre damit immer noch eine gewisse Überbelegung möglich gewesen.

Müller reduzierte ihren Kuhbestand nach und nach. Bis zur gesteckten Frist im Februar 2018 erreichte sie die gesetzte Zielmarke jedoch nicht ganz.

Behörde ZOG schrauben an

Daraufhin zog die Behörde die Daumenschrauben weiter an. Sie verpflichtete die Landwirtin, den Kuhbestand auf 50 Stück zu reduzieren, damit jeder Kuh ein Liegeplatz zur Verfügung steht. Die gleiche Anordnung, nämlich ein Tier-Liegeplatz-Verhältnis von 1 zu 1, traf das Veterinäramt auch für die Jungrinder.

Die Behörde begründete diese Verpflichtung u.a. mit den Empfehlungen im Rahmen des Europäischen Übereinkommens zum Schutz von...


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