Keine dicke Luft im Stall Plus

Die Ammoniakgehalte in Schweineställen schwanken. Deshalb setzt der Erzeugerring Westfalen seit Jahren auf Langzeitmessungen. Unser Autor gibt Tipps, wie Sie die Luft im Stall verbessern können.

Zu viel Ammoniak ist schädlich fürs Schwein – und auch für den Landwirt. Es riecht stechend, ist giftig und greift die Schleimhäute von Augen und Atemwegen an, da es leicht wasserlöslich ist. Deshalb hat der Gesetzgeber einen Grenzwert von 20 ppm NH3/m3 Luft im Aufenthaltsbereich der Schweine gesetzt, der nicht dauerhaft überschritten werden darf.

Doch wie hoch ist der Ammoniakgehalt in der Stallluft überhaupt? Während manche Berater ihrer Nase vertrauen, kamen in der Vergangenheit meistens Dräger-Röhrchen zum Einsatz. Mit einer Pumpe wurde Stallluft durch das Röhrchen gezogen. Anhand der Verfärbung bekam man zwar einen Wert, der aber nur eine Momentaufnahme darstellte. Luftbewegung, Sauberkeit der Spalten, Temperatur im Stall, Ort der Messung und viele andere Faktoren beeinflussen den Messwert.

Regelmäßige Messungen

Langzeitsensoren, die im Stall aufgehängt wurden, waren dem rauen Stallklima immer nur kurze Zeit gewachsen. Eine langfristige Lösung verspricht die Firma Dräger durch den robusten elektrochemischen Industriesensor Polytron 8000. Wie gut dieser unter Stallbedingungen durchhält, hat der Erzeugerring Westfalen über dreieinhalb Jahre in Praxisbetrieben ermittelt.

Ergebnis: Der Sensor ist robust, die Messungen sind korrekt. Allerdings musste der Zwei-Membran-Sensor zweimal ausgetauscht werden. Die neue Generation der Vier-Membran-Sensoren soll robuster sein.

Der Messwert wird permanent im Display angezeigt, sodass sowohl der aktuelle Stand als auch Veränderungen sichtbar sind. Zusätzlich sammelt der Sensor in einem...

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