Mortler kandidiert für EU-Parlament

Die Bundestagsabgeordnete und Agrarexpertin Marlene Mortler aus dem mittelfränkischen Lauf tritt bei den kommenden Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai 2019 für die CSU an. Die Delegierten wählten sie auf Listenplatz sechs.

Die Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft engagierte sich lange Zeit im Bayerischen Bauernverband und stieg dort bis zur stellvertretenden Landesbäuerin auf. Dem Bundestag gehört sie seit 2002 an. Sie ist dort u. a. agrarpolitische Sprecherin der CSU und Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.

Besonders mit Blick auf das Ausscheiden des langjährigen EU-Abgeordneten und Agrarpolitikers Albert Deß (CSU) freut sich Mortler über die Nominierung. „Unsere heimische Agrar- und Ernährungswirtschaft braucht auch in Zukunft eine starke Stimme in Europa. Schließlich ist die die Gemeinsame Agrarpolitik der einzige Bereich, der in der Europäischen Union vollständig vergemeinschaftet ist. In der europäischen Agrarpolitik geht es nicht nur um die Interessen vieler Millionen Bäuerinnen und Bauern, sondern auch um einen Etat von 60 Mrd. €. Das ist eine große Verantwortung, die ich gerne übernehmen will. Ich möchte weiter Brücken bauen zwischen der Landwirtschaft, der Politik und der Gesellschaft“, betont Mortler.

Die CSU-Europaliste wird angeführt von Manfred Weber. Dieser ist gleichzeitig Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) und hat somit gute Chancen, neuer EU-Kommissionspräsident zu werden. „Wir wollen diese großartige Gelegenheit nutzen, dass ein Bayer künftig an der Spitze der EU stehen könnte. Dafür werden wir in den kommenden Monaten alles geben und als Team für ein starkes Europa kämpfen“, so Mortler.

Würde Weber zum Kommissionspräsidenten aufsteigen, würden Mortlers Chancen steigen, ins EU-Parlament zu kommen, weil sie sich dann als Nachrückerin platzieren könnte. Bei der letzten Europawahl im Jahr 2014 bekam die CSU in Bayern 40,5 % der Stimmen, was nur für fünf Sitze reichte. Ihr sechster Listenplatz ist also keine sichere Bank.

Artikel geschrieben von

Klaus Dorsch

Redaktionsleiter SÜDPLUS

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