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Praxistipp: Das bringen Reflektorstreifen und so befestigt man sie!

Mit ordentlicher Beklebung und Beleuchtung lassen sich landwirtschaftliche Fahrzeuge auch seitlich gut sehen. Worauf Sie bei einer Nachrüstung achten sollten, haben wir für Sie zusammengefasst.

Lesezeit: 5 Minuten

Häufig ist man mit seinem Gespann bis spät in die Nacht unterwegs. Beim Überqueren oder Einbiegen auf Straßen können schnell brenzlige Situation oder gar Unfälle entstehen. Um das zu vermeiden, sollten am Schlepper und Anhänger Markierungsleuchten und Reflektorstreifen angebracht sein.

Doch was schreibt der Gesetzgeber dazu vor? Wir geben einen Überblick, zeigen verschiedene Systeme und geben Ihnen Tipps, wie man die Beleuchtung seines Kippers ordentlich aufrüstet.

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Klebestreifen reflektieren

An einem landwirtschaftlichen Anhänger müssen seitlich runde, gelbe Reflektoren angebracht sein. Deren Position ist in der STVZO §51a vorgeschrieben (mehr dazu im Abschnitt „Mit Strom“). Im Heck müssen hingegen zwei rot reflektierende Dreiecke angebracht sein. Oft sind diese auch schon in den Rückleuchten integriert.

Zusätzlich lassen sich Reflektorstreifen anbringen. Der Gesetzgeber schreibt diese an landwirtschaftlichen Anhängern nicht vor. Allerdings lassen sich damit die Umrisse des Anhängers deutlich besser erkennen, wenn andere Fahrzeuge sie anstrahlen. Wie auch alle Leuchten am Anhänger muss der Fahrer die Reflektoren vor Fahrtantritt gegebenenfalls reinigen, um die volle Sichtbarkeit sicherzustellen.

Im Straßenverkehr darf man lediglich reflektierende Streifen nach der Norm UN ECE R 104 nutzen. Für die Umrisskennzeichnung müssen die Streifen zusätzlich die Klasse C haben. Bei der Anbringung sollte man sich zudem an folgende Vorgaben halten:

  • Kennzeichnung der gesamten Fahrzeuglänge und -breite,
  • bei Unterbrechungen Kennzeichnung von mindestens 80% der Länge und Breite,
  • Abstand der Seitenmarkierung vom Boden mindestens 25 cm und höchstens 150 cm (bis zu 210 cm, wenn technisch nicht anders möglich),
  • Abstand der Heckmarkierung zu den vorgeschriebenen Bremsleuchten mindestens 20 cm.

Ebenso müssen die Reflektorbänder mindestens eine Breite von 50 mm haben. Zugelassen sind die Bänder in den Farben Gelb, Weiß und Rot. Dabei sind Rot und Gelb fürs Heck vorgesehen und Weiß sowie Gelb für die Seite.

Das Reflexband ist mehrschichtig aufgebaut. Laut Herstellerangaben hält die Klebung unter normalen Umständen ca. 10 Jahre. Beim Waschen mit dem Hochdruckreiniger sollte man die Lanze nicht direkt auf die Beklebung halten, sonst könnte Wasser zwischen die Schichten dringen und das Band so frühzeitig zerstören. Einige Hersteller empfehlen ein spezielles Kantenversiegelungsband, das man über das eigentliche Reflexband klebt und dieses so besser schützt.

Im Internet bieten diverse Firmen Konturmarkierung als Meterware oder auf Rollen bis 50 m Länge an. Aber auch beim Landhändler bekommt man die Streifen. Zudem gibt es fertig segmentierte Streifen. Die Preise schwanken je nach Abnahmemenge in der Regel zwischen 2 bis 8 €/m.

Mit Strom

Im Gegensatz zur Konturmarkierung sind Seitenmarkierungs- und Umrissleuchten aufwendiger zu montieren. Dafür müssen sie aber nicht direkt angestrahlt werden, um sie ordentlich wahrzunehmen. Bei gewerblich genutzten Anhängern über 6 m Gesamtlänge sind solche Seitenmarkierungsleuchten übrigens Pflicht.

Für landwirtschaftliche Anhänger schreibt der Gesetzgeber sie nicht vor, bringen aber besonders beim Überqueren bzw. beim Einbiegen in Straßen eine bessere Sichtbarkeit. Bei der Montage an landwirtschaftlichen Geräten gelten aber die gleichen Vorgaben (STVZO § 51a) wie bei gewerblichen Anhängern, welche Sie einhalten müssen:

  • Mindestens einer der Rückstrahler muss auf der Längsseite im mittleren Drittel des Fahrzeugs angeordnet sein.
  • Der vordere Rückstrahler ist innerhalb der ersten 3 m vom vordersten Punkt der Zugeinrichtung/Deichsel positioniert.
  • Der hinterste Rückstrahler liegt maximal einen Meter vom hintersten Punkt des Anhängers entfernt.
  • Der Abstand zwischen zwei Rückstrahlern darf maximal 3 m betragen.
  • Der höchste Punkt der reflektierenden Fläche darf maximal 90 cm über der Fahrbahn liegen. Ist das bauartbedingt nicht möglich, sind 150 cm drin.

Die Leuchten bzw. Rückstrahler müssen nicht unbedingt direkt auf der Außenkante des Fahrzeugs montiert sein. Sie können gegebenenfalls auch am Chassis oder einige Zentimeter unterhalb der Plattform geschützt liegen. Wichtig ist aber die ordentliche Sichtbarkeit von der Seite.

Eine Seitenmarkierungsleuchte in LED-Technik kostet je nach Ausführung und Befestigungsmöglichkeit zwischen 5 und 15 €/Stück. Meist sind die Leuchten voll vergossen und haben ein 0,5 bis 1,5 m langes Anschlusskabel. Es gibt aber auch Ausführungen, die direkt am Gehäuse einen Stecker haben. Hierfür ist dann ein entsprechendes Anschlusskabel mit Buchse nötig. Für mehr Aufmerksamkeit beim Abbiegen gibt es spezielle Module, welche die Seitenmarkierungsleuchten zusammen mit den Blinkern schaltet. Ein solches Modul kostet pro Seite zwischen 25 und 50 €. Das erhöht die Sicherheit besonders für Radfahrer im Stadtverkehr.

Ein seitlicher Unterfahrschutz ist bei landwirtschaftlichen Anhängern nicht vorgeschrieben, da diese den Einsatzbereich der Fahrzeuge häufig einschränken würden. Achten Sie auch deshalb besonders auf eine ordentliche seitliche Sichtbarkeit Ihres Fahrzeugs, um schlimme Unfälle zu vermeiden.

Einfache Umsetzung

Wir haben an einem Kipper die Seitenmarkierungsleuchten Flatpoint II von Aspöck montiert. Das Anschlusskabel ist je nach Ausführung 0,5 m oder 1,5 m lang und hat ein vergossenes Ende. Mit speziellen DC-Verbindern lässt sich der Kontakt zwischen den Adern und der Versorgungsleitung herstellen, ohne beide Seiten abisolieren zu müssen.

Die Verbinder des Systems passen auf ein zweiadriges Flachkabel und werden einfach aufgeklickt. Wir haben aber auch noch weitere Kabelverbinder ausprobiert, die wir Ihnen in unserer Bilderreihe vorstellen. Möchten Sie die Verbinder auch für die Hofelektrik verwenden, beachten Sie die zulässigen Einsatzbereiche der jeweiligen Verbinder.

Für die Konturmarkierung haben wir das Reflexband Diamond Grade 983-71 von 3M genutzt. Die 71 steht für die Farbe Gelb. Diese lässt sich seitlich sowie im Heckbereich des Anhängers anbringen. So kann man darauf verzichten, zwei verschiedene Reflexbänder zu kaufen. Neben 3M bietet z.B. auch der Hersteller Orafol Konturmarkierung an. Hier nennt sie sich Oralite.

Konturmarkierung

Seitenmarkierungsleuchten

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