Düngung/ Gewässerschutz

Das sind die wichtigsten 12 Verschärfungen in der Düngeverordnung Plus

Der Spielraum für Änderungen an der Düngeverordnung ist für die Länder nur noch gering. Eine Übersicht über den aktuellen Stand und die wichtigsten Maßnahmen.

Die Bundesländer stecken in unangenehmen Verhandlungen zur Verschärfung der Düngeverordnung. Bis zur Bundesratssitzung am 3. April müssen sie eine Mehrheit finden.

Nennenswerte Spielräume für Änderungen gewähren ihnen nach der langen Geschichte der Verhandlungen aber weder der Bund noch die EU-Kommission. Am 12. März wird es daher in Berlin eine Sonder-Agrarministerkonferenz der Länder zur Düngeverordnung geben.

Das sind zusammen gefasst die wichtigsten 12 Maßnahmen aus dem Entwurf der Bundesregierung zur Düngeverordnung, der den Bundesländern jetzt vorliegt:

Bundesweit für alle Flächen:

  1. Der bisher erforderliche Nährstoffvergleich wird durch eine schlagbezogene Aufzeichnungsflicht ersetzt. Für jedes Feld muss jede Düngung einzeln durch die tatsächlich ausgebrachte Düngemenge dokumentiert werden. Für den Fall des Überschreitens der...


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Die neue Düngeverordnung enthält ein pikantes Detail für alle Flächen. Das Verbot auf gefrorenen Böden zu düngen, gilt künftig überall und ohne Ausnahmen.

Aus Sicht des Deutschen Bauernbundes können die von der EU geforderten Verschärfungen der Düngeregeln nur falsch sein, weil Deutschland schon falsche Zahlen nach Brüssel gemeldet habe.

Das Verwaltungsgericht Trier hat mitgeteilt, dass Landwirte im Falle einer Neuabgrenzung der „Roten Gebiete“ einen Erstattungsanspruch für nicht erforderliche Betriebseinbußen geltend machen...

Kurz vor der Abstimmung über die Düngeverordnung lädt das Saarland die Agrarminister der Länder zu einem Sondertreffen ein. Es findet am 12. März in Berlin statt.

NRW und Schleswig-Holstein signalisieren, dass sie an einer zügigen Entscheidung zur Düngeverordnung interessiert sind. Der Kompromiss liegt in der Überprüfung und der Hinzunahme von Messstellen.


Diskussionen zum Artikel

von Nico Beckmann-Andersen

So nicht

Frühe Gülle in Grünland auf Frost gefahren hat nur Vorteile 1. Emissionsarme Ausbringung 2. Bodenschutz durch keine Spuren 3. Saubere Straßen 4. Wenig Futterverschmutzung = Tierschutz 5 .Arbeitszeitvorteile ideal für Überbetrieblichen Einsatz 6. längerer Ausbringungszeitraum ... mehr anzeigen

von Matthias Stöcker

So geht es nicht weiter

Es ist doch unmöglich unter dieser Anzahl und Komplexität an Verordnungen und Bestimmungen alles richtig zu machen und am Ende noch einen Gewinn zu erwirtschaften der einen Betrieb nachhaltig bestehen lässt. Alleine in der Dünge- und Pflanzenschutzverordnung sind so viele ... mehr anzeigen

von Wilhelm Kruschwitz

Wie man ein Land ruiniert

Was derzeit in Deutschland abläuft (Feinstaub, Energiewende, Stickoxyd, Düngeverordnung usw.), ist die perfekte, unqualifizierte Gebrauchsanleitung, wie man ein Land ruiniert, um den eigenen Stuhl warm zu halten. Dabei geht es hauptsächlich darum, Sessel von Politikern, Parteien und ... mehr anzeigen

von Bernd Schmitz

Es trifft Alle

mit voller Wucht, was da in den ersten 6 Punkten steht. Insofern widerspreche ich Bernhard ter Veen, denn die roten Gebiete schrumpfen gerade besonders in NRW zusammen. Da es eben besonders die Hochburgen der Veredlung und intensive Gemüseanbaugebiete sind, in denen es die 20% Regelung ... mehr anzeigen

von Peter Zurmahr

@Bernhard teer Veen

Sie haben recht dass wir" alle Bauern" sind, und man kann sicher die Gesamtheit der neuen Verschärfung in Frage stellen. In dem Falle führt die Unterscheidung aber eher zur Gerechtigkeit, da in der Bio- und Extensivbewirtschaftung ja jetzt schon deutlich weniger gedüngt wird durch ... mehr anzeigen

von Bernhard ter Veen

AUSSERDEM...

Diese Ungleichbehandlung von BIO - EXTENSIV - und KONVENTIONELL hängt mir langsam zum Hals raus... WIR SIND ALLE BAUERN. !!! Das verstüsst gegen den GleichbehandlungsGrundsatz im Grundgesetz... Wo sind die Rechtsanwälte unter den Abonenten ??? Abmahnen diese Politiker...

von Bernhard ter Veen

Akademiker Deutschland

was will / kann man mehr von diesen Verwaltungsmarionetten verlangen ? die sich von NGO´s vor sich her treiben lassen und immer NUR Angst um Ihren Parlamentsstuhl haben ? ...Wir sollten die Gülle nach Berlin und in die Landeshauptstädte bringen... dort gibt es ja scheinbar genug Papier ... mehr anzeigen

von Christoph Schulte Tüns

Gülleausbringung

Ich werde auch im kommenden Jahr Gülle auf oberflächlich angefrohrenen Boden nach Ende der Speerfrist zb. auf Raps fahren. Wenn es Nachst 4 Grad minus ist und tagsüber 4 Grad plus gibt es keine aber auch wirkliche keine fachlichen Argumente die dagegen sprechen würden. Das ist nur ... mehr anzeigen

von Wolfgang Haas

Es könnte so einfach sein...

Nmin Eingang Herbst max. in Höhe von Referenzflächen, wer darüber liegt zahlt pro Ha überdüngter Fläche. Wie die Landwirte das hin bekommen haben sie doch alle gelernt, oder ist die staatlich anerkannte Ausbildung auf einmal vom Staat nicht anerkannt?

von

Herbstdüngung

auf W-Gerste, Raps und Zwischenfrüchte ist untersagt. Geht´s noch? Sollen wir den wertvollen Dünger in die Kläranlage der Stadt schütten,wo von fast 82Millionen Menschen die Fäkalien landen. Dann wirds doch super aufbereitet. Mit Bodenschonung hat das nichts zu tun, wenn man auf ... mehr anzeigen

von Bernhard Randler

Absolut Praxisfremd

Wenn das so kommt muss in der 2. Märzwoche falls es abgetrocknet ist 80% der Scheiße auf einmal gefahren werden!! Die Frostnächte ohne Bodenverdichtung und langsames Eindringen in Wurzeltiefe fallen als Ausbringmöglichkeint weg. Obwohl hier die frühzeitige und optimalste ... mehr anzeigen

von Hans-Jürgen Kastner

Die Düngeverordung treibt den Teufel mit Beelzebub aus

Was halten Sie davon, wenn man nicht mehr von "Gülle" sprechen sollte, sondern von "Abwasser aus landwirtschaftlicher Tierproduktion? Wie ist die Entsorgung kommunaler Abwässer organisiert und warum? Kommunales Abwasser wird in Kläranlagen zur Beseitigung von Schadstoffen behandelt. ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Und LsV

möchte Donnerstag demonstrieren, wozu noch ? , die Birne ist längst geschält, und außerdem hat die politik ganz andere Sorgen, die nächste Flüchtlingskrise rollt auf D zu, und die Corona-Hysterie schickt die wirtschaft in den Abgrund, das sind die Probleme , ob da jetzt noch einmal ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Da sind Dinge drinnen, die eine ordentliche Bewirtschaftung verhindern, bzw. unmöglich machen! !

Uns ist schon allem Bewusst, das wir nicht über das Maß hinaus düngen sollen, aber die Düngestrategie mit einer Ingenieur- oder Dr.- Arbeit zu beantworten, soll doch wohl die letzten Bauern zur Aufgabe drängen, oder wie soll man das verstehen? Die dann vielleicht entstehenden ... mehr anzeigen

von Hans-Peter Mahler

Antwort Albert Maier!

Politik muß Probleme schaffen, sonst hat sie keine Daseinsberechtigung. Probleme lösen kannn sie nicht!

von Albert Maier

Dieser Schwachsinn...

...löst keine Probleme, sondern schafft neue!

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